BAUEN MIT HOLZ - WEGE IN DIE ZUKUNFT

Vom 21.10.2015 bis zum 15.01.2017 im Martin-Gropius-Bau in Berlin.

Anhand von herausragenden internationalen und nationalen Projekten zeigt die Ausstellung ökologisch-nachhaltige und aktuelle Positionen moderner Holzarchitektur. Präsentiert werden spektakuläre Projekte von Toyo Ito, Shigeru Ban und Frei Otto ebenso wie richtungsweisende urbane Holz-Wohnbauten, beispielsweise von Kaden & Klingbeil in Berlin/Prenzlauer Berg. Großformatige Modelle werden durch Pläne, Texte und Fotographien umfangreich begleitet.

Galten lange Zeit Stahl, Glas, Ziegel und Beton als Inbegriff moderner Architektur, erfährt nun mit Holz einer der ältesten Baustoffe der Menschnheitsgeschichte eine Renaissance. Computergestützte Berechnungs- und Fertigungsmethoden eröffnen völlig neue, aufregende Formen der Gestaltung.

Grafiken zeigen auf, wie durch Holzbau das Gas Kohlendioxid gespeichert und energieintensive Materialien ersetzt werden können. Dies alles schützt das Klima. Und gibt Hoffnung auf die Lösung der umweltrelevanten Probleme in der Bauindustrie.

In der Ausstellung wird die Faszination eines Werkstoffes deutlich, der praktisch vor der Haustür wächst und wie kein anderer vielfältig verwendbar ist. Ein Material das von großen Tragwerken bis zu Möbeln schon seit Jahrhunderten seine Eignung bewiesen hat und nach wie vor für viele Menschen mit großem Wohlbehagen verbunden ist.

Kuratiert wird die Ausstellung von Prof. Hermann Kaufmann in Zusammenarbeit mit Prof. Winfried Nerdinger von der Technischen Universität München. Durchgeführt wird sie in Kooperation mit dem Deutschen Architektur Zentrum DAZ in Berlin und gefördert durch die DBU Deutsche Bundesstiftung Umwelt, den DHWR Deutschen Holzwirtschaftsrat e. V., den GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V., das Bayerische Zimmerer- und Holzbaugewerbe, proHolz Bayern und die Bayerischen Staatsforsten AöR.

Großformatige, detaillierte Modelle zeigen die vielfältigen Möglichkeiten des modernen Holzbaus. Foto: © Jirka Jansch
Begleitet werden die Modelle von Texten und Fotographien, die Hintergrundinformationen liefern. Foto: © Jirka Jansch
Moderne Planungs- und Fertigungsmethoden eröffnen spannende Konstruktionsmöglichkeiten. Foto: © Jirka Jansch

21.10.2016 – 15.01.2017  Martin-Gropius-Bau Berlin
14.12.2012 – 17.02.2013  Künstlerhaus Wien
10.11.2011 – 05.02.2012  Pinatkothek der Moderne


Impressionen der Austellung Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft

Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft in Berlin

Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft in München

Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft in Wien


Foto: © proHolz Austria

woodbox

Die woodbox ist eine mobile Ausstellungsbox im Format 3 x 3 x 12 m, die nach Vorlage der mobilen Ausstellungsbox schauholz 2014 entstanden ist. Während proHolz Bayern mit schauholz in ganz Bayern - mittlerweile in über 20 bayerischen Städten und im ländlichen Raum – zu sehen war, tourt proHolz Austria mit der woodbox auf internationaler Ebene. Erste Stationen der von proHolz Austria initiierten und auf mehrere Jahre angelegten Tour waren Bratislava, Ljubljana und Mailand. Inhaltlich geht es um die Darstellung evidenter Potenziale des konstruktiven Holzbaus – kommunikativ um thematische Präsenz im urbanen Raum, um direkte Ansprache und Begegnung – gestalterisch um Entrustikalisierung, Haptik und Eleganz – funktionell um Mobilität und Autarkie (durch photovoltaische Energieversorgung). Auf einer Seite des Innenraums werden zukunftsweisende Entwicklungen im Holzbau aufgezeigt. Die vertikalen Textbalken und Leuchtpaneele mit Projektbeispielen sind maßrhythmisch in der Holzkonstruktion eingebaut. Die gegenüberliegenden Wand kommuniziert Ökoargumente für Wald & Holz. Zu sehen sind plakative Graffitis mit vertiefenden Botschaften zu den Piktogrammen an den Außenfassaden. Ein- und Ausgang an den Stirnseiten der Box enthalten Introtexte, Label und ein Schaufenster mit attraktiven Exponaten.Die beiden Ausstellungsboxen sind sich inhaltlich sehr ähnlich, unterscheiden sich aber in einem Punkt: Die Botschaften in schauholz sind auf Deutsch und die in der woodbox auf Englisch.

