Mittwoch, 23.11.2016

Neue Doppelspitze im Cluster Forst und Holz in Bayern

Xaver Haas und Hubert Röder folgen Gerd Wegener

Am 23. November hat Prof. Dr. Dr. habil. Gerd Wegener sein Amt als Sprecher des Clusters Forst und Holz in Bayern weitergegeben. Die Amtsübergabe fand im Bayerischen Landwirtschaftsministerium im Rahmen eines Festaktes statt, der
anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Cluster-Initiative und des 5-jährigen Bestehens von proHolz Bayern veranstaltet wurde.

Forstminister Helmut Brunner dankte Wegener ganz ausdrücklich für seine herausragenden Verdienste um die bayerische Forst- und Holzwirtschaft und verlieh ihm zum Abschied als Clustersprecher die Bayerische Staatsmedaille in Gold.

Forstminister Helmut Brunner verleiht Prof. Dr. Gerd Wegener die Bayerische Staatsmedaille in Gold

Doppelspitze aus Wissenschaft und Praxis als Nachfolge von Prof. Wegener

Wegeners Nachfolger tritt eine Doppelspitze an, die gleichzeitig für Wissenschaft und Praxis sowie für Forst- und Holzwirtschaft steht. Die Wissenschaft repräsentiert Prof. Dr. Hubert Röder, der am Wissenschaftszentrum Straubing der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf die Betriebswirtschaftslehre Nachwachsender Rohstoffe lehrt. Nach einer Schreinerlehre hat Röder in München und Weihenstephan Forstwissenschaft studiert und dort auch promoviert. Anschließend war er selbständig tätig und als Senior-Consultant bei Pöyry dreizehn Jahre im Bereich Bioenergie aktiv. Der Unternehmer Xaver Haas hat die Führung seiner Firmengruppe 2013 an seine Kinder übergeben und konzentriert sich seither verstärkt auf Verbands- und Lobbyarbeit. Seit April 2015 ist Haas Präsident des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR) und hat die heuer vom DHWR vorgestellte „Roadmap Holzwirtschaft 2025“ federführend mit entwickelt.

Prof. Dr. Wegener übergibt die Schlüsselgewalt symbolisch an seine Nachfolger Xaver Haas und Prof. Dr. Hubert Röder

Agenda Forst und Holz in Bayern 2030 als Starthilfe und Richtschnur

Als Starthilfe und Richtschnur haben der Beirat der Cluster-Initiative und das Kuratorium des Branchenbündnisses proHolz Bayern den beiden neuen Sprechern eine eigene „Agenda Forst und Holz in Bayern 2030“ mit auf den Weg gegeben. Die Kernziele der Agenda sprechen die Branche, die Politik und schließlich die Cluster-Initiative
mit proHolz Bayern und den regionalen Netzwerken an. Die Branche ist aufgefordert, ihre Wettbewerbsfähigkeit durch erhöhte Innovationskraft und Wertschöpfung weiter zu steigern und ein starker Arbeitgeber vor allem im ländlichen Raum zu bleiben. Weiterhin soll die Ressourcen- und Energieeffizienz von Prozessen und Produkten stetig weiter verbessert werden.

Die Mitglieder des Cluster-Beirats und des Kuratoriums von proHolz Bayern gaben den beiden neuen Clustersprechern die Agenda Forst und Holz in Bayern 2030 als Starthilfe mit auf den Weg

Politik soll den Beitrag von Wäldern und Holz zum Klimaschutz anerkennen

Die Politik soll den gewichtigen Beitrag zum Klimaschutz von Wäldern und der Holznutzung anerkennen, sich für eine aktive Forstwirtschaft auf ganzer Fläche einsetzen und im öffentlichen Bauen Holz als Baustoff und Energieträger verstärkt verwenden. Zusammen mit proHolz Bayern und den regionalen Netzwerken soll die Cluster-Initiative durch konkrete Leitprojekte und Kommunikation die Innovationskultur der Branche weiterentwickeln. Daraus sollen zentrale Zielgruppen aus Gesellschaft und Politik von den Vorteilen einer aktiven und nachhaltigen Forstwirtschaft auf ganzer Fläche und einer gesteigerten Holzverwendung überzeugt werden.

Fotos: © Baumgart/ StmELF


Mittwoch, 26.10.2016

Bauen mit Holz fährt groß auf in Berlin

Berlin ist derzeit Schauplatz von zwei Ausstellungen zu den Potentialen des modernen Holzbaus.

Im Martin-Gropius-Bau läuft noch bis 15. Jänner 2017 die Schau "Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft". Zum Auftakt wird diese verstärkt durch die WOODBOX, eine komprimierte Form der großen Ausstellung, die bis 30. Oktober 2016 am Berliner Alexanderplatz stationiert ist. 

Berlin ist die mittlerweile 13. Station der international tourenden WOODBOX. proHolz Austria zeigt sie in verschiedenen europäischen Hauptstädten und macht an öffentlichen Plätzen auf die neuen Möglichkeiten von Bauen mit Holz insbesondere im urbanen Raum aufmerksam.In Berlin wird sie in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände und proHolz Bayern präsentiert. 

Anlass der Station Berlin, die nach Präsenzen auf den Messen "Grüne Woche" und "bautec" Anfang des Jahres heuer bereits zum zweiten Mal mit der WOODBOX angefahren wird, ist die große Ausstellung "Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft". Kurator Hermann Kaufmann hat diese gegenüber den gezeigten Versionen von 2011/12 in der Pinakothek in München und 2012/13 im Künstlerhaus in Wien aktualisiert und um neue Aspekte erweitert. Mit den ausgewählten, internationalen Beispielen zeitgemäßer Holzarchitektur bildet sie neueste Tendenzen in der Baukultur mit Holz ab. Schwerpunkte gelten der Klimaentlastung durch Holzbauten, dem urbanen Bauen mit Holz bis über die Hochhausgrenze hinaus und der Bedeutung von Laubholz als alternativer Holzart für Bauprodukte.

v.l.n.r.: proHolz Austria-Obmann Christoph Kulterer, Architekt Tom Kaden, proHolz Bayern-Vorsitzender Johann Koch, AGDW-Geschäftsführer Alexander Zeihe bei der Eröffnung der WOODBOX

Ökologisch, urban, vielfältig

Anhand von ökobilanzierten Holzgebäuden und Vergleichen mit simulierten Zwillingsbauten in herkömmlicher Bauweise werden die Klimaschutzeffekte von Bauen mit Holz aufgezeigt. Neben Neubauten werden in der Ausstellung nun erstmals auch sanierte Bestandsgebäude analysiert. Die Daten zeigen auch hier hohe CO2-Einsparungen. 69 Prozent Klimaentlastung etwa bringt die aus dem Jahr 1975 stammende und 2011 modernisierte Augsburger Peter-Schweizer-Grundschule, die Teil der Ausstellung ist. 

Ebenso thematisiert die Ausstellung die Entwicklung zum Hoch Bauen mit Holz und veranschaulicht sie unter anderem mit dem 18-geschossigen Studentenwohnheim Brock Commons in Vancouver, das aktueller Höhenrekordhalter ist. Holz im urbanen Kontext ist ein neues Kapitel der Ausstellung, das insbesondere Beispiele aus dem verdichteten Wohnbau zeigt - wie etwa der 7-geschossige Holz-Wohnbau in der Wagramer Straße in Wien. 

Die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten im digitalen Zeitalter visualisieren neue Projekte wie die Londoner Crossrail Station Canary Wharf oder der Kaeng Krachan Elefantenpark im Zoo Zürich. Nicht zuletzt trägt die Ausstellung auch der zunehmenden Bedeutung alternativer Holzarten Rechnung. Laubholz wird langsam, aber deutlich häufiger in den heimischen Wäldern. Am Beipiel der Tischlerei Mohr im Vorarlberger Andelsbuch wird der Einsatz eines neu entwickelten Buchen-Furnierschichtholz gezeigt.

WOODBOX reloaded

Die wichtigsten Neuerungen wurden auch in der WOODBOX, die ursprünglich als ein Ergebnis der Ausstellung entstanden ist und ein Konzentrat derselben darstellt, nachvollzogen. 

Die von Hermann Kaufmann gemeinsam mit Winfried Nerdinger von der Technischen Universität München kuratierte Ausstellung "Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft" wird im Martin-Gropius-Bau in Berlin in Kooperation mit dem Deutschen Architektur Zentrum DAZ gezeigt. Gefödert wird sie durch die DBU Deutsche Bundesstiftung Umwelt und weiteren Partnern.

Fotos: © Marius Thessenvitz


Sonntag, 17.10.2016

Waldbesitzertag Oberbayern 2016

Gelungener Auftritt von proHolz Bayern und mein Wald auf dem Waldbesitzertag Oberbayern

proHolz Bayern und die Initiative mein Wald informierten am Kirchweihsonntag, dem 16. Oktober, auf dem Waldbesitzertag Oberbayern in Maxlrain über die Notwendigkeit von Waldpflege und Holzverwendung für die regionale Wirtschaft, Klimaschutz und die Energiewende. Dazu wurde ein „Sägefahrrad“ aufgebaut, das vor allem bei jüngeren Besuchern äußert beliebt war. Bayerns Forstminister Helmut Brunner und Waldkönigin Anna-Maria Oßwald zeigten sich von der Idee und dem dahinterstehenden Konzept begeistert.

Auch Bayerns Forstminister Helmut Brunner durchtrennte mit dem Sägefahrrad einen Baumstamm und erhielt eine Tanne als Geschenk, die er in seinen Wald pflanzen wird.

Sägefahrrad erklärt spielerisch die Kreislaufwirtschaft

Um die Waldpflege und die damit verbundenen Vorteile z.B. im Hinblick auf den Klimaschutz zu veranschaulichen, haben proHolz Bayern und die Initiative mein Wald an ihrem Gemeinschaftsstand ein Sägefahrrad für die Besucher aufgebaut. Muskelkraft treibt über die Pedale eine Motorsägenkette an, die dann einen Holzstamm durchtrennt. Diese Anstrengung entspricht der für die Waldpflege notwendigen Waldarbeit. Die abgetrennte Scheibe symbolisiert den dadurch gewonnenen Rohstoff Holz. Die entstandene Lücke eines gefällten Baumes wird durch junge Bäume gefüllt. Deshalb erhielten die Besucher nach dem erfolgreichen Durchtrennen des Stammes eine junge Tanne als Geschenk, die im eigenen Wald gepflanzt werden kann.

Bei bestem Wetter durfte sich proHolz Bayern über viele Standbesucher freuen.

Nachhaltige Forstwirtschaft und Holzverwendung - eine Aufgabe für Generationen

Als Highlight des Tages stattete Bayerns Forstminister Helmut Brunner dem proHolz Bayern Stand einen Besuch ab. Die Idee hinter dem Sägefahrrad gefiel dem Minister sichtlich und so ließ er es sich nicht nehmen ebenfalls das Sägefahrrad zu benutzen. Auch die Waldkönigin Anna-Maria Oßwald durchtrennte mit dem Sägefahrrad einen Stamm. Ihr gefiel vor allem, dass so viele Kinder das Säge-Rad benutzten und ihnen so spielerisch die hohe Bedeutung von nachhaltiger Waldwirtschaft und Holzverwendung nähergebracht wird. Schließlich sei naturnahe Forstwirtschaft eine Aufgabe für Generationen.

Fotos: © proHolz Bayern


Montag, 10.10.2016

Willkommen im Wald des Allgäus

Erstes proHolz Bayern Waldschild im Allgäu aufgestellt

Nachhaltige Waldbewirtschaftung und Holzverwendung sind aktive Zukunftsvorsorge und die Grundlage artenreicher und stabiler Wälder, die unserer Landschaften prägen und von vielen Bürgern geschätzt werden. Mit der Aktion Waldschilder will proHolz Bayern den Waldbesuchern die Notwendigkeit von gezielten waldbaulichen Maßnahmen ins Bewusstsein rufen. Am Montag, den 10. Oktober wurde das erste Waldschild im Allgäu aufgestellt.

Die Ehrengäste der Veranstaltung v.l.n.r.: Hugo Wirthensohn, Ignaz Einsiedler, Landrat Anton Klotz, 1.Bürgermeister Gerhard Hock, Johann Koch, OB Kempten Thomas Kiechle, Peter Fickler.

Die Aufklärungsarbeit über die Forstwirtschaft wird immer wichtiger

Als Ehrengäste der Veranstaltung durfte proHolz Bayern Landrat Anton Klotz, den Oberbürgermeister der Stadt Kempten Thomas Kiechle, den 1. Bürgermeister der Gemeinde Durach, Gerhard Hock und den 1. Vorsitzenden der WBV Kempten Land und Stadt e.V, Ignaz Einsiedler begrüßen. Medienpartner der Vertanstaltung war der AVA-Agrar Verlag Allgäu aus Kempten.

Ignaz Einsiedler erklärte einführend warum sich die WBV Kempten Land und Stadt für das Aufstellen der Schilder entschieden hat: Aufklärungsarbeit bei der Bevölkerung sei wichtig, um die Nachlieferung von heimischen Holz dauerhaft zu sichern, so der Vorsitzende. Landrat Anton Klotz benannte den notwendigen Waldumbau in klimatolerante Mischwälder als “Herkulesaufgabe”, für die forstwirtschaftliche Eingriffe zwinged notwendig seien. “Um diese Maßnamen optimal durchführen zu können, ist es wichtig Akzeptanz für Waldpflege bei der Bevölkerung zu erreichen. Hierfür sind die Waldschilder von proHolz Bayern ein sehr gutes Medium”. Gerhard Hock nannte die proHolz Bayern Waldschilder einen ersten Fingerzeig für die steigende Bedeutung der Kommunikationsarbeit in der Forstwirtschaft. Seine Gemeinde habe zudem vor kurzem alle Waldwege sanieren lassen, um eine reibungslose Waldpflege zu gewährleisten. Der 1. Vorsitzende des Holzforums Allgäu, Hugo Wirthensohn, wies darauf hin, dass die Wälder in Bayern Teil der Kulturlandschaft sind und nur eine dauerhafte Bewirtschaftung diese Landschaft erhalten kann. Peter Fickler, 2. Vorsitzender des Holzforums Allgäu und Mitglied des Kuratoriums von proHolz Bayern, appellierte an Bauherren und kommunale Entscheidungsträger im Bauwesen vermehrt auf Holz zu setzen. “Holz aus einem bewirtschafteten Wald speichert CO2 für 100 Jahre und mehr”, so Fickler.

Ziel ist es, die Waldschilder flächendeckend über ganz Bayern zu verteilen. „Die Schilder sollen den Waldbesuchern vor Augen führen, dass eine nachhaltige Waldbewirtschaftung mit Verstand und Tatkraft uns heute diese tollen Waldbilder und vielen Waldfunktionen erleben und nutzen lassen.“, erklärt Johann Koch, Vorsitzender von proHolz Bayern.

Weitere Informationen und Bilder zu den einzelnen Aufstellungsorten finden Sie laufend aktualisiert hier

Das Waldschild "Wir pflegen. Sie erleben." begrüßt die Waldbesucher und gibt ihnen erste Informationen über Waldpflege und Holzverwendung.

Fotos: © proHolz Bayern


Montag, 03.10.2016

Wälder, Klima, Natur – ein bewirtschafteter Wald nützt allen

proHolz Bayern und mein Wald treten gemeinsam auf dem Schwäbischen Waldbesitzertag auf

proHolz Bayern und die Initiative mein Wald informierten am 03. Oktober, dem Tag der Arbeit, auf dem Schwäbischen Waldbesitzertag in Hawangen über die Notwendigkeit von Waldpflege und Holzverwendung für, die regionale Wirtschaft, Klimaschutz und die Energiewende.

Dr. Ines Heinrich zusammen mit dem Staatssekretär Franz-Josef Pschierer und Josef Ziegler, dem Präsdenten des Bayerischen Waldbauernverbandes am Sägefahrrad.

Sägefahrrad lässt Besucher Waldarbeit und Holzverwendung erleben

Um die Waldpflege und die damit verbundenen Vorteile z.B. im Hinblick auf den Klimaschutz zu veranschaulichen, haben proHolz Bayern und die Initiative mein Wald an ihrem Gemeinschaftsstand ein Sägefahrrad für die Besucher aufgebaut. Muskelkraft treibt über die Pedale eine Motorsägenkette an, die dann einen Holzstamm durchtrennt. Diese Anstrengung entspricht der für die Waldpflege notwendigen Waldarbeit. Die abgetrennte Scheibe symbolisiert den dadurch gewonnenen Rohstoff Holz. Die entstandene Lücke eines gefällten Baumes wird durch junge Bäume gefüllt. Deshalb erhalten die Besucher nach dem erfolgreichen Durchtrennen des Stammes auch eine junge Tanne als Geschenk, die im eigenen Wald gepflanzt werden kann. Auch der Ehrengast und Schirmherr des Waldbauerntages, Staatssekretär Franz-Josef Pschierer, ließ es sich nicht nehmen das Sägefahrrad auszuprobieren und war begeistert von diesem Konzept und der Idee des Sägefarrads.

Ein bewirtschafteter Wald nützt allen.

Schirmherr des Schwäbischen Wadlbesitzertages, Staatssekretär Franz-Josef Pschierer, zeigte sich von der Idee und dem dahinter stehenden Konzept begeistert. Beim Besuch des proHolz Bayern Standes zusammen mit dem Präsidenten des Bayerischen Waldbesitzerverbandes, Josef Ziegler, setzte er sich gleich auf das Sägefahrrad um sich für seinen Wald eine junge Tanne zu "erradeln". Ein bewirtschafteter Wald besitze weitreichende Vorteile, von denen viele Menschen direkt oder indirekt profitieren, war die einhellige Meinung beider Ehrengäste.

Auch die Waldprinzessin Manja Rohm ließ es sich nicht nehmen eine Stammscheibe mit dem Sägefahrrad abzutrennen. Ihr gefiehl vor allem, dass das Sägefahrrad von vielen Kindern benutzt wurde und so Waldpflege der nächsten Generation näher gebracht wurde. Denn Forstwirtchaft wird immer eine Aufgabe über Generationen hinweg sein.

Auch die Waldprinzessin Manja Rohm durchsägte mit dem Sägefahrrad einen Stamm.

Fotos: © proHolz Bayern


Donnerstag, 22.09.2016

Regionaltage 2016 - Interessante Einblicke zum Thema Bauen mit Holz

Holzbautag in Wenzenbach war gut besucht

In der erst vor wenigen Wochen in moderner Massivholzbauweise errichteten evangelisch-lutherischen Dietrich-Bonhoeffer-Kirche in Wenzenbach tauschten sich zahlreiche interessierte Besucher mit Fachleuten aus der Holzbranche, Planern und Vertretern der Kommunalpolitik unter dem Motto „Aus der Praxis. Für die Praxis. aus. Unter den Gästen waren der stellvertretende Landrat Willibald Hogger, Regensburgs Bürgermeister Jürgen Huber, Johannes Maag vom Holzforum Regensburger Land, Pfarrer Arne Schnütgen sowie Hermann Blumer. Der Schweizer ist mit seiner Firma Creation Holz AG seit vielen Jahren als Planer im Holzbau tätig und berichtete in einem Vortrag über seine Projekte, die Chancen des Holzbaus und dessen Fortschritt in den vergangenen Jahren. Die Besucherinnen und Besucher nahmen vorab an einer Führung durch das Gebäude teil. Pfarrer Schnütgen, Architekt Sebastian Thiemann und Thomas Semmler, Geschäftsführer der Semmler Holzbau GmbH, beantworteten dabei konkrete Fragen der Teilnehmer direkt am Objekt.

Bei einer Führung durch das Holzgebäude wurden die Fragen der Besucher ausführlich beantwortet.

Holzbau etabliert sich immer mehr

Der stellvertretende Landrat Willibald Hogger betonte bei der Begrüßung der Gäste, dass im Landkreis Regensburg die wertvolle Ressource Holz als nachhaltiger Baustoff immer beliebter werde. „Der Holzbau etabliert sich als Baustoff auch bei öffentlichen Gebäuden in unserem Landkreis immer mehr; wie zum Beispiel beim Erweiterungsbau am
Gymnasium in Lappersdorf oder beim geplanten neuen Kreisbauhof , so der stellvertretende Landrat. Er verwies darauf, dass „sich Holzhäuser in immer mehr Baugebieten etablieren . Derzeit liege der Anteil von Holzhäusern in der Region bei etwa 20 Prozent. „Der eingeschlagene Weg sollte konsequent und erfolgreich weiterverfolgt werden , so der stellvertretende Landrat.

Hermann Blumer unterstrich in seinem Vortrag die Zukunftsfähigkeit des Baustoffes Holz.

Die Entwicklung des Holzbaus steht nicht still

Dass die Entwicklung im Holzbau nicht still steht, unterstrich auch Fachmann Hermann Blumer von der Creation Holz AG. Er realisiert inzwischen Bauvorhaben, „die man sich vor 15 bis 20 Jahren nicht vorstellen konnte. Der Schweizer ist überzeugt: „In Zukunft wird Holz der Richtwert einer nachhaltigen Ressourcenpolitik“. Durchschnittlich wachse pro Kopf ein Kubikmeter Holz im Jahr nach, den man nutzen könne, um im ökologischen Gleichgewicht zu bleiben, plädierte er für die Nutzung des nachhaltigen Rohstoffs. 

Regensburgs Bürgermeister Jürgen Huber verwies darauf, dass jeder genutzte Kubikmeter Holz mit einer C02-Einsparung von einer Tonne verbunden sei. Er forderte ein Umdenken angesichts der Tatsache, dass „40 Prozent aller C02-Produktionen auf die Bauwirtschaft entfallen .

Fotos: © proHolz Bayern


Mittwoch, 21.09.2016

Wir und unser Holz: Forst- und Holzbranche präsentiert sich im Festzelt Tradition

Forstminister Brunner und Branchenvertreter aus Bayern und Österreich bauen gemeinsam ein Hühnerhausmodell aus Holz

Am Mittwoch, den 21.09., fand der Waldbauerntag auf dem Bayerischen Zentral-Landwirtschaftsfest statt. Der Bayerische Bauernverband und proHolz Bayern konnten zahlreiche Vertreter der Forst- und Holzbranche im Festzelt Tradition begrüßen. In einer Talkrunde diskutierten Staatsminister Helmut Brunner, Rudolf Rosenstatter (Vorsitzender Forst-Holz-Papier Österreich), Xaver Haas (Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks) und Josef Ziegler (Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes e. V.) unter dem Motto „Bauen mit Hoiz – de Viecher gfoit’s“ über den Einsatz von Holz im landwirtschaftlichen Bauwesen. Krönender Abschluss des Tages war die Verlosung des proHolz Bayern Holz-Hühnerhauses.

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion bauen das Modell des proHolz Bayern Hühnerhauses zusammen.

Holz – ein heimisches Produkt mit langer Tradition

Ein Schwerpunkt des ZLF liegt auf der Präsentation und Stärkung der heimischen Landwirtschaft und deren Produkte. Zunächst mögen einem dazu Gemüse, Obst, Fleisch und Backwaren einfallen. Doch auch Holz ist, obwohl man es nicht essen kann, ein Produkt aus regionaler Landwirtschaft. Über 60 Prozent von Bayerns Wäldern sind im Besitz von privaten Waldbesitzern. Seit Jahrhunderten wird der Wald von ihnen bewirtschaftet und das daraus gewonnene Holz von regionalen Betrieben zu verschiedensten Produkten weiterverarbeitet. Von zentraler Bedeutung ist das Bauen mit Holz, wie dies für die Landwirtschaft beispielhaft am ZLF-Milchviehstall aus heimischen Holz zu sehen ist. Die gesamte Wertschöpfung bleibt dabei in der Region. Aus diesem Grund widmen der Bayerische Bauernverband und proHolz Bayern der bayerischen Forst- und Holzwirtschaft einen ganzen Tag auf dem Zentral-
Landwirtschaftsfest.
 
Der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes, Walter Heidel, brach eine Lanze für die umfassenden Leistungen nachhaltiger Forstwirtschaft und Holzverwendung. Klima-angepasste, produktive Forstwirtschaft und die vermehrte Nutzung von Holz in langlebigen Produkten ist ein hervorragender Beitrag für den Klimaschutz und den Erhalt unserer vielfältigen, multifunktionalen Wälder. „Das Thema des ZLF heißt ‚Landwirtschaf(f)t Heimat‘. Heute muss es aber heißen: ‚Forstwirtschaf(f)t Heimat‘. Setzen Sie auf das Cluster Forst und Holz, dann können Sie die Klimaschutzziele erreichen“, appellierte der Bauernverbandspräsident an die politischen Verantwortlichen.

Talk im Wald zum Thema „Bauen mit Hoiz – de Viecher gfoit’s“.

Auf der Bühne im Festzelt Tradition diskutierten in der Talkrunde „Talk im Wald“ Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, Rudolf Rosenstatter, Xaver Haas und Josef Ziegler über den Einsatz von Holz in der Landwirtschaft. Dabei wurde einmal mehr deutlich, dass Holz der ideale Baustoff für die Landwirtschaft ist. Bereitgestellt auf kurzen Wegen, schont es Ressourcen und verkürzt die Bauzeit. Forstminister Brunner bestärkte dies in seinem Eingangsstatement: „Holz trägt zum Wohlbefinden der Menschen bei und stärkt die Wirtschaft. Holz ist für die Zukunft von Bayern als Industrie-, Agrar- und Innovationsland von herausragender Bedeutung. Schützen durch Nutzen auf derselben Waldfläche ist und bleibt dabei das Motto für Bayern“. In das gleiche Horn stieß Rudolf
Rosenstatter: „Holz ist ein besonderer Baustoff, der Ökonomie und Ökologie vereint. Bayern und Österreich müssen zusammenarbeiten, um diesen tollen Baustoff nach vorne zu bringen.“ Xaver Haas warb für Holz als wirtschaftlichsten Baustoff in der Landwirtschaft. „Wer nicht zu seinem Rohstoff steht, ist nicht authentisch. Unsere ländlichen Regionen sehen einfach schöner aus, wenn sie durch Holzbauten geprägt sind“, appellierte Josef Ziegler an die Waldbauern, ihren Rohstoff auch im eigenen Betrieb zu verwenden.

Die Redner bekamen von proHolz Bayern Holz-Hühner überreicht.

Prämiertes Hühnerhaus geht nach Schwaben

Im Anschluss an die Diskussion zogen die Waldkönigin Anna-Maria Oswald und die Waldprinzessin Manja Rohm den Gewinner der proHolz Bayern Hühnerresidenz. Das Hühnerhaus aus individueller Holzbauweise, das auch schon den bayerischen Holzbaupreis gewann, wird zukünftig in Schwaben stehen. Mit der Verlosung dieses außergewöhnlichen Holzbaus will proHolz Bayern den Baustoff Holz bewerben und wieder mehr in das Bewusstsein potentieller Bauherren rücken.  
 
Das ZLF hat noch bis einschließlich 25.09. geöffnet. proHolz Bayern wird auch darüber hinaus noch bis zum Ende des Oktoberfestes am 03.10. mit der mobilen Ausstellung schauholz und dem Waldfühlpfad am ZLF Dorfplatz vertreten sein.

Fotos: © proHolz Bayern


Mittwoch, 17.08.2016

Wer hat das Sagen im Wald - Der Wald im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und globaler Herausforderung

Der zweite Allgäuer Holztag trifft den Nerv

Rund 220 Besucher bei der 2. Fachtagung des Holzforum Allgäu am 17.08.2016
 
Multifunktionalität trifft auf Biodiversität. Der Wald musste noch nie so viel leisten wie  heute.  Klimawandel,  nachhaltiges  Wirtschaften,  globale Märkte,  verstärkte Erholungsnutzung, Jagd, Öffentlichkeitsarbeit sowie vieles mehr. Jeder  nutzt  den  Wald  für  seine  Zwecke,  dabei  ist  er  kein  Gemeingut. Es gibt Eigentümer und dieses Eigentum verpflichtet.

Im  Wald  dreht  sich  alles  um  wirtschaftliche  Leistungsfähigkeit,  ökologische Verantwortung und soziale Gerechtigkeit. Bereits vor über 300 Jahren war sich der Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz sicher: „Der schnelle Profit zerstört den Wohlstand“. Nur wer nachhaltig wirtschaftet, werde dauerhaft Erträge ernten können. Doch wie kann alles unter einen Hut gebracht werden und vor allem: wer ist dafür verantwortlich?

Eine  Frage,  die  zwar  eindeutig  beantwortet  werden  kann,  dennoch  aber keineswegs bekannt ist, geschweige denn akzeptiert wird. Das Holzforum Allgäu lud deshalb Josef Ziegler, Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbands, Ulrike Müller, MdEP, und Prof. Dr. Andreas Bitter, Vorsitzender von PEFC Deutschland e.V., nach Kempten ins Kornhaus ein um Licht ins Dickicht zu bringen.

Dr. Andreas Bittner (PEFC Deutschland), Ulrike Müller (MdEP) und Josef Ziegler (Bayerischer Waldbesitzerverband) v.l.n.r. Die Referenten fanden deutliche Worte für die Stärkung des Waldeigentums.

Der Öffentlichkeit wird oft ein falscher Eindruck vermittelt.

Josef Ziegler fand gleich zu Beginn eindeutige Worte: „Die Mehrheit interessiert sich überraschend wenig für den Wald. (…) Und leider ist der Wald auch eine ideale Projektionsfläche  für  diejenigen,  die  sich  als  Gegenpol  zu  ihrer  urbanen Lebenswirklichkeit nach einer heilen Welt sehnen und deshalb den Wald als eine Art  mentale  Kompensationsfläche  missbrauchen,  mit  dessen  Schutz  man  das eigene  schlechte  Gewissen  etwas  erleichtern  kann“.  Es  gelinge  daher  immer wieder der Öffentlichkeit einen falschen Eindruck zu vermitteln. Dazu zählt er auch die  aktuelle  Suche  des  Bundesamts  für  Naturschutz  nach  Wildnis-  und Wildnisentwicklungsgebieten. Unentwegt  wird  Einfluss  auf  die  Bewirtschaftung genommen  und  dabei  sei  es  „schon  befremdlich,  wie  locker  und  ohne Berührungsängste man in diesem Zusammenhang die Enteignung ins Spiel bringt“ Doch damit müsse Schluss sein, so Ziegler. Der Waldbesitzer muss seine Interessen und  Rechte  stärker  vertreten. Er muss seine Leistung erklären und in die Öffentlichkeit  tragen. Kurzum: Der Waldbesitzer muss aktiver werden! Nur so könne das Eigentumsrecht im Wald gestärkt werden.

Hugo Wirthensohn, 1. Vorsitzender des Holzforum Allgäu e.V., forderte aktive Aufklärung darüber wer das Sagen im Wald hat.

Einfluss von NatuUmwelt- und Naturschutzorganisationen steigt immer mehr.

Eine Kerbe in die auch MdEP Ulrike Müller schlägt. Die Oberallgäuer Freie Wähler Europaabgeordnete spricht dabei aus eigener Erfahrung. Der Einfluss von Natur- und Umweltschutzorganisationen zeige sich auch auf europäischer Ebene immer deutlicher.  Dies läge aber vor allem daran,  dass diese Organisationen überaus aktiv seien, wenn es darum geht, ihre Interessen durchzusetzen. Eine Eigenschaft, die den Privatwaldbesitzern oftmals noch abgeht. „Das Nichtwissen über die Rolle des Waldes und deren Besitzer überrascht mich immer wieder“. Zudem herrsche „Misstrauen gegenüber der Art, wie wir als Waldeigentümer und Bewirtschafter unsere Wälder nutzen“. Ein Umstand, der dringend geändert werden müsse. An aufklärenden  Grundsatzdiskussionen  führe  dabei  kein  Weg  vorbei.  Die Wertschätzung und Wahrung des Eigentumsrechts müsse wieder vorangetrieben werden.

 

Die Ehrengäste des Allgäuer Holztages.

Zertifizierung von Holzprodukten als Imageförderung und Aufklärung.

Dr.  Andreas  Bitter  zeigte  anhand  des  Beispiels  PEFC  auf,  wie  eine  mögliche Strategie aussehen könnte. Eine Zertifizierung von Holzprodukten mit regionaler Herkunft könne bei deutlicher Sichtbarkeit imagefördernd und aufklärend sein. Dabei  stützt  er  sich  unter  anderem  auf  eine  von  proHolz  Bayern  aufgegebene Umfrage,  in  der  zum  Beispiel  gefragt  wurde:  „Sind  Sie  der  Meinung,  dass zugunsten weiterer Naturschutzgebiete auf die Nutzung von einheimischen Holz verzichtet  und  stattdessen  Holz  aus  dem  Ausland  bezogen  werden  soll?“.  75% beantworteten diese Frage mit Nein. Bitter zieht ein klares Fazit: Man müsse den gesellschaftlichen  Wertewandel  und  das  positive  Landimage  ausnutzen. Das Erfolgsmodell Multifunktionale Forstwirtschaft muss in die Öffentlichkeit getragen werden.

Hugo Wirthensohn, 1. Vorstand des Holzforum Allgäu und selbst Waldbesitzer gab den Rednern  Recht.  Viel  zu  lange  sei  zu  wenig  geschehen. Nun sei aktive Aufklärung gefordert um aufzuzeigen, wer das Sagen im Wald hat.

Unterstützt  wurde die Veranstaltung durch das BayStMELF  (Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) und proHolz Bayern.

Fotos: © Holzforum Allgäu e.V.


Montag, 13.06.2016

Fleißig und naturnah, kooperativ und organisiert

Ameisen als Botschafter der Forst- und Holzwirtschaft auf der KWF-Tagung

proHolz Bayern geht neue Wege: Erstmals präsentierte sich das Branchenbündnis auf der weltgrößten Forsttechnik-Messe vom 9. bis 12. Juni 2016 in Roding (Oberpfalz). Am Stand B3-413, Marktplatz Forst & Holz, wurden auch komplett neue Strategien im Marketing erfolgreich erprobt: Gemeinsam mit einem Ameisenstaat, gespielt von der Schauspielgruppe „Theater Pikante“, wurde auf eingängige Weise der Slogan „Wir wirtschaften mit der Natur“ umgesetzt. Eine originelle Endlosfaltkarte brachte den Messebesuchern näher, wofür das Branchenbündnis proHolz Bayern steht: die Unterstützung nachhaltiger Forstwirtschaft und verstärkte Nutzung von Holz. Zudem waren die beiden neuen Plakate „Das Runde wird zum Eckigen“ und „Unser Wald. Unsere Verantwortung“ sowie die drei aktuellen Waldschilder von proHolz Bayern zu sehen

Die proHolz Bayern Waldameisen am Messestand.

Warum ausgerechnet Waldameisen?

Doch warum setzen Waldameisen den proHolz Bayern Slogan „Wir wirtschaften mit der Natur“ in Szene? Das hat mehrere Gründe. Zum einen erwächst die Stärke eines Ameisenstaates aus der koordinierten Arbeit der Gemeinschaft. Nicht anders ist es in der Forst- und Holzbranche: Um beispielsweise ein Holzhaus zu bauen, kann der einzelne Akteur der Wertschöpfungskette wenig bewirken: wenn dagegen alle zusammenarbeiten, profitieren auch alle. Ein Holzbaubetrieb benötigt Schnittholz aus einem Sägewerk, dieses wiederum benötigt Rundholz als Rohstoff. Hier müssen Zimmerer, Säger und Waldbesitzer quasi wie Waldameisen entlang der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten. Genau dafür steht proHolz Bayern. Das Ziel ist, alle Beteiligten der Wertschöpfungskette an einen Tisch zu bringen und die daraus entstehenden Synergieeffekte effektiv zu nutzen.

Auch Forstminister Helmut Brunner war von den Waldameisen als Botschafter für eine naturnahe Forstwirtschaft begeistert.

proHolz Bayern fördert die Verwendung von Holz aus heimischer Forstwirtschaft.

Die Verwendung von Holz aus nachhaltiger, heimischer Forstwirtschaft im Bauwesen zu fördern, ist ein weiterer Punkt, für den proHolz Bayern einsteht. Auch hierfür waren die Waldameisen gute Paten, denn deren Bauten bestehen aus Holz und anderen Naturmaterialien aus ihrer Umgebung. Zudem sorgen sie als wichtiger Teil des Ökosystems dafür, dass der Wald nachhaltig gesund und stabil bleibt – sie wirtschaften mit der Natur.  Die Ameisen sind für Johann Koch, den Vorsitzenden von proHolz Bayern, der perfekte Botschafter und ein gutes Sinnbild für die Branche Forst Holz Papier. „Waldameisen sind fleißig und können gemeinsam Gewaltiges leisten. Aber sie stehen genauso für naturnahe Forstwirtschaft“.

Die 17. KWF-Tagung war nicht nur für proHolz Bayern ein voller Erfolg. Auch die zahlreichen Vertreter der bayerischen, deutschen und internationalen Forstbranche waren vollends zufrieden. Viele
Waldbesitzer und Forstzusammenschlüsse informierten sich über neuste Entwicklungen bei der
Forsttechnik. Auf den Fachexkursionen wurden erfolgreiche, schonende und angepasste Arbeitsverfahren
vorgestellt, denn eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder ist der Grundstein für unsere
multifunktionale Forstwirtschaft.

Weitere Impressionen und ein Video zum Auftritt von proHolz Bayern auf der KWF-Tagung finden Sie hier.