pro:Holz Austria

Architektur: Fachgebiet Holzbau Architekturfakultät TU München; Maren Kohaus, Prof. Hermann Kaufmann, Wolfgang Huss, Martin Kühfuß
Bearbeitung: Arch. Wolfgang  Huß, Arch. Maren  Kohaus, Arch. Martin Kühfuss
Tragwerksplanung: TU München, Lehrstuhl für Holzbau und Baukonstruktion, Prof. Dr.-Ing. Stefan Winter
Projektleitung: Eugen Keler, Architekten Hermann Kaufmann ZT GmbH, Schwarzach
Produktion: Fetz Holzbau GmbH, Egg; Mader Werbetechnik, Lauterach
Auszeichnungen: Joseph Binder Award

Gassner Redolfi Website


schauholz - das Destillat der Ausstellung

Über schauholz

schauholz ist als Destillat der Ausstellungsinhalte entstanden und gastiert seit 2012 als Wanderausstellung in verschiedenen bayerischen Städten.

Informationsträger ist der Raum selbst – eine Holzbox in Form eines Seefrachtcontainers. An den Außenwänden ist schauholz, Name und Motto der mobilen Ausstellung, in großen Buchstaben eingearbeitet. Der Innenraum verdeutlicht mit gezielten Akzenten, welche Bedeutung der Kreislauf von Holzgewinnung und Holzverwendung für unsere Gesellschaft hat. In die Wandkonstruktion eingebettet präsentieren sich aktuelle Holzbauprojekte auf Dialeuchtkästen, die die architektonische Reichweite von Holz als Baumaterial aufzeigen. Ergänzende Informationen und Bilder zu ökobilanzierten Bauwerken werden auf einem Monitor dargestellt. Auf der gegenüberliegenden rauen Holzwand werden ökologische und ökonomische Aspekte des Rohstoffs Holz in einer Kistenschriftgrafik aufgezeigt. Die Vitrine im hinteren Teil ist die Bühne für einen Modellbau. Derzeitiges Exponat ist ein Modell der Illwerke Montafon von Hermann Kaufmann – ein 5-stöckiges Bürogebäude, über 100 m lang.

Das Objekt erhielt beim European Design Award 2013 die Goldmedaille in der Kategorie Exhibition Design. Die mobile Ausstellung schauholz gehört dem Verein zur Förderung des Fachgebiets Holzbau an der Architekturfakultät der Technischen Universität München.

Architektur: TU München, Professur Entwerfen und  Holzbau, Prof. Hermann K
Bearbeitung: Arch. Wolfgang  Huß, Arch. Maren  Kohaus, Arch. Martin Kühfuss
Tragwerksplanung: TU München, Lehrstuhl für Holzbau und Baukonstruktion,
Prof. Dr.-Ing. Stefan Winter
Bearbeitung: Stefan Loebus
Ausstellungsgestaltung: Gassner Redolfi
Ausführung: Gumpp & Maier, Bearbeitung: Sebastian Hernandez
Initiative: Alexander Gumpp
Förderer: Donat Müller Stiftung, proHolz  Bayern, Landesbeirat Holz Bayern