Fotos: © proHolz Bayern


Donnerstag, 28.04.2016

Exakte Planung – gelungener Holzbau

Fachvortrag "Moderner Holzbau - Anmerkungen eines Prüfingenieurs" bildete den Abschluss der Veranstaltungsreihe "Holzbau Kompakt".

Mit den „Anmerkungen eines Prüfingenieurs zum modernen Holzbau“ endete am 28.04. die Veranstaltungsreihe „Holzbau Kompakt“, die von proHolz Bayern und dem Holzforum Allgäu im Jahr 2016 erstmals an der Hochschule Kempten durchgeführt wurde.

Mit Dipl.-Ing. Markus Bernhard gewannen die Veranstalter von „Holzbau Kompakt“ einen der profiliertesten Prüfingenieure für Holz- und Metallbau in Bayern. So besuchten über 40 Teilnehmer seinen Fachvortrag, in dem er mit einer Mischung aus Humor und praktischen Ratschlägen von seinen Erfahrungen als Prüfingenieur berichtete. In dieser Funktion kontrolliert Bernhard im Auftrag der Bauaufsichtsbehörden die Standsicherheitsnachweise, die beim Bau zu führen sind auf Vollständigkeit und Richtigkeit und begleitet schließlich auch die Bauausführungen.

Dipl.-Ing. Markus Bernhard berichtete mit einer gelungenen Mischung aus praktischen Ratschlägen und Humor von seinen Erfahrungen als Prüfingenieur

„Beachtet die rechtlichen Regeln!“

Die große Bitte vom Markus Bernhard: Die Beachtung aller Bauvorschriften und das gewissenhafte Führen der Verwendbarkeitsnachweise, auch wenn das immer aufwendiger und schwieriger würde. Außerdem wies er darauf hin, dass im Moment auf europäischer Ebene neue Vorschriften erarbeitet werden, die voraussichtlich ab Oktober gelten sollen. Die Details dazu sind zwar noch nicht bekannt, klar ist nach Ansicht Bernhards aber, dass der Dokumentation in allen Phasen – Planung, Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung – eine größere Bedeutung zukommen werde. Letztendlich gehe es immer darum, eine mögliche Haftung auszuschließen.

Der Referent Dipl.-Ing. Markus Bernhard bat die Zuhörer trotz aller Schwierigkeiten alle Bauvorschriften zu beachten und Verwendbarkeitsnachweise gewissenhaft zu führen.

Eine Holzkirche für Holzkirchen

Im Holzbau, wie bei anderen Bauweisen auch, ist eine exakte Planung extrem wichtig, um spätere Schwierigkeiten zu vermeiden. Denn bereits Kleinigkeiten können während des Baus erhebliche Probleme nach sich ziehen, die dann auch hohe Kosten bedeuten können. Mit teilweise drastischen Beispielen aus der Praxis untermauerte Markus Bernhard seine Erfahrungen. Er betonte, dass bereits im Vorfeld des Baus eine gute Kommunikation zwischen allen Beteiligten – Architekt, Tragwerksplaner, Prüfingenieur, Holzbauer usw. - unabdingbar sei, um den Bau erfolgreich abzuschließen. So sind schließlich Konstruktionen in Holzbauweise möglich, die ursprünglich als nicht machbar eingestuft worden wären. In Holzkirchen beispielsweise wird derzeit eine Kirche in Holzbauweise geplant und entworfen. Auf das Ergebnis der innovativen Holzkonstruktion, insbesondere auf die Lösung der Standsicherheitsvorgaben warte der Prüfingenieur mit großer Zuversicht und Spannung.

Holzbau Kompakt - ein klarer Erfolg der fortgesetzt werden muss

Mit den Anmerkungen des Prüfingenieurs Markus Bernhard fand „Holzbau Kompakt“ am 28.04. einen gelungenen Abschluss. Insgesamt nahmen an der Veranstaltungsreihe über 250 Interessenten teil. Für Josef Ambros, Obermeister der Zimmerer-Innung Ostallgäu, ist das ein klarer Erfolg, der im Jahr 2017 mit weiteren Fachvorträgen zum Thema Holzbau fortgesetzt werden müsse.

Fotos: © Florian Wackenhut


Donnerstag, 21.04.2016

Holzbau muss sich nicht verstecken

Fachvortrag "Schallschutz im Holzbau" traf den Nerv der Teilnehmer

Mit dem Fachvortrag zum Thema „Schallschutz im Holzbau“, der im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Holzbau Kompakt. Aus der Praxis für die Praxis.“ in der Hochschule Kempten stattfand, trafen die Initiatoren proHolz Bayern und das Holzforum Allgäu den Nerv der Teilnehmer.

Erzielt eine Holzbaukonstruktion genauso gute Schallschutzwerte wie Bauten mit anderen Materialien? Kann Holz bei der Schalldämmung mithalten? Diese und weitere Fragen konnte Dipl.-Ing. Gerhard Hilz am Donnerstag Abend eindeutig beantworten: „Ja!“ so der Schallschutzexperte. Seit über 20 Jahren befasst er sich mit dieser Thematik und engagiert sich sowohl in der Erforschung und Produktentwicklung von Schallschutzmaßnahmen. Dabei hat Gerhard Hilz als stellvertretender Obmann des Ausschusses DIN 4109 maßgeblich an einer Aktualisierung dieser Schallschutznorm im Hochbau mitgearbeitet, die im Sommer dieses Jahres vorgestellt werden soll. Die DIN 4109 regelt die Mindestanforderungen für den baulichen Schallschutz im Hochbau und wurde zuletzt 1989 angepasst. Eine Aktualisierung ist auch dringend nötig, nicht zuletzt aufgrund der massiv gestiegenen Holzbauquoten im vergangenen Jahrzehnt und der immer weiter verbesserten Holzbaumaterialien

Dipl.-Ing. Gerhard Hilz traf mit seinem Vortrag "Schallschutz im Holzbau" den Nerv der Teilnehmer.

"Der Kunde muss wissen, was er bekommt"

Der neue Baukastenkatalog DIN 4109 biete nun ein aktuelles und umfangreiches Rechenverfahren für alle üblichen Bauarten an. Wer nun einen Wohnungsbau plane, könne auf wissenschaftlich belegte Schallschutzwerte für verschiedene Baustoffe und deren Kombinationen zurückgreifen. Da Lärm immer häufiger als lästig und störend wahrgenommen werde, sei insbesondere auch die Aufklärung des Kunden, des Häuslebauers, zum Thema Schallschutz wichtig, sagt Gerhard Hilz

Der Hörsaal der Hochschule Kempten war auch am dritten Abend der Veranstaltungsreihe "Holzbau Kompakt" gut besucht.

"Holzbauweise muss sich nicht vor anderen Baustoffen verstecken!"

Die wissenschaftlichen Forschungen brachten klare Ergebnisse. Mit Holzbaukonstruktionen sind die vorgegebenen Werte der Luftschalldämmung nach DIN 4109 ohne Probleme einzuhalten, vielmehr erreicht man damit auch schon erhöhte Schallschutzrichtwerte. So bieten sich Holzbaukonstruktionen in Sachen Schallschutz zum Beispiel hervorragend dafür an, eine Dachgeschoß-Aufstockung durchzuführen. Ein Aspekt, der auch in Anbetracht mangelnder Bauflächen nicht zu vernachlässigen ist.

Der Referent Dipl.-Ing. Gerhard Hilz zusammen mit Peter Fickler, 2. Vorsitzender des Holzforums Allgäu

"Forschen, forschen, forschen"

Trotz guter Werte für den Holzbau in Sachen Schallschutz ist es für den Experten kein Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. „Man könne schließlich immer besser werden.“ Sein Fazit lautet daher: möglichst viele Erfahrungen mit Holzbau sammeln und diese wissenschaftlich für weiteren Fortschritt nutzen.

Den Abschluss der Veranstaltungsreihe „Holzbau Kompakt“ von proHolz Bayern und dem Holzforum Allgäu bildet am Donnerstag, den 28. April der Vortrag „Der moderne Holzbau – Anmerkungen eines Prüfingenieurs“ von Dipl-Ing. Markus Bernhard. Beginn in der Hochschule Kempten ist um 18 Uhr. Anmeldeformular und weitere Informationen finden Sie auf www.proholz-bayern.de

Fotos: © Florian Wackenhut


Donnerstag, 14.04.2016

Brandschutz bewegt – Brandschutz interessiert!

Großer Teilnehmeransturm zum Thema „Brandschutz und Holzbau – kein Widerspruch!“

„Holzhäuser brennen nicht öfter als konventionelle Bauten!“ - so die Analyse des Brandschutzexperten Dr. Michael Merk von der Technischen Universität München am 14. April an der Hochschule in Kempten. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Brand komme, hänge beispielsweise vielmehr von der Nutzungshäufigkeit eines Objekts ab. Ein großer Vorteil von Holz: Im Brandfall schütze es sich durch die entstehende Kohleschicht selbst, was den Abbrennprozess deutlich verlangsamt. Zwar sei der Schaden bei konventionellen Bauten im Regelfall geringer, Holzbauten seien aber genauso sicher, wie mit zahlreichen Untersuchungen gezeigt wurde

Das Thema Brandschutz ist von großem Interesse in der Branche. Über 90 Interessierte nahmen teil.

Mit gründlicher Planung zum Erfolg

Die Entwicklung des Holzbaus geht inzwischen auch in Richtung mehrgeschossiger Häuser. Auch hier werden die Vorteile von Holzkonstruktionen immer deutlicher. In Sachen Ökologie und Nachhaltigkeit ist Holz anderen Baustoffen deutlich überlegen. Je größer aber das Bauvorhaben, umso wichtiger wird bei Holzbauten der Brandschutzaspekt. Der Fokus bei einem derartigen Projekt müsse daher auf einer gründlichen Planung liegen. Trotz mancher Schwierigkeit ist für Dr. Michael Merk aber klar: Geht nicht – gibt’s nicht! In seinem detaillierten Vortrag erläuterte er knapp 90 Teilnehmern – vorwiegend Architekten und Holzbauer – welche spezifischen Probleme, z.B. brennbare Dämmstoffe oder brandsichere Elektroinstallationen, in Sachen Brandschutz bereits bei der Planung beachtet werden müssen und in welchem rechtlichen Rahmen man sich hier bewegt.

Dr. Michael Merk hielt einen spannenden Vortrag über Branschutz im Holzbau

Moderne Lösungen sind möglich

Mit seinen intensiven Forschungen am Lehrstuhl für Holzbau und Baukonstruktion der Technischen Universität München verbesserte und modernisierte Michael Merk in den letzten Jahren kontinuierlich die vorhandenen, mitunter doch recht komplizierten Richtlinien, die bei Holzbaukonstruktionen beachtet werden müssen. Mit anschaulichen Fotos von brandschutztechnischen Versuchen im Labor präsentierte Merk zahlreiche Vorschläge, die sich in der Praxis weit besser bewähren als die bisherigen Richtlinien. Sein Fazit und seine Botschaft: „Praxistaugliche Lösungen sind möglich, während der Brandschutz gewährleistet ist.“  
Am Donnerstag, den 21.04.2016, um 18 Uhr geht die Veranstaltungsreihe „Holzbau Kompakt“ in die dritte Runde. Dipl.-Ing. Gerhard Hilz referiert dann zum Thema „Schallschutz im Holzbau“. Weitere Informationen und ein Anmeldeformular finden Sie auf www.proholz-bayern.de

Weitere Termine - Holzbau Kompakt an der Hochschule Kempten

21.04.2016   18:00 Uhr  „Schallschutz im Holzbau“ Dipl.-Ing. Gerhard Hilz

28.04.2016   18:00 Uhr „Der moderne Holzbau – Anmerkungen eines Prüfingenieurs“ Dipl.-Ing. Univ. Markus Bernhard

Fotos: © Florian Wackenhut


Donnerstag, 07.04.2016

Nichts ist unmöglich – Holz löst die Probleme schnell und nachhaltig!

Auftakt zur Veranstaltungsreihe "Holzbau Kompakt" in Kempten

Ein Fachvortrag zum Thema „Faszinierendes Bauen mit Holz“ von Hermann Blumer bildete am 7. April den Auftakt zu Veranstaltungsreihe „Holzbau Kompakt“, die im April erstmals im Allgäu an der Hochschule in Kempten stattfindet. Gemeinsam mit dem Holzforum Allgäu e.V. bringt die Initiative proHolz Bayern dieses Format in die Region.

 

Dipl.-Bauing. Herman Blumer begeisterte die Zuschauer mit einem spannenden und kurzweiligen Vortrag.
Dipl.-Bauing. Herman Blumer begeisterte die Zuschauer mit einem spannenden und kurzweiligen Vortrag.

Besuch des Holzprofis aus der Schweiz

Er gilt als großer, zukunftsweisender Visionär in Sachen Holzbau, auch wenn sein bescheidenes Auftreten anderes vermuten lässt. Bauingenieur Hermann Blumer aus der Schweiz eröffnete mit seinem Vortrag an der Hochschule Kempten die Reihe „Holzbau Kompakt“. Sein Thema: Faszinierendes Bauen mit Holz. Über 40 Teilnehmer kamen in den Hörsaal 103 W der Hochschule Kempten, um den Ausführungen des Referenten zu folgen, der mit kleinen Anekdoten und feinsinnigem Humor einen Einblick in seine Arbeit gewährte. An Beispielen aus aller Welt zeigte Hermann Blumer, welche Möglichkeiten und Potenziale der moderne Holzbau heute bietet. Unrealistisch und kühn seien die ersten Planungen mit Holzkonstruktionen oft, meint der Bauingenieur, der sich dabei beispielsweise an einen Entwurf für einen Golfclub in Südkorea erinnert. Bei dieser schwierigen Dachkonstruktion sei vor allem die Statik problematisch gewesen. Mit Teamgeist, Schwarmintelligenz und Kreativität wurde dieses Projekt aber letztendlich ein großer Erfolg. Für Blumer ein Beweis dafür, dass mit Holzkonstruktionen sehr viel möglich ist. Ähnliches gilt für ein Museum in Holzbauweise, das im US-amerikanischen Aspen entstand. Das größte Problem: die sicheren Verbindungen der Holzkonstruktionen untereinander. Viel Tüftelei und Ausprobieren sorgten aber auch hier für einen erfolgreichen Abschluss der Arbeiten.

Markus Blenk von proHolz Bayern führte als Moderator durch den Abend.

Umwelt und Nachhaltigkeit

Neben spannender Optik und ungewöhnlichen Konstruktionen komme hinzu, dass die Nutzung von Holz im Baugewerbe bei der Schonung der Umwelt helfe, sagt der Experte. Zwei Drittel aller Ressourcen der Erde würden im Baugewerbe verbraucht. Dabei habe Holz den unschlagbaren Vorteil, dass es einfach so nachwachse und Kohlendioxid binde. „Holz löst die Probleme schnell und nachhaltig.“ Außerdem verbrauche Holz im Vergleich zu anderen herkömmlichen Baustoffen wie Stahl und Beton deutlich weniger Energie bei der Erzeugung, da dafür weder chemischen Prozesse noch beispielsweise das Schmelzen von Erz nötig sei. Auf Nachfrage eines Veranstaltungsteilnehmers prognostiziert Hermann Blumer zudem: „In wenigen Jahren ist die Holzbautechnik soweit, dass auch auf Leim verzichtet werden könne.“

Doch nicht immer war Hermann Blumer mit seiner Arbeit auf Anhieb erfolgreich. Schmunzelnd berichtet er von Versuchen mit Holzschindeln an der Westseite seines Hauses, die er davor bewahren will, im Laufe der Zeit zu ergrauen. Gelungen ist ihm das bisher nicht, er werde jedoch im besten Sinne des Wortes „auf dem Holzweg“ bleiben.

Die Veranstalter des Abends v.l.n.r.: Markus Blenk, Hugo Wirthensohn, Hermann Blumer, Josef Ambros, Ines Heinrich, Michael Höcker und Eva Kaube

Fortsetzung folgt

Mit diesem sympathischen Vortrag gelang Holzvisionär Hermann Blumer ein spannender Auftakt zur Veranstaltungsreihe „Holzbau Kompakt“ im Allgäu. Fortgesetzt wird die Reihe am kommenden Donnerstag an der Hochschule Kempten mit dem Dr.-Ing. Michael Merk und dem Thema: Brandschutz und Holzbau - kein Widerspruch! Weitere Informationen rund um die Veranstaltungsreihe und ein Anmeldeformular finden Sie hier.

Weitere Termine - Holzbau Kompakt an der Hochschule Kempten

14.04.2016   18:00 Uhr „Brandschutz und Holzbau – kein Widerspruch!“ Dr.-Ing. Michael Merk

21.04.2016   18:00 Uhr  „Schallschutz im Holzbau“ Dipl.-Ing. Gerhard Hilz

28.04.2016   18:00 Uhr „Der moderne Holzbau – Anmerkungen eines Prüfingenieurs“ Dipl.-Ing. Univ. Markus Bernhard

Fotos: © proHolz Bayern, Kreishandwerkerschaft Füssen-Marktoberdorf und Florian Wackenhut


Montag, 21.03.2016

Willkommen im Wald des Bayerischen Oberlandes

proHolz Bayern feiert den Internationalen Tag der Wälder mit dem Aufstellen des ersten Waldschildes in Oberbayern

Seit 45 Jahren steht der 21. März weltweit im Zeichen des Waldes und der Forstwirtschaft. proHolz Bayern wollte am diesjährigen Internationalen Tag der Wälder mit einer besonderen Aktion im Bayerischen Oberland einen Akzent setzen. Mit prägnanten Botschaften auf Waldschildern sollen die Waldbesucher auf die nachhaltige Forstwirtschaft und ihre Multifunktionalität aufmerksam gemacht werden. Gemeinsam mit den beiden Landräten von Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen, Josef Niedermaier und Wolfgang Rzehak, dem 1. Bürgermeister der Gemeinde Sachsenkam Hans Schneil, dem Vorsitzenden der Waldbesitzervereinigung Holzkirchen w.V. Michael Lechner und weiteren Akteuren der Branche wurde das Waldschild „Wir pflegen – Sie erleben.“ am Kirchseeparkplatz im Norden von Reutberg eingeweiht.

Die Ehrengäste enthüllen das proHolz Bayern Waldschild "Wir pflegen. Sie erleben."
Die Ehrengäste enthüllen das proHolz Bayern Waldschild "Wir pflegen. Sie erleben."

Bayerische Wälder spielen eine zentrale Rolle beim Trinkwasserschutz

Mit Blick auf das Motto des diesjährigen Welttages „Wälder und Wasser“ wurde bewusst diese Region als Ort für das erste proHolz Bayern Waldschild in Oberbayern gewählt. Unsere Wälder spielen eine zentrale Rolle bei der Trinkwasserversorgung. Gerade in Ballungszentren wie der Millionenstadt München, die großen Mengen aus dem nahe gelegenen Taubenberggebiet bezieht, sind Wälder als Trinkwasserlieferant unverzichtbar. Dafür ist wiederum eine nachhaltige, naturnahe Forstwirtschaft, wie sie von den bayerischen Waldbesitzern und Forstzusammenschlüssen seit Jahren betrieben wird, essenziell.

Das Gebiet der Waldbesitzervereinigung Holzkirchen liegt im Süden von München. Die Region ist ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge und damit der optimale Standort für das Schild mit der Botschaft „Wir pflegen. Sie erleben.“, das die Besucher im Wald wilkommen heißt und ihnen Informationen zur den Leistungen einer nachhaltigen Forstwirtschaft und Holznutzung vemittelt. Bewirtschaftete Wälder entziehen der Luft klimaschädliches CO2 und wandeln es um in lebensspendenen Sauerstoff, sie liefern den regionalen und ökologischen Wohlfühl-Roh- und Baustoff Holz, sie schützen vor Hochwasserspitzen, Steinschlägen und Lawinen. Gerade mit Blick auf den Klimawandel können diese Leistungen der Wälder gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Dies alles wäre ohne Förster, Forstwirte, private, kommunale und staatliche Waldbesitzer nicht möglich. Was viele Waldbesucher nicht wissen: über die Hälfte des Waldes in Bayern ist Privatbesitz. 700.000 Waldeigentümer gibt es im Freistaat. Durch das freie Betretungsrecht ist es jedem Besucher erlaubt, auch im Privatwald zu spazieren, joggen, auf Forstwegen zu reiten und zu radeln oder einfach die Natur zu genießen. Und das ist auch gut so. proHolz Bayern hat sich zur Aufgabe gemacht diese herausragenden Leistungen der Waldbesitzer für das Gemeinwohl bekannter zu machen. Denn unsere Familienforstwirtschaft ist es, die es durch ihre vorbildliche Bewirtschaftung ermöglicht, den Wald in seiner ganzen Vielfalt zu erleben. So wird beispielsweise ein Waldweg, der für eine nachhaltige naturnahe Waldbewirtschaftung unverzichtbar ist, gerne auch von Waldbesuchern genutzt.

Zahlreiche Vetreter aus Politik und Branche waren bei der Einweihung mit dabei

Grundvertrauen der Waldbesucher muss wieder hergestellt werden

Doch nicht immer stößt eine nachhaltige Waldbewirtschaftung auf das Verständnis der Waldbesucher. Denn der zunehmende Verlust des Bezugs zur Natur und des Naturverständnisses ist ein nicht weg zu diskutierender Trend in einer zunehmend urbanen Gesellschaft. Aufgabe der Waldbesitzer muss es daher sein, ein Grundvertrauen in die Bewirtschaftung wiederherzustellen und Verständnis für die Bewirtschaftung zu schaffen. proHolz Bayern hat zu diesem Zweck zusammen mit der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Niederbayern e.V. und C.A.R.M.E.N. e.V. drei Waldschilder für die Öffentlichkeitsabreit der forstlichen Zusammenschlüsse in Bayern entworfen. Eine Idee, die auch auf Anregungen aus Oberbayern zurückgeht. Die Schilder sollen die Bevölkerung dazu ermuntern, bei einem Waldbesuch nachhaltige Forstwirtschaft zu sehen, zu erkennen, zu erleben und zu verstehen.  
Ziel ist es, die Waldschilder flächendeckend über ganz Bayern zu verteilen. „Die Schilder sollen den Waldbesuchern vor Augen führen, dass eine nachhaltige Waldbewirtschaftung mit Verstand und Tatkraft, so wie sie in Bayern seit Generationen hinweg betrieben wird, uns heute diese tollen Waldbilder und vielen Waldfunktionen erleben und nutzen lassen. Nachhaltige Forstwirtschaft und die Erträge daraus sind die Grundlage dafür“, erklärte Johann Koch, Vorsitzender von proHolz Bayern. „Unsere Wälder und das Holz, das darin ständig nachwächst, werden in Zeiten schwindender fossiler Ressourcen unaufhaltsam an Bedeutung und Nutzen  gewinnen. Nachhaltige Waldbewirtschaftung und Holzverwendung ist aktive Zukunftsvorsorge! Wir alle möchten auch in Zukunft den Wald als Ort der Ruhe und Erholung nutzen und unseren Alltag mit Holz gestalten: in gesunden Holzhäusern wohnen, mit Holz heizen und unser Leben mit der Vielfalt an ökologisch vorbildlichen Holzprodukten bereichern. Damit auch künftige Generationen diese Leistungen erleben und nutzen können, brauchen wir gesunde Wälder. Und deren nachhaltige Bewirtschaftung. Für den Klimaschutz. Für die Energiewende. Für unsere Zukunft“, so der Vorsitzende von proHolz Bayern.

Weitere Informationen und Bilder zu den einzelnen Aufstellungsorten finden Sie laufend aktualisiert hier

Fotos: © proHolz Bayern


Dienstag, 08.03.2016

Hereinspaziert – proHolz Bayern Waldschilder laden zum Waldbesuch ein

Erstes Waldschild von proHolz Bayern zusammen mit der WBV Kelheim eingeweiht

2,56 Mio. ha Ausdehnung, 36,0% der Landesfläche, 1 Miliarde Festmeter Holzvorrat, 2,5 Millionen Erholungssuchende jährlich – Bayerns Wald weist Spitzenwerte auf. Dazu kommen Dienstleistungen wie sauberes Trinkwasser, reine Luft oder Schutz vor Steinschlag und Lawinen, die sich nur schwer in Zahlen messen lassen. Dies alles wäre ohne Förster, Forstwirte und Privatwaldbesitzer nicht möglich. Was viele Waldbesucher nicht wissen: über die Hälfte des Waldes in Bayern ist Privatbesitz. 700.000 Waldeigentümer gibt es im Freistaat. Durch das freie Betretungsrecht ist es jedem Besucher erlaubt, auch im Privatwald zu spazieren, joggen, auf Forstwegen zu reiten und zu radeln oder einfach die Natur zu genießen. Und das ist auch gut so. Allerdings sollen diese herausragenden Leistungen der Waldbesitzer für das Gemeinwohl bekannter gemacht werden. Denn unsere Familienforstwirtschaft ist es, die es durch ihre vorbildliche Bewirtschaftung ermöglicht, den Wald in seiner Vielfalt zu erleben. So  wird beispielsweise ein Waldweg, der für eine nachhaltige naturnahe Waldbewirtschaftung unverzichtbar ist, gerne auch von Waldbesuchern genutzt.

Die Ehrengäste enthüllen das proHolz Bayern Waldschild "Wir pflegen. Sie erleben."
Die Ehrengäste enthüllen das proHolz Bayern Waldschild "Wir pflegen. Sie erleben."

Nicht weg zu diskutierender Trend

Doch nicht immer stößt eine nachhaltige Waldbewirtschaftung auf das Verständnis der Waldbesucher. Denn der zunehmende Verlust des Bezugs zur Natur und des Naturverständnisses ist ein nicht weg zu diskutierender Trend in einer zunehmend urbanen Gesellschaft. Aufgabe der 700.000 Waldbesitzer in Bayern muss es daher sein, ein Grundvertrauen in die Bewirtschaftung wiederherzustellen und Verständnis für die Bewirtschaftung zu schaffen. proHolz Bayern hat zu diesem Zweck zusammen mit der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Niederbayern e.V. und C.A.R.M.E.N. e.V. drei Waldschilder für die Öffentlichkeitsabreit der forstlichen Zusammenschlüsse in Bayern entworfen. Diese laden die Bevölkerung dazu ein, bei einem Waldbesuch nachhaltige Forstwirtschaft zu sehen, zu erkennen, zu erleben und zu verstehen.

Das bayernweit erste Waldschild  „Wir pflegen – Sie erleben.“ weihten am Dienstag den 8.03.2016 der Landrat von Kelheim Dr. Hubert Faltermeier, Kelheims Bürgermeister Horst Hartmann, gemeinsam mit dem WBV Vorsitzenden Rupert Gruber und Johann Koch, Vorsitzender von proHolz Bayern in Kelheim ein. Im Regierungsbezirk Niederbayern wurde gezielt der Startschuss für die Aktionn gegeben, da hier der Privatwald mit knapp 74% den bayernweit höchsten Anteil an der Gesamtwaldfläche hat.

Die proHolz Bayern Waldschilder sind ein Blickfang im Waldbild

Bayernweite Verteilung der Waldschilder als Ziel

Ziel ist es, die Waldschilder flächendeckend über ganz Bayern zu verteilen. „Die Schilder sollen den Waldbesuchern vor Augen führen, dass eine nachhaltige Waldbewirtschaftung mit Verstand und Tatkraft, so wie sie in Bayern seit Generationen hinweg betrieben wird, uns heute diese tollen Waldbilder und vielen Waldfunktionen erleben und nutzen lassen. Nachhaltige Forstwirtschaft und die Erträge daraus sind die Grundlage dafür“, erklärte Johann Koch, Vorsitzender von proHolz Bayern. „Unsere Wälder und das Holz, das darin ständig nachwächst, werden in Zeiten schwindender fossiler Ressourcen an Bedeutung und Nutzen ständig wachsen.Nachhaltige Waldbewirtschaftung und Holzverwendung ist aktive Zukunftsvorsorge! Wir alle möchten auch in Zukunft den Wald als Ort der Ruhe und Erholung nutzen und unseren Alltag mit Holz gestalten: in gesunden Holzhäusern wohnen, mit Holz heizen und unser Leben mit der Vielfalt an ökologisch vorbildlichen Holzprodukten bereichern. Damit auch künftige Generationen diese Leistungen erleben und nutzen können, brauchen wir gesunde Wälder. Und deren nachhaltige Bewirtschaftung. Für den Klimaschutz. Für die Energiewende. Für unsere Zukunft“, so der Vorsitzende von proHolz Bayern.

Weitere Informationen und Bilder zu den einzelnen Aufstellungsorten finden Sie laufend aktualisiert hier

Fotos: © proHolz Bayern


Freitag, 19.02.2016

Veranstaltungsreihe "Holzarchitektur entdecken"

Neue Turnhalle in Rötz in der Oberpfalz präsentiert

Eine neue Turnhalle mit ausreichend Platz für sämtlichen Vereins- und Schulsport. Dies war der Wunsch der Stadt Rötz im Landkreis Cham in der Oberpfalz. Dem gegenüber standen ein begrenztes Budget und das Bestreben, möglichst mit nachwachsenden Rohstoffen, idealerweise aus der Region, zu bauen. Entstanden ist eine optisch ansprechende Turnhalle in moderner Holzbauweise, die vorbildhaft für das kommunale Bauen mit Holz werden könnte. Am Freitag, den 19. Februar 2016, stand im Rahmen der Reihe „Holzarchitektur entdecken“ des Netzwerks Forst und Holz beim C.A.R.M.E.N. e.V. und seiner Partner die Halle vorab zur Besichtigung offen.

Besichtigung der Turnhalle durch die Besucher

Über 80 Interessenten, neben Architekten und Vertretern von Holzbetrieben auch viele Gemeinde-, Stadt- und Kreisräte sowie Bürgermeister, waren der Einladung nach Rötz gefolgt, um sich über den modernen Holzbau informieren zu lassen und die neue Turnhalle zu besichtigen. Darüber freuten sich neben dem Netzwerk Forst und Holz beim C.A.R.M.E.N. e.V. auch die Zimmerer-Innung und die Kreishandwerkerschaft Cham, das Regionalmanagement des Landkreises sowie die Marketinginitiative proHolz Bayern, die die Bauwerksbesichtigung und die zugehörigen Fachvorträge gemeinsam organisiert hatten.

 

Wirtschaftliches Bauen und Qualität in Einklang gebracht

Im historischen Fürstenkasten der Stadt wurde nach der Begrüßung der Gäste durch Alexander Schulze, Geschäftsführer des Netzwerks Forst und Holz beim C.A.R.M.E.N. e.V. und Tobias Weber, Obermeister der Zimmererinnung Cham, erläutert, wie es zu der Verwirklichung der Halle in Holzbauweise gekommen war.  „Wirtschaftliches Bauen und Qualität in Einklang gebracht“ lautete der Titel des Vortrags von Bürgermeister Ludwig Reger, in dem er die politischen Dimensionen der Entscheidung für einen Holzbau und den Weg von der Idee bis zur fertigen Halle mit begeisterten Worten schilderte. Als Vorbild fungierte die vom Architekten Dieter Brüggemann geplante Turnhalle der Gemeinde Wilpoldsried. Diese hatte Bürgermeister Reger bereits 2004 kennengelernt und kam 2014, als der Neubau der eigenen Halle aktuell wurde, auf die Kontakte in der Gemeinde im Allgäu zurück. Nach einer erneuten Besichtigung des Gebäudes im Oktober 2014 mit Fachleuten und dem Stadtrat, stand der eigene Beschluss, mit dem gleichen Architekten eine ähnliche Halle zu bauen, schnell fest. Schon Ende Juli 2015 wurden sämtliche Bauaufträge vergeben, im Oktober das Fundament beendet und im Dezember die Holzhalle in nur zehn Tagen aufgestellt. Dieser zügige Baufortschritt sei nur durch die exakte Planung vorab, die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten und den hohen Anteil an Vorfertigung beim beauftragten Holzbauunternehmen möglich gewesen, betonte der Bürgermeister. Zudem habe es sich als wichtig herausgestellt, sich bei der Planung nicht zu verzetteln. „Unsere Halle ist ein Zweckbau, aber ein ästhetischer und hochwertiger. So ist das Gebäude nach dem KfW-Effizienzhaus-Standard 70 zertifiziert und damit für eine Halle sehr energieeffizient. Zudem ist die 23 mal 45 Meter große Halle für nahezu alle Wettbewerbssportarten zugelassen und erfüllt auch die Anforderungen für den Schulsport“, freute sich Reger über den Neubau in seiner Stadt und empfahl seinen Politikerkollegen, beim Bauen und Sanieren in ihrem Verantwortungsbereich auch an den Baustoff Holz zu denken.

Veranstalter und Referenten von li.: Gerhard Gruber, Ludwig Reger, Alexander Schulze, Dieter Brüggemann, Tobias Weber

Im Anschluss referierte Architekt Dieter Brüggemann in seinem Vortrag „Architekten helfen sparen“ über die Planung und die technische Ausführung der Turnhalle. Ihm als gelerntem Schreiner und Architekt mit 25 Jahren Berufserfahrung lägen das Holz und der Holzbau seit jeher am Herzen. Und Holz sei ein bewährter und langlebiger Baustoff, die noch immer genutzten Fachwerkhäuser aus dem 15ten Jahrhundert seien eines der besten Beispiele. Was der moderne Holzbau alles kann, stellte der Architekt in verschiedenen Projektbeispielen vor und kam danach auf die neue Turnhalle in Rötz zu sprechen: „Bei diesem fungieren die Nebengebäude aus Ziegeln und Beton als Aussteifung, so dass die eigentliche Turnhalle komplett in Holzrahmenbauweise errichtet werden konnte“, so Brüggemann. Eine Beplankung im Inneren sei jederzeit möglich, aber nicht notwendig. Die äußere Fassade entstünde aus massivem Lärchenholz und würde von den Mitgliedern der örtlichen Sportvereine selbst angebracht, freute sich Brüggemann und zeigte sich am Ende seines Vortrags offen für künftige Anfragen aus den Reihen der Zuhörer.

Als dritter Referent des Nachmittags ergriff Gerhard Gruber, Inhaber der Gruber Naturhaus GmbH im Rötzer Stadtteil Bernried, das Wort und brachte in seinem Vortrag „Hohe Qualität im regionalen Holzbau“, den Teilnehmern die Vorzüge dieser modernen Bauweise näher. Gruber betonte die stetig steigende Holzbauquote in Bayern, die mittlerweile bei 19 Prozent läge. Holz sei der Baustoff der Zukunft: Vielseitig verwendbar, ein Kohlendioxidspeicher und regional verfügbar. Zahlreiche technische Weiterentwicklungen hätten die Qualität im Holzbau stetig verbessert. „Schwundrisse an Balken muss es heute dank Brettschichtholz und Duobalken nicht mehr geben“, so der Referent. Und mittlerweile habe auch die Forschung bewiesen, dass der Holz- dem Massivbau in Sachen Qualität und Haltbarkeit um nichts mehr nachstehe. Als Fazit plädierte Gruber für eine gerechten Wettbewerb zwischen den Baustoffen: „Für jedes Bauvorhaben sollte der jeweils am besten geeignete Baustoff verwendet werden“, so der Unternehmer.   
Im Anschluss an die Vorträge machten sich die Teilnehmer gemeinsam auf zur neuen Turnhalle, wo Bürgermeister Ludwig Reger vor Ort die Besonderheiten des Gebäudes erläuterte. Viele Fragen zeigten das Interesse der Anwesenden und ein fachlicher Austausch bei einer Brotzeit rundete die Veranstaltung ab. Weitere Aktionen zum Thema Bauen mit Holz und weiteren Bereiche der Holzverwendung sind beim Netzwerk Forst und Holz beim C.A.R.M.E.N. e.V. bereits in Planung.

Die Projektvorstellung zur Turnhalle in Rötz in der Oberpfalz finden Sie hier
Den vollständigen Pressetext finden Sie hier

Fotos: © Netzwerk Forst und Holz beim C.A.R.M.E.N. e.V.


Donnerstag, 21.01.2016

Symposium für Verbundtechnologien in Augsburg

Entwicklung innovativer Holzbauweisen

Welche Perspektiven gibt es für Papier als Verbundmaterial in Bau- und Leichtbauanwendungen? Welche alternativen Klebestoffe gibt es für Verbundwerkstoffe jenseits der synthetischen Harze? Was ist das architektonische Potenzial von Holzleichtbeton? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das HOLZ+ Symposium für Verbundtechnologien am 21.01.2016 in Augsburg.

Potenziale im Bereich der Holzverbundlösungen und Holzverbundmaterialien zu identifizieren, ist das Kernanliegen des seit 2013 vom Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) geförderten, Kooperationsnetzwerks HOLZ+ Holzverbundlösungen. Nun fand zu diesem Thema am 21.01.2016 das erste bundesweite Fachsymposium statt. Rund 100 Teilnehmer aus dem Wirtschaftsraum Augsburg, Bayern und Deutschland sowie Österreich kamen zum HOLZ+ Symposium für Verbundtechnologien im Hotel am alten Park in Augsburg zusammen. Der inhaltliche Schwerpunkt der ganztätigen Veranstaltung lag auf dem Verbund zwischen Holz und anderen Werkstoffen wie Papier, Beton, Glas und Fasern sowie den Eigenschaften von Verbundtechnologien im Allgemeinen. Die Teilnehmer waren Vertreter der (Holz-)Baubranche, der Industrie sowie von wissenschaftlichen Einrichtungen.

Dr. Klaus Metzger, Landrat des Lkr. Aichach-Friedberg, betonte die regionale Bedeutung des Rohstoffes Holz

Der Tag wurde durch 13 Fachvorträge von Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gestaltet. Das Publikum informierte sich so intensiv über das spezielle und gleichzeitig weite Themenfeld. Eröffnet wurde der Tag durch den Aufsichtsratsvorsitzenden der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH, Landrat des Landkreises Aichach-Friedberg, Dr. Klaus Metzger, der die regionale Bedeutung des Rohstoffs Holz betonte. Mit einem Holzvorrat von 28 Millionen m³, was einem Wert von über eine Milliarde Euro entspricht, verfügt der Wirtschaftsraum Augsburg über einen der vorratsreichsten und umsatzstärksten Wälder Mitteleuropas. Metzger läutete das Symposium mit den Worten ein: „Sie loten heute aus, was in der Wertschöpfungskette Holz alles möglich ist“.

 

Prof. Dr.-Ing. Samuel Schnabel von der TU Darmstadt referierte über Perspektiven für Papier als Verbundmaterial in Bau- und Leichtbauanwendungen

Prof. Dr. François Colling, u.a. Leiter des Instituts für Holzbau und Professor für Holzbau und Baustatik an der Hochschule Augsburg, moderierte den Tag. Sein Fazit am Abend: „Wir konnten heute viele Anregungen für die eigene Arbeit mitnehmen. Auch für die Arbeit im Kooperationsnetzwerk HOLZ+ Holzverbundlösungen wurden heute viele Anknüpfungspunkte geschaffen.“ 

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Kooperationsnetzwerks HOLZ+ Holzverbundlösungen organisierte die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH als Netzwerkmanagement-Einrichtung gemeinsam mit den Netzwerkpartnern den Kongress. Veranstalter war die Augsburg Innovationspark GmbH. Diese ist für die Entwicklung des Augsburg Innovationspark zuständig und treibt hierbei momentan vor allem die Eröffnung des Technologiezentrums Augsburgs (TZA) voran.

Weitere Informationen finden Sie hier

v.l.n.r.: Wolfgang Hehl, Augsburg Innovationspark GmbH, Andreas Thiel, Regio Augsburg Wirtschaft GmbH, Landrat Dr. Klaus Metzger, Prof. Dr. François Colling, Karl Moser, KAMO GmbH und Gründungsmitglied im Netzwerk Holzbau

Fotos: © Regio-Augsburg Wirtschafts GmbH


Samstag, 16.01.2016

Die Woodbox auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin

Use wood and feel good

"Der Kampf gegen den Klimawandel ist eine internationale Aufgabe", stellte Philipp zu Guttenberg bei der Eröffnung der WOODBOX auf der Grünen Woche in Berlin fest, und die Verwendung des "wichtigsten und intelligentesten Rohstoffs", nämlich Holz, trägt dazu bei: Davon können sich die Besucher des Branchenstands "Multitalent Holz" nun eine Woche lang überzeugen. Die Branche Forst und Holz aus Österreich und Deutschland ist konkret durch die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Waldbesitzer (AGDW), sowie den proHolz Organisationen aus Bayern, Baden-Württemberg und Österreich vertreten.

Zur Eröffnung sprachen außer dem Präsidenten der AGDW auch Österreichs Bundesminister für Land-, Forst-, Umwelt- und Wasserwirtschaft Andrä Rupprechter, Johann Koch von proHolz Bayern, FHP-Vorsitzender Rudolf Rosenstatter und die Europaabgeordnete Elisabeth Köstinger.

Die Redner der Eröffnung der Woodbox: Philipp zu Guttenberg, Elisabeth Köstinger, Rudolf Rosenstatter, Andrä Rupprechter und Johann Koch (vordere Reihe v.l.)

Es ist die international wichtigste Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau: die Grüne Woche in Berlin. Über 1.600 Aussteller aus knapp 70 Ländern nutzen jährlich die Gelegenheit, über 400.000 Besuchern ihre Produkte und Konzepte näherzubringen. Am internationalen Gemeinschaftsstand "Multitalent Holz" steht die WOODBOX. Diese preisgekrönte Ausstellung – ein Destillat der Ausstellung "Bauen mit Holz – Wege in die Zukunft" – ist seit 2014 auf Tour durch europäische Großstädte. Nach München und Wien gastiert sie 2016/17 in Berlin, zunächst auf der Grünen Woche; ab 21. Oktober wird sie dann im renommierten Martin-Gropius-Bau zu besichtigen sein

Ziel der Ausstellung ist es, auch einer urbanen Öffentlichkeit die Möglichkeiten des Baumaterials Holz – im privaten Wohnungsbau, aber auch im öffentlichen Bau, für Bestandserweiterungen und Sanierungen – vor Augen zu führen. Neben den hervorragenden technischen Möglichkeiten leistet Holz auch einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel, wie Philipp zu Guttenberg, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft deutscher Waldbesitzerverbände, in seiner Eröffnungsrede festhielt. Die Ergebnisse der Weltklimakonferenz in Paris bezeichnete zu Guttenberg als "Steilvorlage zur Holznutzung".

Noch bis 24. Januar wird die WOODBOX für das Berliner Publikum mit so mancher Erleuchtung aufwarten.

Rudolf Rosenstatter, Vorsitzender des österreichischen Kooperationsabkommens Forst Holz Papier, griff ebenfalls die Pariser Beschlüsse auf und unterstrich die Bedeutung von Holz als KohlendioxidSenke mit Zahlen und Fakten; vor allem aber sei Holz ein »warmer und menschenfreundlicher Rohstoff«. Er zeigte sich begeistert darüber, dass das Berliner Projekt »mit Herz und Wärme« das Potential der Forst- und Holzwirtschaft präsentiere.

Um dieses Potential umzusetzen, brauche es auch leistungsfähige Architektur, so Johann Koch, Vorsitzender von proHolz Bayern. Dass diese gegeben sei, zeige auch ein Blick nach Berlin; er verwies darauf, dass es bereits sehenswerte Beispiele privater und öffentlicher Gebäude wie Schulen und Hochhäuser in modernen Holzbauweise gebe. Holz sei also ein patentes Material, das qualitativ hochwertig, „warm“ und umweltfreundlich sei. Wer Klimaschutz und Energieeffizienz ernst nehme, komme an Holz nicht vorbei! Wer Lebensqualität und natürliches Wohlfühlen schätze, komme an Holz nicht vorbei. „Use wood and feel good“, brachte er die Botschaften des Tages auf den Punkt. 

Anschließend sprach sich auch Andrä Rupprechter, der österreichische Minister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, für Holzverwendung aus: Luft sei schließlich lebensnotwendig und der österreichische Wald binde mehr CO2, als durch den Straßenverkehr produziert werde. Daneben unterstrich er die volkswirtschaftliche Bedeutung des Rohstoffs: Die Forst- und Holzbranche ist der zweitwichtigste Devisenbringer für die österreichische Wirtschaft.
Aus europäischer Perspektive sprach abschließend Elisabeth Köstinger, österreichische Abgeordnete im Europäischen Parlament. Das Potential der erneuerbaren Energien sei noch lange nicht ausgeschöpft; hier gebe es gerade in Bezug auf Forschung und Entwicklung noch einige Desiderate, die zu einer besseren Nutzung von Ressourcen beitragen könnten. Das wichtigste Glied der Wertschöpfungskette seien aber die Waldbesitzer, stellte sie abschließend fest. Für deren Arbeit, die sie Jahr für Jahr leisten, sprach dankte sie ihnen ihren Dank aus.

Ulrike Scharf (MdL), die als bayerische Umweltministerin sich den Klimaschutz auf ihre Fahnen schreibt, sieht in einer nachhaltigen Forstwirtschaft und der Verwendung des des nachwachsenden Rohstoffes Holz im Bauwesen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Die Vorteile des Holzbaus zur CO2-Einsparung gelte es deshalb noch besser zu nutzen. Zudem belegten die Ergebnisse der aktuellen Bundeswaldinventur eindrucksvoll, dass die bayerischen Waldbesitzer verantwortungsvoll wirtschaften.

WOODBOX Berlin wird getragen von der Arbeitsgemeinschaft deutscher Waldbesitzerverbände, dem deutschen Forstwirtschaftsrat, dem deutschen Holzwirtschaftsrat, den proHolz-Organisationen aus Bayern, Baden-Württemberg und Österreich und dem österreichischen Kooperationsabkommen Forst Holz Papier.

v.l.n.r.: Xaver Haas sen., Waldkönigin Anna Maria Oswald, Phillipp Freiherr zu Guttenberg, Ulrike Scharf, Josef Spann, Waldprinzessin Manja Rohm, Johann Koch, Rudolf Rosenstatter

Fotos: © proHolz Bayern, drittes Foto: © Rudolph Hoelscher-Obermaier


Dienstag, 02.12.2015

Parlamentarisches Frühstück zu den Klimaschutzleistungen der Forst- und Holzwirtschaft im Bayerischen Landtag

Holz nützen heißt Klima schützen

Bayerische Abgeordnete befassen sich parallel zur UN-Klimakonferenz mit Klimaschutz und Wohnraumbeschaffung durch Holz

Parallel zur UN-Klimakonferenz in Paris standen die Leistungen des Waldes und des Wohnungsbaues aus Holz mit Blick auf den Klimaschutz im Mittelpunkt einer parlamentarischen Veranstaltung am 2. Dezember im Bayerischen Landtag. Die Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Angelika Schorer, hatte Abgeordnete zu einem Dialog mit den Mitgliedern des ganzen Clusters Forst und Holz in Bayern eingeladen.

Die Vertreter der Branche Forst und Holz standen den bayerischen Abgeordneten aller Landtagsfraktionen über die Leistungen der Forst- und Holzwirtschaft beim Klimaschutz und in Sachen „Neuer Wohnraum“ Rede und Antwort. „Ohne die Einbindung und Wertschätzung von Waldbewirtschaftung und Holzverwendung werden die Klimaschutzziele, die sich Deutschland und Europa gesetzt haben, nicht erreichbar sein“, konstatierte Prof. Dr. Dr. habil. Gerd Wegener, Sprecher der Cluster-Initiative Forst und Holz, in seinem einführenden Statement. „Ich appelliere deshalb an Sie, beim Klimaschutz viel stärker auf Forst und Holz zu setzen und die notwendigen Weichen dafür zu stellen“, so seine Botschaft die Abgeordneten. Die Grundlage für das Bauen mit Holz ist eine nachhaltige Waldbewirtschaftung. Die Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur zeigen: Bayern ist weiterhin Holzland Nummer 1 in Deutschland – hier finden sich über ein Viertel aller deutschen Holzvorräte, insgesamt knapp eine Milliarde Vorratsfestmeter. Jede Sekunde wächst ein Kubikmeter nach. 

„Wir sind schon heute ein Gigant in Sachen Klimaschutz“ –
Prof. Gerd Wegener, Clustersprecher Forst und Holz in Bayern

Ein Viertel aller in Bayern verursachten CO2-Emissionen werden tagtäglich vom Wald und der Holznutzung aufgenommen. Gerade Nutzung und Holzverwendung brächten im Vergleich zu ungenutzten Wäldern die entscheidenden Vorteile. Denn 80% der Klimaschutzleistungen entfalle auf die Verwendung von Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. „Ein nachhaltig genutzter Wald hat dauerhaft immer eine bessere Klimaschutzwirkung als ein nicht genutzter“, betonte Prof. Wegener. Speziell beim Bauen mit Holz werde eine besonders große Klimaschutzleistung erzeugt, weil durch Substitution energieintensiv hergestellter Materialien, die bei anderen Bauweisen verwendet werden, mit viel weniger Energieeinsatz gebaut werden könne und zugleich große Mengen des klimaschädlichen Kohlendioxids dauerhaft im Holz gespeichert würden.

„Der Holzbau ist eine Chance, für die Kommunen Wohnraum zu schaffen“ –
Alexander Gumpp, Holzbau Gumpp & Maier

Der unmittelbar dringende Bedarf an Wohnraum ist ein weiterer Grund, verstärkt Holz einzusetzen. Trotz der aktuellen Notsituation bei Unterkünften ist nach Auffassung eines Abgeordneten in vielen Verwaltungen noch nicht angekommen, dass das Erstellen von Bauwerken aus Holz aufgrund der Energiebilanz und Schnelligkeit von Vorteil wäre. Kurzfristig gedachte Lösungen würden schlussendlich mehr Geld kosten. Deshalb sollte man nicht auf temporäre Bauten setzen, sondern etwas Dauerhaftes mit langfristiger Nutzbarkeit schaffen, war von einigen Abgeordneten zu hören. Eine Vielzahl von Unternehmen stände bereit für die Schaffung von dauerhaftem Wohnraum unter Einhaltung neuster Energie- und Umweltstandards, bestätigten die Vertreter des Holzbaus. Allerdings sind die Kommunen gefordert, die notwendigen Bauplätze zur Verfügung zu stellen. Der Holzbauunternehmer Alexander Gumpp sieht es als Aufgabe der Kommunen, diesen Wohnraum gemeinsam mit regionalen Handwerkern zu schaffen. Dafür werde die Politik benötigt, so seine Forderung: „Kommunen brauchen mit Blick auf die Vergaberichtlinien die Zusicherung der Politik. Wir als Holzbauer können schnell in hoher Qualität Wohnraum unter Gewährleistung aller Baustandards und mit Grundrissen, die eine Nachnutzung zulassen, bauen.“

„Wir müssen den Rohstoff in seiner Vielfalt verwertbar machen“ –
Bernhard Weiler, Waldpräsident des Bauernverbandes

Eingewendet wurde von einem Abgeordneten, dass auch der Wald massiv vom Klimawandel betroffen sei und die Holzverwendung auch eine Grenze habe. Von der Wissenschaft wollte er deshalb wissen, wo die Politik bei der Holznutzung Schwerpunkte setzen solle. Die Wahl der Baumarten und deren Zusammensetzung seien entscheidend für zukunftsfähige Wälder, so die Antwort. Zur Optimierung der Holzverwendung müsse die Ressourceneffizienz stärker in den Vordergrund gestellt werden. Bernhard Weiler, Waldpräsident des Bauernverbandes, erklärte: „Wir müssen den Rohstoff in seiner Vielfalt verwertbar machen, damit die Holznutzung weiterhin sichergestellt werden kann. Wir können nachhaltig im Wald wirtschaften, aber wir sollten den Rohstoff auch nachhaltig pflegen.“ Daher seien Ansätze gefragt, die sich mit neuen Verwertungsmöglichkeiten des Holzes befassen.

Johann Koch, Vorsitzender des Aktionsbündnisses proHolz Bayern, beendete das Frühstück im Bayerischen Landtag mit den Worten: „Wir müssen uns heute auf den Weg machen, wenn wir das klimaschutzpolitisch notwendige Ziel, Bayern bis zum Jahr 2050 CO2-neutral zu machen, erreichen wollen. Um Wald und Holz den Sprung auf die politische Agenda zum Klimaschutz zu ermöglichen, ist die politische Unterstützung auch der regionalen Cluster sowie die Neugründung solcher Netzwerke in weiteren Regionen wichtig. Jeder Abgeordnete kann dazu seinen Beitrag vor Ort leisten. Mit der Schärfung des Holz-Bewusstseins bei den Entscheidungsträgern für mehr Holzverwendung wäre ein großer Schritt für den Klimaschutz getan. Denn unsere große Chance steckt im Wald und Holz.“

Fotos: © proHolz Bayern


Donnerstag, 29.10.2015

Wald und Holz in Oberfranken – hier spielt die Musik

Branchentreff zur Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft für Oberfranken in Bamberg

Etwa 80 interessierte Fachleute kamen am Donnertag, 29. Oktober, zu einer Podiumsdiskussion in Bamberg, zu der der oberfränkische Cluster Wald Forst Holz zusammen mit dem Cluster Forst und Holz in Bayern und dem Branchenbündnis proHolz Bayern eingeladen hatte.

Petra Platzgummer-Martin, Regierungsvizepräsidentin und Mitglied im Beirat des Clusters Wald Forst Holz Oberfranken

„Neben seinen fantastischen Baueigenschaften ist Holz ein CO2-neutraler Brennstoff und als Baumaterial eine langfristige CO2-Senke. Seine umfangreiche Verwendung kann maßgeblich zur Verminderung des CO2-Ausstoßes beitragen. Wenn man dem Klimawandel ernsthaft begegnen will, dann muss Holz in noch viel größerem Maße verwendet werden!“   Petra Platzgummer-Martin

 

Oberfranken ist Spitze in Sachen Forst- und Holzwirtschaft

Der Sprecher des oberfränkischen Clusters, der Landtagsabgeordnete Heinrich Rudrof führte mit Fakten zur Forst- und Holzwirtschaft in Oberfranken ins Thema ein: 2,4 Mio. Festmeter Holzeinschlag, 900.000 Festmeter werden in den regionalen Sägewerken verarbeitet, davon 800.000 Festmeter Nadelholz. Der Cluster beschäftigt 17.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in Prozent gemessen nimmt Oberfranken damit in Bayern die Spitzenposition ein. Neben der wirtschaftlichen Bedeutung des Waldes nehme die Branche auch den Naturschutz sehr ernst, so Rudrof weiter. Man habe dabei stets die Gesamtbedeutung des Waldes im Auge. Sämtliche Aktivitäten im Wald basieren auf einer wissenschaftlichen Grundlage, die die Universität, die Fachhochschule sowie Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft bieten. Flächenstilllegungen, die von Seiten der Naturschutzverbände gefordert werden, verlagern die notwendige Holzernte in Länder, in denen eine nachhaltige Forstwirtschaft nicht selbstverständlich ist, erklärte Rudrof. Im Gegensatz dazu sei Bauen mit Holz die perfekte Nachhaltigkeit.

Integrativer Naturschutz hat weltweit Vorbildcharakter

Die wissenschaftliche Grundlage des Abends lieferte Prof. Dr. Reinhard Mosandl. In seinem Impulsvortrag stellte der Waldbauprofessor, der in Freising forscht und lehrt, einen Vergleich zwischen genutzten Buchenwäldern und Buchenurwäldern an. Solche Buchenurwälder gibt es im Iran. Sie werden von der Rotbuche (Fagus sylvatica) gebildet, wie sie auch in Mitteleuropa verbreitet vorkommt. Sie bildet im Iran die eigene Varietät „orientalis“, aber nicht, wie früher angenommen, eine eigene Art.

Prof. Mosandl stellte fest, dass in den Urwäldern die Buche nie im Reinbestand vorkommt. Hainbuche und Ahorn nehmen mehr oder weniger große Mischanteile ein. Um eine gewisse Naturnähe herzustellen, sieht Prof.  Mosandl Mischungen als notwendig. Diese könnten aber auch mit Nadelbäumen wie der Tanne hergestellt werden. Urwälder weisen bei der Stammverteilung stets eine typische Plenterkurve auf. Im Altersklassenwald ist es aufgrund der gleichaltrigen Bäume eine Glockenkurve. Dass auch mit der Buche Plenterwälder aufgebaut werden können, zeigen die Keulaer Buchen-Plenterwälder in Thüringen.

Hinsichtlich des Klimaschutzes wirft Prof. Mosandl den Naturschutzverbänden vor, eine unvollständige Bilanz aufzumachen. Der Verbleib des Holzes bei Nutzung werde unterschlagen. Durch die Holznutzung und die dauerhafte Speicherung von Kohlenstoff im Holz sind bewirtschaftete Wälder deutlich klimaeffizienter als unbewirtschaftete. Aus Sicht des Artenschutzes fehlen allerdings im bewirtschafteten Wald die Alters- und Zerfallsstadien, die einen Urwald ausmachen. Diese Naturelemente verlangen einen Nutzungsverzicht, machte Prof. Mosandl deutlich. Um sie zu schaffen, sei es jedoch nicht notwendig, großflächig Wälder stillzulegen. Am Beispiel des Forstbetriebs Ebrach sehe man, dass es möglich sei, Zerfallselemente in den Wirtschaftswald zu integrieren. Durch das dort eingeführte Trittsteinkonzept seien inzwischen auf intelligente Weise 10,6% der Wirtschaftsfläche der Natur überlassen. Es sei also möglich, Schutz und Nutzung auf der gleichen Fläche zu gewährleisten. Dieser integrative Ansatz habe weltweiten Vorbildcharakter.

v.l.nr.: Heinrich Rudrof, MdL und Clustersprecher Wald, Forst und Holz Oberfranken mit Franz Nüsslein, Inhaber Holzbau Nüsslein

Mehr Öffentlichkeit für Forstwirtschaft

Die folgende Podiumsdiskussion moderierte der Sprecher des Clusters Forst und Holz in Bayern Prof. Dr. Dr. habil. Gerd Wegener. Er bemängelte in seiner Einführung, dass das Thema Klimaschutz, obwohl brisant wie nie, in der öffentlichen Wahrnehmung an Aufmerksamkeit verloren hat. Denn Forstwirtschaft und Holznutzung seien die Lösung, wenn es um die Abmilderung des Treibhauseffekts gehe. Im von Prof. Mosandl beschriebenen Diskurs mit dem Naturschutz ergänzte Prof. Wegener, in Europa gebe es ausschließlich Kulturwälder, keine Urwälder mehr. Dies sei ein Problem in den Augen des orthodoxen Naturschutzes. Bezug nahm Prof. Wegener auf die Sendung „Unkraut“, die am 26. Oktober im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt wurde, und deren Inhalte von vielen Anwesenden, die die Sendung gesehen haben, weitgehend als Fehlinformation oder sogar Lügen bezeichnet wurden.

Mehr Öffentlichkeit und Aufklärung

Auf die Frage, was sie hinsichtlich der Bewirtschaftung ihres Waldes am meisten bewege, sagte Angelika Morgenroth, Waldbesitzerin und 1. Vorsitzende der Waldbesitzervereinigung Bamberg, dies sei die mangelnde Wertschätzung der Arbeit der Waldbesitzer in der Öffentlichkeit. Wenn es um Walderholung gehe, seien es die Waldbesitzer, die für die Verkehrssicherung zuständig seien. Das wisse aber offenbar niemand. „Wir müssen uns ständig rechtfertigen!“, sagt sie. Und abschließend: „Leute, die nichts von Forst verstehen, rotten sich zusammen, und wollen uns vorschreiben, was wir machen sollen.“

Nina Knöß ist bei der Forstbetriebsgemeinschaft Fränkische Schweiz für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Besondere Aufmerksamkeit verlangen bei dieser Tätigkeit die sogenannten urbanen Waldbesitzer, Menschen, die zwar einen Wald haben, diesen aber aus verschiedensten Gründen nicht bewirtschaften, oder gar nicht wissen, dass sie Eigentümer einer Waldfläche sind. „Bei uns sind das oft Angestellte bei Siemens“, berichtet sie. „Unsere Aufgabe ist die Aufklärungsarbeit und die Vermittlung der Notwendigkeit einer Bewirtschaftung.“ Es gibt zahlreiche Angebote der FBG, die Waldpflegeverträge oder Hilfe bei Gutachten oder der Vermessung von Waldflächen. Aber: „Viele Waldbesitzer wissen gar nicht, was alles angeboten wird“, sagt sie.

Trittsteinkonzept: „Die Artenvielfalt hat zugenommen“

Ulrich Mergner ist Betriebsleiter im Forstbetrieb Ebrach der Bayerischen Staatsforsten. Auf die Frage, wie Schutz und Bewirtschaftung zusammenpassen, sagte er, es gehe um die Optimierung des Gesamtnutzens aus Ökonomie, Ökologie und Sozialem. Das im Forstbetrieb Ebrach angewandte Trittsteinkonzept zeige, dass Schutz und Nutzung kleinräumig integriert möglich seien. Bei Erhebungen im Forstbetrieb seien zwei Käferarten entdeckt worden, die bisher als verschollen galten. Das zeige, welches Potenzial auch der bewirtschaftete Wald hinsichtlich des Artenschutzes habe. Im Übrigen sei die häufigste Baumart im Steigerwald nicht die Buche, sondern die Kiefer, gefolgt von der Eiche. Dann erst folge die Buche, erklärte Mergner als Reaktion auf den weit verbreiteten Irrglauben, der Steigerwald sei ein ausgesprochenes Buchengebiet. Um das Trittsteinkonzept möglichst weit zu verbreiten, hat der Forstbetrieb bisher 350 Exkursionen mit rund 8.000 Teilnehmern durchgeführt, davon viele Waldbesitzer. „Jeder kann in seinem Wald Naturschutz betreiben“, sagt Mergner. „Die Artenvielfalt in Ebrach habe durch das Trittsteinkonzept jedenfalls merklich zugenommen“.

v.l.n.r.: Heinrich Rudrof, MdL und Clustersprecher Wald, Forst und Holz Oberfranken mit Regierungsvizepräsidentin Petra Platzgummer-Martin

Trittsteinkonzept als Vorbild

Dr. Andreas Knorr, Leiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Bamberg zeichnete den zeitlichen Verlauf um die Geschehnisse rund um das Schutzgebiet „Hohe Buchener Wald“ nach. Demnach erging im Dezember 2010 lediglich ein Prüfauftrag des Kreistags an die Kreisverwaltung, das Potenzial des Steigerwalds zu erheben bzw. die Voraussetzungen für ein Weltnaturerbe zu eruieren. Der damalige Landrat Denzler habe diesen Vorgang dann an sich gerissen und eigenmächtig ein Schutzgebiet ausgewiesen, wobei staatliche Stellen an diesem Prozess beteiligt waren. Das Problem für Knorr: Derartig großflächige Flächenstilllegungen lassen weder die bayerische Biodiversitätsstrategie noch der Waldpakt für Bayern zu. Der Landrat habe nicht nur gegen die Staatsregierung gearbeitet, auch sei ein Gebiet mit 775 ha bei weitem zu groß für einen „geschützten Landschaftsbestandteil“. Für Knorr stellen sich darüber hinaus für die Ausweisung eines Schutzgebietes noch folgende Fragen, wie er ausführte: „Ist das, was dort vorzufinden ist, überhaupt schützenswert? “Wodurch soll es gefährdet sein?“ Denn im Wesentlichen bestehe der „Hohe Buchene Wald“ aus 90-jährigen Beständen, nur kleine Partien seien älter. Allerdings wird seit der Nationalparkdiskussion die Öffentlichkeit gezielt einseitig informiert, indem die Ergebnisse aus den Naturwaldreservaten (streng genommen sind es nur deren Kernzonen) als repräsentativ für den Steigerwald dargestellt werden. Auch sei die Waldbewirtschaftung des Forstbetriebes Ebrach - auch aus naturschutzfachlicher Sicht - unter Fachleuten vorbildlich, so dass sich eigentlich die für den gesamten Steigerwald ausgesprochene Schutzkategorie „Natura 2000“ erübrigen würde. Eine Regionalkonferenz, die am Montag, 26. Oktober stattfand, hat aus Knorrs Sicht nichts grundsätzlich Neues gebracht, zumal die jeweiligen Gutachten für die Ausweisung eines Weltkultur- bzw. Naturerbes noch nicht abgeschlossen seien. Für Letzteres wäre ein Biosphärenreservat erforderlich, obwohl Insider wissen, dass die Chancen für eine Nachmeldung praktisch nicht mehr bestehen; allerdings könnte man sich durch dieses Vorgehen ein Schutzgebiet sichern, das man dann nach der bekannten „Salamitaktik“ sukzessive in Richtung Nationalpark erweitern könnte. Deshalb lehnte ein Vertreter der Region jedes weitere Schutzgebiet ab. Für Knorr ist aber ohnehin klar: „Mergners Trittsteinkonzept hat weltweit Vorbildcharakter.“

Branche ist nicht in der Politik vertreten

„Wie geht man als Forstunternehmer mit Waldbesuchern um?“, war die Frage an Dietmar Reith, Forstunternehmer aus Arnstein in Unterfranken. „Die Mehrheit der Waldbesucher hat mit der Waldarbeit überhaupt kein Problem“, stellte Reith klar. Es gebe aber immer wieder Extremfälle, deren Anfeindungen man als Forstunternehmer ausgesetzt sei. „Da kannst du nichts machen. Setz dich auf deine Maschine und mach deine Arbeit, sag ich meinen Leuten immer“, so Reith. Es müsse aber eine ganz andere Öffentlichkeit geschaffen werden für die Belange der Forstwirtschaft. In der Politik sei die Forst- und Holzbranche aber praktisch nicht vertreten. Rudrof bestätigt das: Außer ihm sei bayernweit nur noch ein einziger Abgeordneter aus Mittelfranken mit dem Thema Holz befasst, und das bei 180 Abgeordneten.

Darüber hinaus sei es zwingend notwendig, im Wald so zu arbeiten, dass möglichst wenige Spuren hinterlassen werden. Das heißt, nur bei Trockenheit fahren, bei schlechtem Wetter stehen. „Und auch die Standzeiten müssen bezahlt werden“, so Reith abschließend. Mergner kommentiert dieses Thema so: „Billige Unternehmer kommen bei uns im Forstbetrieb in der Regel nie wieder. Bisher hat noch jeder, der zu geringe Preise geboten hat, Verlust gemacht.“

Blick in den Saal der Harmonie in Bamberg

Forst und Holz sind die Stütze des ländlichen Raums

Das Sägewerk Gelo ist eines der größeren Sägewerke in Oberfranken und ein oberfränkisches Traditionsunternehmen. „Wir denken in Generationen“, sagt Geschäftsführer Wolf-Christian Küspert. Das Unternehmen kauft jährlich für 30 Mio. Euro Rohstoffe in der Region ein. „Und dieses Geld bleibt in der Region“, sagt Küspert. „Deshalb sind Forst- und Holzwirtschaft die Stütze des ländlichen Raums. Und das müssen politische Mandatsträger endlich auch einmal laut sagen!“

Der Tourismus könne dies bei weitem nicht aufwiegen, wie immer von Seiten des Naturschutzes behauptet werde. Ein Tagestourist im Fichtelgebirge gebe rund 20 Euro aus, rechnet Küspert vor. Um die 150.000 Euro, die Gelo am Tag in die Region investiert, aufzuwiegen, wären täglich 120 Busse mit Touristen nötig.

Ein weiteres Thema, das die Sägewerke bewegt, ist der Waldumbau Richtung Laubholz und die möglicherweise schwindende Versorgungssicherheit für die Nadelholzsägewerke. „Wir bekommen unsere Fichte“, sagt Küspert, „aber eben von weiter her.“ Mehr Sorgen müsse sich die Forstwirtschaft machen. Denn Laubhölzer wie die Buche, die in einigen Jahren und Jahrzenten in die zu pflegenden Altersklassen wachsen, seine sehr viel schwerer zu erziehen und brächten weniger Ertrag als die Fichte. Ihre Wirkung als CO2-Senke sei weit geringer. Küspert plädiert für die Beimischung anderer Nadelholzarten.  Prof. Wegener ergänzte, perspektivisch sei laut der Bundeswaldinventur 3 mit 40% Laubholz zu rechnen.

Holzbau setzt auf Fichte und Überzeugungskraft

„Wir brauchen die Fichte“, ist auch die ganz klare Aussage von Manfred Amon,  Zimmerer und Obermeister der Zimmererinnung Bamberg. Die Fichte habe bekannte und bewährte Eigenschaften. Man wisse, wie sie sich im Bauwerk verhalte. Bei anderen Holzarten ist dies nicht so gut bekannt, wie bei der Buche. Bei der Buche wisse man, dass sie sehr stark auf Feuchtigkeit reagiert. Zimmerer haften für offene Baumängel 5 Jahre, für verdeckte Schäden sogar 30 Jahre. Deshalb mag sich niemand auf Experimente einlassen. Und auch die Kunden wollen die Fichte, erklärt er. Sie habe all das, was der normale Mensch sich unter Holz vorstelle: den Duft, die Haptik. Bereits bei der Kiefer gebe es Stirnrunzeln beim Bauherrn. Bei der Buche müsse man schauen, wie die innovativen Produkte vom Markt angenommen würden.

Ob Amon aktuell eine Förderung des Holzbaus erlebe, fragte Prof. Wegener. Die hohen Energiepreise seien es, die dem Holzbau in die Hände spielen, erklärte Amon. Vor allem auf lokaler Ebene sei im Holzbau einiges möglich. Bei europaweiten Ausschreibungen sei es praktisch unmöglich, zum Zuge zu kommen. Zu stark sei die Konkurrenz im Beton. Und auch auf lokaler Ebene muss man die Bauherren aktiv überzeugen. Als es um den Bau einer neuen Bücherei ging, hat Amon seinen Bauausschuss mit in die Ausstellung „Bauen mit Holz – Wege in die Zukunft“ genommen. Die Bücherei wurde dann aus Holz gebaut.

Und auch in der aktuellen Situation, in der viele Flüchtlinge in kürzester Zeit winterfest untergebracht werden müssen, könne der Holzbau helfen, so Manfred Amon. Dabei müsse auch nicht die Energieeinsparverordnung (EnEV) gelockert werden, denn „gut gedämmt dauert genauso lange wie schlecht gedämmt.“ Und eine Unterkunft vom Zimmerer sei zwar nicht teurer als ein Container, „aber bewohnbarer.“

Akzeptanz für neue Bauprodukte wächst

Am Ende der Wertschöpfungskette und entsprechend auch am Ende der Diskussion steht der Architekt, in diesem Fall Bernd Wögerbauer aus Bamberg. Er sagt, die Ausbildung in Sachen Holzbau habe sich in den letzten Jahren stark verbessert. Aber nur wenige Ikonen der Branche beherrschen beispielsweise den mehrgeschossigen Holzbau. Das Wissen um den Holzbau müsse deshalb weiter verbreitet werden. Hinsichtlich der neuen Bauprodukte aus Buche erklärte Wögerbauer, mit steigender Anzahl der Projekte werde das Material stärker akzeptiert werden.

Eine Wortmeldung aus dem Publikum kritisierte, dass die Politik in der Diskussionsrunde gefehlt habe. Denn jede Diskussion sei wertlos, solange die Bayerische Bauordnung die Verwendung von Holz blockiere. Prof. Wegener erklärte, dass dieser Prozess bereits in Gang sei, besonders hinsichtlich des Brandschutzes.

In ihrem Abschlusswort erklärte die Regierungsvizepräsidentin von Oberfranken Petra Platzgummer-Martin, die Forst- und Holzwirtschaft sei ein enorm wichtiger Wirtschaftsfaktor für Oberfranken. Und gerade der Holzbau sei es gewesen, der die Verantwortlichen dazu bewegt habe, sich im Cluster Wald Forst Holz zu engagieren. Angesichts des heißen Sommers, Dürren und Katastrophen weltweit sei es unverständlich, dass das Thema Klimaerwärmung nicht mehr im Fokus der Öffentlichkeit stehe. Um ihm zu begegnen, müsse in jedem Fall viel mehr Holz verwendet werden.

(Rechte am Bild: Peter Thürl)

Publikum der Podiumsdiskussion
Publikum der Podiumsdiskussion (Rechte am Bild: Marc Kubatte-Große)

Mittwoch, 07.10.2015 bis Sonntag, 11.10.2015

5 Tage rund um Forst und Holz in Traunstein

schauholz auf der truna: 5 Tage rund um Forst und Holz in Traunstein

Holz ist der nachwachsende Bau-, Werk- und Energiestoff der Zukunft. Holzbauten können einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Mit dieser Botschaft präsentierte die mobile Ausstellung „schauholz“ vom 7. bis 11.Oktober auf der Gewerbeschau truna in Traunstein die Bedeutung von Holz im 21. Jahrhundert und informiert über die Wichtigkeit der heimischen Forstwirtschaft.

 

Jan Röder, Geschäftsführer der WBV Traunstein, erklärt den Besuchern die Vorteile der heimischen Forst- und Holzwirtschaft

Die Bedeutung von Holz der Bevölkerung näher bringen

Ziel der mobilen Ausstellung ist es, die Besucher der Traunsteiner Gewerbeschau die vielen Vorzüge des umweltfreundlichen Baustoffs zu demonstrieren: „Mit „schauholz“ soll sowohl der Bevölkerung als auch den kommunalen Entscheidungsträgern die Bedeutung, vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten und Leistungsfähigkeit des heimischen Rohstoffes Holz gezeigt werden,“ sagte Werner Schindler, 1. Vorsitzender der Waldbesitzervereinigung Traunstein.

Großes Interesse an schauholz in einem der waldreichsten Landkreisen Bayerns

Traunstein gehört zu den waldreichsten Landkreisen Bayerns. Rund 40 % des Waldes in dieser Region sind in privater Hand und stellen für dessen Besitzer eine wertvolle Einkommensquelle dar. Die Verwendung von Holz als Baustoff stärkt somit die Region - ein weiterer Holzbau- Vorteil den schauholz aufzeigt. Zudem zeigt der Ausstellungsraum eindrucksvoll die ökologischen Aspekte von Holzbau: Er ist ressourcenschonend, energieeffizient und klimaschonend. Dieses Ausstellungskonzept wurde sehr positiv aufgenommen und bot eine sehr gute Plattform für viele Interessante Gespräche zwischen den Standbetreuern und den zahlreichen Besuchern.

Der Auftritt von schauholz auf der truna war ein voller Erfolg.

(Rechte am Bild: proHolz Bayern)


Donnerstag, 01.10.2015

Themenabend „Bauen mit Holz – Wege in die Zukunft“ in Landshut

Themenabend „Bauen mit Holz – Wege in die Zukunft“ sorgt für großes Interesse bei den regionalen Architekten

Mitten in der Landshuter Innenstadt trafen sich am 1. Oktober 2015 Fachplaner, Architekten und Holzbaubetriebe um gemeinsam Wissenswertes zum Thema Holzbau zu erfahren und über bereits bestehende und geplante Projekte zu diskutieren. Der Abend wurde von proHolz Bayern, dem Marketingbündnis der Forst- und Holzwirtschaft in Bayern, anlässlich der mobilen Ausstellung „schauholz“ auf der Niederbayernschau bei Memmers Wein und Bar in Landshut organisiert.

Die Referenten zusammen mit den Organisatoren des Themenabends: v.l.n.r.: Jakob Oberpriller, Johann Koch, Dr. Ines Heinrich, Prof. Florian Nagler, Wolfgang Huß

Nach der Begrüßung durch Johann Koch, Vorsitzender von proHolz Bayern, der gelungene Holzarchitektur als höchste Veredelungsstufe von Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern bezeichnete, eröffnete Prof. Nagler, Lehrstuhl für Entwerfen und Konstruieren (TU München), mit seinem Vortrag „Einige Holzbauten“ den Abend. Dabei ging er auf die Entstehung von „schauholz“ ein und präsentierte fünf innovative Holzbauten, an deren Planung er beteiligt war. Dabei reichte die Bandbreite von einem Umbau eines Sanatoriums zu einem Hotel in Bayrischzell, über den Neubau des Kultur und Kongressforums in Altötting, hin zu dem, auch von proHolz Bayern unterstützten Studentenprojekt „rotes Dach“ auf der Architekturwoche A6 in München. Zudem stellte er das preisgekrönte Gebäude des Gymnasiums Diedorf vor und schloss seinen Vortrag mit seinem aktuellen Holzbauprojekt, der Sanierung des abgebrannten Kirchengebäudes St. Martha in Nürnberg. Durch die unterschiedlichen Projekte wurde einmal mehr die Vielseitigkeit von Holz als Baustoff unterstrichen.

Den örtlichen Bezug stellte der BDA- Architekt Jakob Oberpriller her. Er präsentierte das neugebaute Pfarrheim St. Wolfgang in Landshut. Das in Holzrahmenbauweise errichtete Gebäude ist das erste deutsche Pfarrheim, das als Passivhaus geplant und gebaut wurde. Mit einem Energieäquivalent von 200 Litern Ölverbrauch im Jahr ist ein sehr sparsamer Betrieb möglich – ein weiterer Vorteil des Baustoffes Holz. „Ein zusätzlicher Grund für die Wahl dieses Materials, ist die Lage des Grundstückes. Das Pfarrheim liegt in einem Hof, umringt von älteren Gebäuden. Um den Platz nicht zuzubauen, sollte dieses Haus ihn eher wie ein Möbelstück füllen – und die meisten Möbel sind nun einmal aus Holz“, erläuterte der Architekt und Stadtplaner.

„Bauen mit Holz – Wege in die Zukunft“ bei Memmers Wein und Bar in Landshut

Zum Abschluss des Abends stellte Wolfang Huß, Mitarbeiter am Lehrstuhl für Entwerfen und Holzbau der TU München, die neue Plattform „leanWOOD“ vor. Das Hauptziel dieses Projektes ist die Entwicklung neuer Kooperations- und Prozessmodelle speziell für den vorgefertigten Holzbau. „Bei bereits vorhandenen Plattformen besteht das Problem, dass diese oft nicht auf den Holzbau zugeschnitten sind. „leanWOOD“ ist deshalb speziell für die Planung von Holzbauprojekten entwickelt worden. Man braucht keine weiteren Leuchtturmprojekte aus Holz, viel eher ist es nun wichtig, Planungssicherheit für Architekten und Statiker zu schaffen, die sich mit Holz planen und bauen wollen“, erklärte Huß.

Fotos: © proHolz Bayern


Sonntag, 27.09.2015

Oberbayerischer Waldbesitzertag: Der Wald lädt ein - nach Ebersberg

Oberbayerischer Waldbesitzertag: Der Wald lädt ein - nach Ebersberg

Forstmaschinen, Fachvorträge und Mitmachaktionen für die ganze Familie - in Ebersberg drehte sich beim Oberbayerischen Waldtag am 27. September alles um das Thema "Wald und Forstwirtschaft". Rund um den Volksfestplatz, am Waldmuseum und im Ebersberger Forst waren mehr als 70 Stände und Ausstellungsmöglichkeiten aufgebaut.

 

Erstmals mit der Holzbox auf einem Waldbesitzertag: Der Infostand von Mein Wald

Premiere für den Infostand von mein Wald

Erstmals war der brandneue Stand von "mein Wald" auf einem Waldbesitzertag vertreten und gab zusammen mit der Holzbox ein sehr gutes Bild ab. Viele Besucher nutzen die Gelegenheit sich über die richtie Waldpflege oder die für sie zuständigen forstlichen Ansprechpartner zu informieren. Um mit dem Waldumbau gleich loslegen zu können, wurden kostenlose Tannenbäumchen verteilt.

v.l.n.r.: Friedrich Niebl, Behördenleiter des AELF Ebersberg, die bayerische Waldprinzessin Manja Rohm, Dr.Ines Heinrich von proHolz Bayern und Amtschef Hubert Bittlmayer

Neuer Amtschef Hubert Bittlmayer besucht die Holzbox

Auch bei diesem Auftritt der Holzbox durfte sich proHolz Bayern über den Besuch politischer Prominenz freuen. Der neue Amtschef des Bayerischen Staasministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Hubert Bittlmayer, besuchte zusammen mit dem Behördenleiter des AELF Ebersberg, Friedrich Nebl, und der frisch gewählten Bayerischen Waldprinzessin, Manja Rohm, die Holzbox. Die Gäste zeigten sich sehr interessiert an der Arbeit von proHolz Bayern und bekamen von Dr.Ines Heinrich einen Geschäftsbericht überreicht.

Die Besucherresonanz auf beiden Ständen war sehr positiv, der gemeinsame Auftritt von proHolz Bayern und "mein Wald" kann als ein voller Erfolg gewertet werden.

(Rechte am Bild: proHolz Bayern)


Samstag, 26.09. bis Sonntag, 04.10.2015

schauholz auf der Niederbayernschau in Landshut

Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft: schauholz auf der Niederbayernschau

Vom 26. September bis zum 04. Oktober fand in Landshut die Verbrauchermesse Niederbayernschau statt, die von über 108.000 Menschen besucht wurde. Auch proHolz Bayern war mit der mobilen Ausstellung schauholz vertreten und informierte die Messebesucher über die vielen Vorteile der nachhaltigen Forstwirtschaft und der innovativen Holzverwendung, vom Klimaschutz bis hin zur Energieffizienz. 

Die Ehrengäste vor schauholz v.l.n.r.: Johann Koch, Prof. Dr. Karl Stoffel, Heinz Grunwald, Florian Oßner, Wolfgang Forstenaicher, Ines Heinrich (Rechte am Bild: Mathias Renert)

Bereits am ersten Tag durfte sich das proHolz Bayern Team rund um den Vorsitzenden Johann Koch über politische Prominenz am schauholz Stand freuen. Der Bundestagsabgeordnete Florian Oßner, der Präsident der Hochschule Landshut Prof. Dr. Karl Stoffel, und der Regierungspräsident von Niederbayern, Heinz Grundwald, statteten schauholz im Rahmen des Messerundgangs einen Besuch ab. Hier bot sich die Gelegenheit für Interviews zum Thema Holzverwendung zu führen. Alle waren sich einig, dass Holz ein Baustoff der Zukunft ist, den man weiter fördern sollte. Von der Arbeit von proHolz Bayern zeigten sie sich sehr interessiert und bekamen jeweils einen Geschäftsbericht überreicht. 

Bundesminister Christian Schmidt im Gespräch mit dem proHolz Bayern Vorsitzenden Johann Koch (Rechte am Bild: proHolz Bayern)

Der Höhepunkt für proHolz Bayern war am Montag, dem 28.09. Hier hielt der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Niederbayerischen Bauerntages eine Rede im Festzelt der Niederbayernschau. Auf dem Weg dorthin machte er Halt vor schauholz und nahm sich Zeit für ein Gespräch mit dem proHolz Bayern Vorsitzenden Johann Koch. Schmidt kannte bereits die Ausstellung "Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft" aus Berlin und zeigte sich erfreut, dass man diese Ausstellung mit schauholz weiteren, interessierten Personen zugänglich macht. Er war interessiert an der Arbeit von proHolz Bayern und nahm gerne den von Johann Koch überreichten Geschäftsbericht entgegen.

Insgesamt war der Auftritt von proHolz Bayern zusammen mit dem AELF Landshut und der Waldbesitzervereinigung Landshut auf der Niederbayernschau ein großer Erfolg. Architekten, Waldbesitzer, Bauherren, Zimmerer und Schreiner besuchten die Ausstellung ebenso wie normale Messebesucher, die sich über Forstwirtschaft und Holzverwendung informieren wollten. 

Alle Interviews vom ersten Messetag finden Sie im nachfolgendem Video


Sonntag, 20.09.2015

Niederbayerischer Waldbesitzertag: Der Wald - zu Gast in Kirchberg

Niederbayerischer Waldbesitzertag: Der Wald - zu Gast in Kirchberg

Am 20.September fand der Niederbayerische Waldbesitzer Tag in Kirchberg vorm Wald statt, eine Gemeinschaftsaktion der Forstverwaltung mit zahlreichen Organisationen, Vereinen und Initiativen. Getreu dem Motto "Der Wald - zu Gast in Kirchberg" halfen alle ortsansässigen Vereine und Verbände mit um eine rund um gelungene Veranstaltung auf die Beine zu stellen. 

Das umfangreiche Programm bot neben spannenden Vorführungen auch viel Wissenswertes - von der Forstpflanze über Holzernte bis zum Heizen mit Holz war für jeden etwas geboten.

Die Holzbox erfreute sich auch auf dem Waldtag in Kirchberg großer Beliebtheit bei den Besuchern (Rechte am Bild: proHolz Bayern)

proHolz Bayern Holzbox erfreute sich großer Beliebtheit

proHolz Bayern war mit der Holzbox auf dem Waldbesitzertag vertreten. Dank des guten Wetters konnte die Terasse samt Holzklötzen genutzt werden und es fanden sich viele große und kleine Baumeister um die Holzklötzchen zu den unterschiedlichsten Gebilden zusammenzusetzen. Der Hintergedanke "Bauen mit Holz ist Zukunft" kam sehr gut an. 

Die bayerische Waldkönigin Maria Oswald und Forstminister Helmut Brunner besuchten zusammen mit den Ehrengästen die Holzbox (Rechte am Bild: Herbert Wiederer)

Hoher Besuch: Waldkönigin und Forstminister besuchen die Holzbox

Als Highlight des Tages darf aus Sicht von proHolz Bayern sicher der spontane Besuch von Forstminister Helmut Brunner und der frisch gewählten bayerischen Waldkönigin Maria Oswald gelten. Obwohl Herr Brunner die Holzbox bereits kannte, ließ er es sich nicht nehmen sie erneut zu begutachten. Besonderen Gefallen hatte er an der Kinderspielecke mit den Holzklötzchen gefunden. 

Auf Grund der guten Besucherresonanz und des Ministerbesuchs darf der Auftritt der proHolz Bayern Holzbox für alle Beteiligten als voller Erfolg verbucht werden. 


Freitag, 14.08.2015

Holzforum Allgäu: Erfolgreiche 1. Fachtagung „Leben und Arbeiten mit Holz“

Leben und Arbeiten mit Holz - Erfolgreiche Premiere mit rund 130 Besuchern bei der 1. Fachtagung des Holzforums

Dem Holzforum Allgäu gelang mit seiner 1. Fachtagung im Rahmen der Allgäuer Festwoche auf Anhieb ein großer Erfolg. Rund 130 Besucher kamen am Mittwoch, den 12.08.2015 ins Kornhaus nach Kempten um bei der Fachtagung 'Leben und Arbeiten mit Holz' dabei zu sein.

Josef Bertl, Unternehmensberater aus Anzing, führte gekonnt und mit viel Witz und Charme durch die Veranstaltung. Von Beginn an hatte er mit Sprüchen wie „Es geht nicht nur um das Holz vor der Hütt´n. Holz als Baumaterial begleitet uns das ganze Leben - von der Wiege bis zum Sarg“ die Aufmerksamkeit und natürlich die Lacher auf seiner Seite.

v.l.n.r.: Thomas Kiechle, Rüdiger Lex, Prof. Hermann Kaufmann, Anton Klotz, Hugo Wirthensohn, Hans-Joachim Weirather

"Viele gewinnbringende Aktionen für die Region"

Hugo Wirthensohn, Vorsitzender des Holzforum Allgäu, griff die lockere Stimmung auf und führte die Anwesenden in die Arbeit des Holzforums ein. Als interaktives Netzwerk, das in dieser Form einmalig im Allgäu ist, kann das Holzforum seit der Gründung im Jahr 2003 auf viele Erfolge zurück blicken. Darunter unter anderem: der Allgäuer Holzbaupreis, die Einführung des PEFC Labels (unter anderem bei den Kontoauszügen der Raiffeisenbanken deutschlandweit) und ganz aktuell die Ausrichtung der Ausstellung 'Bauen mit Holz in Bayerisch-Schwaben' in der Kunsthalle in Kempten. Viele gewinnbringende Aktionen für die Region, die in Zukunft noch weiter ausgebaut werden sollen.

Die großen Themen, die in der Zukunft weiter angegangen werden sollen, ist zum einen die Verbindung von Regionalität und Globalität, die in fast keinem Bereich so ausgeprägt ist wie im Holzbereich sowie die Nachwuchsförderung. Zusammen mit  proHolz Tirol gab es hier bereits das Projekt 'facing:wood - junge Menschen mit Holz begeistern'. Die daraus entstandene Kooperation wird auch in den kommenden Jahren weiter geführt.

Hugo Wirthensohn und Josef Bertl

"Arbeiten mit Holz muss vermittelt werden - proHolz Tirol als Vorreiter"

An diesen Punkt knüpfte Rüdiger Lex, Geschäftsführer von proHolz Tirol, nahtlos an. Als Vertreter einer österreichischen Holz-Organisation zeigte er auf, wie weit unsere Nachbarn im Bereich Holzbau bereits sind und was ein funktionierendes und etabliertes Netzwerk alles leisten kann. 'Arbeiten mit Holz muss vermittelt werden'. Besonders in Tirol, dem Sitz von proHolz Tirol, ist dies bereits gelungen. Hier hat der Holzbau signifikant zugenommen, seit das Netzwerk seine Arbeit aufgenommen hat. Nun steht jedoch die schwierige Aufgabe an, das Niveau zu halten oder sogar zu verbessern.

Das Kornhaus in Kempten bot den idealen Rahmen für die Fachtagung "Leben und Arbeiten mit Holz"

"Holzbau als revolutionäre Baumethode"

Prof. Hermann Kaufmann, Leiter des Fachgebiets Holzbau am Institut für Bautechnik und Entwerfen an der Architekturfakultät der TU München, zeigte an eindrucksvollen Bildern, was im Holzbau bereits alles möglich ist. In seinem Vortrag 'Faszination moderne Holzarchitektur' wies er darauf hin, dass Holzbau heute keineswegs mehr den 'traditionellen' Klischees entsprechen muss, sondern durch die Möglichkeit der umfassenden Vorfertigung zu einer revolutionären Baumethode geworden ist. Kurze Bauzeiten, ermöglicht durch trockene Bauweisen und Transport- und Montagefreundlichkeit, führen zu einer Steigerung der Bauqualität. 'Holz, das wahrscheinlich älteste Baumaterial könnte eine neue Renaissance erleben, denn die ökologischen Eigenschaften sind bei kaum einem anderen Baustoff besser ausgeprägt.'

Abgerundet wurde die Fachtagung durch die Jagdhornbläser Altusried, die zu Beginn und am Ende eine Kostprobe ihres Könnens gaben. Auch Hugo Wirthensohn ließ es sich als aktives Mitglied der Jagdhornbläser nicht nehmen, selbst für das Holz ins Horn zu blasen.

(Rechte am Bild: Holzforum Allgäu)


Mittwoch, 29.07.2015

Erfolgreiche Eröffnung der Ausstellung „Bauen mit Holz in Bayerisch-Schwaben“

Erfolgreiche Eröffnung der Ausstellung „Bauen mit Holz in Bayerisch-Schwaben“

Am Freitag, den 24. Juli um 18 Uhr eröffnete das Holzforum Allgäu gemeinsam mit dem Architekten Frank Lattke die Ausstellung „Bauen mit Holz in Bayerisch-Schwaben“. Diese ist noch bis zum 16. August zu sehen.Trotz des sommerlichen und warmen Wetters besuchten am Freitagabend mehr als 50 Menschen die Kunsthalle Kempten, um sich in dem Ausstellungsraum an den verschiedenen Exponaten zu den Themen Nachhaltigkeit, Holzbau und Farbmöglichkeiten zu informieren. Unter den Besuchern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft waren unter anderem MdL Leopold Herz, MdL Ulrike Müller, Alexander Kirst, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks, viele Mitglieder des Holzforum Allgäu sowie weitere Interessierte aus allen Bereichen. Abgerundet wird die Ausstellung durch Kunststücke der Holzbildhauerin Mareike Lemke, die zwischen den Infotafeln und Modellen platziert sind.

Architekt Frank Lattke zusammen mit der Europaabgeordneten Ulrike Müller und Hugo Wirthensohn, 1. Vorsitzender des Holzforum Allgäu bei der Eröffnung

Großes Interesse begeistert die Verantwortlichen

In seiner Eröffnungsansprache zeigte sich Hugo Wirthensohn, 1. Vorstand des Holzforum Allgäu, über das große Interesse begeistert: „Das Holzforum Allgäu veranstaltet das erste Mal eine solche Ausstellung. Wir sehen es als großen Erfolg, dass so viele Besucher den Weg heute zu uns gefunden haben. Nun sind wir gespannt auf die kommenden Tage.“ Auch Frank Lattke, der in seiner anschließenden Rede die Themen der Ausstellung näher erklärte, war überaus zufrieden.

Hugo Wirthensohn zeigte sich bei seiner Eröffnungsrede begeistert von dem großen Interesse an der Ausstellung

Ausstellung Bauen mit Holz in Bayerisch-Schwaben:

CO2-neutral, kostengünstig, wärmedämmend, effizient, ästhetisch – das ist Holzbau. Holzbau ist außerdem regional und gewinnt unter dem Thema der Nachhaltigkeit vor allem im waldreichen Bayern zunehmend an Bedeutung. Doch wo kommt das Holz aus unserer Region eigentlich her? Welches sind die wichtigsten heimischen Hölzer und was gibt es für architektonisch herausragende und optisch begeisternde Holzbauten in Bayerisch-Schwaben?

Dass sich mit Holz nicht nur das wohnliche Einfamilienhaus realisieren lässt, sondern auch, wie an herausragenden Beispielen ersichtlich wird, der Geschosswohnungs-, der Industrieund der Sakralbau, zeigt die Ausstellung „Bauen mit Holz in Bayerisch-Schwaben“ an eindrucksvollen Beispielen. Ästhetisch, nachhaltig, effizient und ökonomisch sollen Bauten aus Holz sein. Ob Neubau oder Sanierung. Im Bereich der Ästhetik spielt Farbe eine wichtige Rolle.Zur Option steht ein Farbanstrich, der die Authentizität des Baumaterials wahrt und Dauerhaftigkeit gewährleistet.

Die Ausstellung kann noch bis zum 16. August zu den folgenden Öffnungszeiten besucht werden: Mittwoch, Donnerstag und Freitag: 15 – 18 Uhr, Samstag und Sonntag: 10 – 16 Uhr. Der Eintritt ist frei! Weitere Details finden Sie auch auf unserer Homepage www.holzforum-allgaeu.de

(Rechte am Bild: Holzforum Allgäu)


Montag, 06.07.2015 und Dienstag, 07.07.2015

C.A.R.M.E.N.-Symposium 2015 – Holzverwendung im Fokus

C.A.R.M.E.N.-Symposium 2015 – Holzverwendung im Fokus

Am 06. und 07. Juli fand in Straubing das 23. C.A.R.M.E.N.-Symposium statt. Rund 350 Tagungsgäste nutzten die Gelegenheit, sich in verschiedenen Fachblöcken zum Thema „Erneuerbare – Rohstoffe und Energie sicher und effizient" auf den neuesten Stand zu bringen. Auch die stoffliche und energetische Nutzung von Holz war heuer ein wichtiges Thema.

Die Verantwortlichen freuten sich über das rege Interesse am Thema Holz im Rahmen des Symposiums

Fachblock "Aspekte der Nachhaltigen Holznutzung"

Im Block „Aspekte der Nachhaltigen Holznutzung“ ging es vor allem um die Verfügbarkeit des wertvollen Rohstoffs. Dessen energetische Nutzung stand bei den Vorträgen zum Thema „Verschärfte Emissionsanforderungen für Holzheizungen“ im Mittelpunkt. Und auch die Referate zur stofflichen Holzverwendung fanden viel positive Resonanz: So spielte das Thema Holz im Fachblock „Bauen – ökologisch und energieeffizient“ eine große Rolle. Hier wurde unter anderem der Neubau des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberpfalz als Best Practice-Beispiel vorgestellt.

Fachblock "Wege zum Holzbau"

Im Block „Wege zum Holzbau“ lag der Fokus auf dem Bauen mit Holz. Hier stellte Professor Dr. Markus Lemberger gemeinsam mit Rosina Algasinger die positive Wirkung von Netzwerkaktivitäten der Forst- und Holzbranche auf die Holzbauquote vor und Anton Pavic erläuterte in seinem Vortrag „Holzbau und Brandschutz“, warum ein Holzbau keineswegs eine brandgefährliche Sache ist. Die Aufmerksamkeit der Teilnehmer wieder ganz konkret zum Einzelobjekt, lenkten Tragwerksplaner Ernst Friedl und Architektin Gerti Leitenbacher, die das Haus der Berge in Berchtesgaden und dessen Entstehung vorstellten und Architekt Florian Lichtblau, der das Projekt „Wohnbau München 1958“, eine Erneuerung und Nachverdichtung in Holzbauweise, präsentierte.

Die Verantwortlichen des C.A.R.M.E.N. e.V. und des seit 2013 dort angesiedelten regionalen Netzwerks Forst und Holz, freuten sich über das rege Interesse am Thema Holz im Rahmen des Symposiums. Dieses auch in Zukunft immer wieder bei verschiedenen C.A.R.M.E.N.-Veranstaltungen aufgreifen, ist in Planung. Der digitale Tagungsband zum C.A.R.M.E.N-Symposium 2015 ist auf Anfrage erhältlich.

Weitere Informationen und die gesamte Pressemitteilung finden Sie hier.

(Rechte am Bild: Teilnehmer Bildquelle: C.A.R.M.E.N. e.V.)


Sonntag, 21.06.2015

Waldbesitzertag in Forchheim

Waldbesitzertag in Forchheim – Ein Tag rund um Wald und Holz, 21.06.2015

Unter der Schirmherrschaft des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann fand am 21. Juni der Forchheimer Waldtag im Forchheimer Kellerwald statt. proHolz Bayern war mit der Holzbox vertreten und warb zusammen mit den regionalen Waldbesitzervereinigungen und Forstbetriebsgemeinschaften für die Vorteile einer nachhaltigen Forstwirtschaft und Holznutzung.

Die Holzbox erfreute sich auch auf dem Waldtag Forchheim großer Beliebtheit bei den Besuchern. (Rechte am Bild: proHolz Bayern)

Hauptaugenmerk von proHolz Bayern lag dabei auf der Vorstellung der neuen Broschüre „Gute Idee: Bauen mit Holz“, die die Klimaschutzwirkungen von Holzprodukten aufzeigt und dem Leser anschaulich erklärt. Jeder Baum nimmt im Laufe seines Lebens CO2 auf und speichert den schädlichen Kohlenstoff im Holz. Von dort wird er erst wieder freigesetzt, wenn das Holz verrottet oder verheizt wird. Somit kann nachhaltige Holznutzung den Klimawandel verlangsamen – Bauen mit Holz ist also eine gute Idee!

Der Innenminister und Schirmherr Joachim Herrmann bekam von Dr. Ines Heinrich die neue proHolz Bayern Broschüre "Gute Idee" und den Geschäftsbericht 2014 überreicht. (Rechte am Bild: Mathias Renert)

Zudem war der Waldtag der perfekte Rahmen, um mit Politkern und lokalen Entscheidungsträgern über ihre Meinung zur Holzverwendung zu sprechen. So wurden unter anderem mit dem agrarpolitischen Sprecher der SPD Landtagfraktion Horst Arnold und dem Landtagsabgeordneten Markus Ganserer (Bündnis 90 die Grünen) Interviews geführt, in denen sie sich beide für eine Steigerung der Holzbauquote aussprachen. Bei dieser Gelegenheit wurde auch der neue Geschäftsbericht von proHolz zusammen mit der Broschüre „Gute Idee“ übergeben. Zudem standen der Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes Josef Spann, der Sprecher der Forstlichen Vereinigungen in Bayern Walter Nussel und Dr. Andreas Knorr, Behörden- und Bereichsleiter Forsten des AELF Bamberg für Interviews bereit und erhielten ebenfalls Geschäftsbericht und Broschüre. Das Highlight aus proHolz Bayern Sicht war sicherlich das Gespräch mit Staatsminister Herrmann, der die positiven Eigenschaften von Holz als Baustoff noch einmal hervorhob und Holz somit als Baustoff empfiehlt.

Alle Interviews finden Sie in nachfolgendem Film über den Waldtag in Forchheim.


Freitag, 15.05.2015

Forum Bauen mit Holz Altmühlfranken

Forum Bauen mit Holz Altmühlfranken auf der Regionalmesse in Gunzenhausen 19.-22.4.15

Die Regionalmesse Altmühlfranken ist eine wichtige Grundlage, das Leistungsvermögen der Region über den Landkreis hinaus zu präsentieren. Zu der viertägigen Messe mit ca. 250 Ausstellern kamen rund 30.000 Besucher.

Die Regionalmesse Altmühlfranken ist eine wichtige Grundlage, das Leistungsvermögen der Region über den Landkreis hinaus zu präsentieren. Zu der viertägigen Messe mit ca. 250 Ausstellern kamen rund 30.000 Besucher.

Schon beim Eintreten in die Grüne Halle schlug einem der Geruch von Wald und Natur entgegen. Und dort gab es viel zu sehen! Betrachten konnte man Schnitzereien aus Holz und jeder konnte einmal das Sägen ausprobieren. Bei dem Jagdverein konnte man auf einer Leinwand virtuell Wildschweine schießen gehen! Und auch Kinder kamen nicht zu kurz, für sie gab es verschiedene Bastelaktionen. Information rund ums Holz und wie man es anwenden kann, bekam man bei der Initiative Bauen mit Holz Altmühlfranken.

Messestand Forum Bauen mit Holz Altmühlfranken, Forumssprecher Axel Stöhr und aktives Mitglied Innungsmeister Helmut Stöhr (Zimmerei Ortner und Stöhr)

Die Aktion in der grünen Halle hat der ehrenamtlichen Arbeitsgruppe Bauen mit Holz Altmühlfranken neuen Schwung gegeben. „Wir haben versucht als Säger, Zimmerleute, Schreiner und Planer die Vorzüge des Holzbaus darzustellen. Mit gutem Informationsmaterial von proHolz konnten wir hoffentlich wichtige Vorzüge des Holzbaus den Menschen nahe bringen. Auch auf politischer Ebene wird das Interesse am Holzbau größer, und wir hoffen ein Pilotprojekt in der Region zeitnah umsetzen zu können“, sagt Axel Stöhr, Forumssprecher.

Beim offiziellen Rundgang zur Messeeröffnung: MdB A. Auernhammer, Forumssprecher Axel Stöhr, Landrat G. Wägemann, Staatssekretär J. Hintersberger, Innungsmeister H. König, Bürgermeister K.H. Fitz

(Rechte am Bild: Initiative Bauen mit Holz Altmühlfranken)


Montag, 20.04.2015

Bayern fördert Holzbau in der Landwirtschaft

Bayern fördert Holzbau in der Landwirtschaft

Die Redner auf der Veranstaltung zum Holzbau n der Landwirtschaft (v.l.n.r.): MD Robert Morigl, Martin Huber, Jakob Opperer, Amtschef Hubert Bittlmayer, Prof. Dr. Gerd Wegener, Peter Aicher und Manfred Pusch Leitender Ministerialrat am StMELF

Interreg-Projekt „Landwirtschaftliche Nutzgebäude in Holzbauweise“ vorgestellt

Bayern ist Waldland. Und Bayern ist Holzbauland. Jetzt will Bayern auch in der Landwirtschaft das Bauen mit Holz in der Landwirtschaft fördern. Zu diesem Zweck lief von 2007 bis 2013 das Interreg-Projekt „Landwirtschaftliche Holzgebäude in Holzbauweise“. Am 20. April wurde das Projekt auf einer Tagung im Landwirtschaftsministerium vorgestellt. Etwa 100 Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft kamen zu der Veranstaltung.

„Holz ist erste Wahl“

Es war eine Premiere für den neuen Amtschef Hubert Bittlmayer, der Landwirtschaftsminister Helmut Brunner vertrat. Bittlmayer betonte, dass Wald und Holzbauten die Landschaft in Bayern prägen. „Wir sind verantwortlich für das Bild unserer Heimat“, sagte Bittlmayer. Deshalb wolle man den Holzbau auch in der Landwirtschaft fördern. In diesem Zusammenhang nahm Bittlmayer Bezug auf die Kampagne „Holz – Zeitlos schön“, die von Teilen Der Bauwirtschaft kritisiert wurde, das sie Holz als Baustoff einseitig fördere. Bittlmayer sagte: „Es wird kein anderer Baustoff schlechtgeredet. Aber es ist Aufgabe des Landwirtschaftsministeriums, für landwirtschaftliche und forstliche Produkte zu werben.“

Landwirtschaft und Holzbau passen perfekt zusammen, sagte Bittlmayer. Holzbau stehe für regionale Kreisläufe und Naturverbundenheit. „Bauen mit Holz sollte auch in der Landwirtschaft der Normalfall sein“, forderte Bittlmayer. Da dies im Moment noch nicht der Fall ist, müsse eine Trendwende her. Holz biete viele Vorteile. Zum einen sei es im Bauernwald vielfach als Rohstoff vorhanden. Zum anderen können die Landwirte beim Bau eines Stalles durch Eigenleistung Geld sparen. Laut einer Untersuchung des Landesamtes für Landwirtschaft bis zu 15%. Holz hat ein ansprechendes Äußeres und passt in die Landschaft. „Ich weiß wie frisches Holz Holz riecht“, sagte Bittlmayer, „aber wie riecht frischer Stahl?“ Und abschließend: „Wir müssen zeigen, dass Holz immer eine Wahl ist, am besten erste Wahl.“

„Kein anderer Werkstoff ist wie Holz“

Clustersprecher Prof. Dr. Gerd Wegener stellte das gemeinschaftliche Interreg-Projekt „Landwirtschaftliche Holzgebäude in Holzbauweise“ vor, in dem neue bauliche Konzepte für landwirtschaftliche Nutzgebäude in Holzbauweise entwickelt wurden. Wegener sagt: „In den 60er und 70er Jahren haben wir viele Holzkenntnisse verloren, und damit auch das Selbstverständnis für Holz.“ Die Klammer Landwirtschaft und Holz müsse neu belebt und Holz als moderner universeller Baustoff in den Köpfen verankert werden. Denn Holz ist ein nachwachsender Rohstoff erster Qualität, es speichert Kohlenstoff, ist regional verfügbar und nicht nur Baustoff, sondern auch ein hocheffizientes Dämmmaterial. „Es gibt keinen Wettbewerbsbaustoff, der die Eigenschaften von Holz hat“, so Wegener. Holz ist kostengünstig und Gebäude aus Holz können schnell in Trockenbauweise errichtet werden. Holz hat hervorragende baupysikalische Eigenschaften. Gebäude aus Holz sind günstig im Unterhalt und einfach zu erweitern oder umzunutzen. Weiter Holz bietet Holz die Möglichkeit zur Wiederverwertung, nicht nur energetisch, sondern auch in neuen Gebäuden, schließt Clustersprecher Wegener sein Plädoyer für den Baustoff Holz ab. Darüber hinaus wächst in Bayern alle sechs Minuten das Holz für einen neuen Stall für 150 Milchkühe. „Holzbau ist der Schlüssel zur Erreichung unserer Klimaziele“, so Wegener. Um das zu verbreiten, brauche man nicht 70, 80 oder 100 Leute, sondern viele, „am besten Alle!“

Rund 70 Fachleute aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft kamen zur Vorstellung des Interreg-Projekts

Zimmerer als Partner landwirtschaftlicher Bauherren

Peter Aicher, Vorsitzender des Bundes Deutscher Zimmermeister und Präsident des Landesinnungsverbandes  des Bayerischen Zimmererhandwerks, empfahl die Zimmerer als Partner für den Holzbau in der Landwirtschaft. In Bayern gebe es 1250 Zimmererbetriebe, die mit ihrer hervorragenden Qualifikation in der Region vertreten sind. Die Zimmerer begleiten die Bauherren bei Planung, Bauleitung und Bau. Die Regionalität der Zimmerer passe gut zur Landwirtschaft, so Aicher. Das neue Regionalzertifikat des PEFC eröffne für die Zimmerer neue Möglichkeiten und passe hervorragend zur Landwirtschaft. „Bauen mit Holz ist gelebt Kreislaufwirtschaft“, sagte Aicher und wünschte sich, dass sich diese Botschaft bei Landwirten, Kommunen und an Stammtische verbreiten möge.

Hinsichtlich Brennbarkeit und chemischen Holzschutz stellte Aicher klar, dass Holz hier Konkurrenz nicht zu fürchten braucht. „Gebäude bis 400 Quadratmeter Grundfläche dürfen komplett aus Holz gebaut werden. Darüber braucht man Zwischenwände aus nicht brennbarem Material. Chemischer Holzschutz ist dank konstruktiver Maßnahmen nicht nötig.

Aicher plädiert dafür, die Verwendung von eigenem Holz für den Holzbau zu fördern und wünscht sich eine engere Zusammenarbeit der Akteure. „Es gibt in Bayern 73 Landkreise, 47 Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und 57 Zimmererinnungen. Das passt doch gut zusammen.“

„Ein Stall ist eine Lebensentscheidung“

Martin Huber ist Landwirt und hat einen Stall aus Holz gebaut. Für den Bau hat Huber im Rahmen des Bayerischen Holzbaupreises 2014 eine Anerkennung erhalten. Der Stall steht jetzt dreieinhalb Jahre und Huber kann aus seiner Erfahrung berichten. Huber bewirtschaftet einen Betrieb mit 25 ha und einen Zweitbetrieb mit 18 ha Größe. Als der Bau eines neuen Stalls anstand wollte er keinen dritten Betriebsstandort aufmachen. Am Betrieb selbst stand aber nur ein Hanggrundstück zur Verfügung. Für Ställe in Industriebauweise ist das ein unüberwindbares Problem. Und das Gebäude sollte ohnehin nicht wie ein Industriebau aussehen. „Ein Stall ist eine Lebensentscheidung – und anschließend Lebensmittelpunkt. Menschen und Tiere müssen sich wohlfühlen“, sagt Huber.

So ist Huber auf Holz als Baumaterial gekommen. Er hat das Holz aus seinem eigenen Wald verwendet und für Planung und Bau örtliche Firmen beauftragt. Insgesamt drei Jahre hat die Planung gedauert. 900 stunden Eigenleistung hat Martin Huber in dieser Zeit eingebracht und konnte dadurch viel Geld sparen. Unter anderem hat er den Holztransport vom Sägewerk zum Zimmerer und vom Zimmerer zur Baustelle übernommen. Auf ein Betonfundament mit etwa zwei Meter hohen Pfosten setzt die Holzkonstruktion auf. Innerhalb von einer Woche wurde die komplette Halle aufgestellt, berichtet Huber begeistert. Die Hallenteile wurden an der Baustelle vorgefertigt. Die Pfosten der Halle haben einen extrem weiten Abstand von 6,50 Meter. Moderne Abbundtechnik schafft feste Verbindungen, die so große Abstände erlauben, berichtet Huber. Auf deiner Teilfläche von 120 qm hat Huber eine Strohbühne in den Stall eingezogen und so eine zweite Ebene und unterschiedliche Klimazonen im Stall geschaffen. Unter der Strohbühne hat er den Kälberbereich eingerichtet, der wärmer sein muss als der Rest des Offenstalls. Wegen der Hanglage ist der Stall abgetreppt. Die unterschiedlichen Ebenen sind durch Viehtreppen verbunden.

Martin Huber ist von seinem Holzstall begeistert. Aber er weiß auch: „Landwirte bauen immer nur das, was sie schon kennen.“ Und das sind momentan zumeist Gebäude aus Sandwichplatten. Um das Vertrauen in Holz zu stärken sei eine Beratung der landwirtschaftlichen Bauherren schon bei der Grobplanung enorm wichtig. Sie helfe beim Abschätzen der Baukosten und bei der Konstruktion. Auch Stallbauseminare seien in dieser Hinsicht wertvoll. Denn oft überreden Stallbaufirmen die Bauern zu einem ebenen Bau, obwohl dies, wie bei ihm, nicht immer sinnvoll ist. Zuletzt, sagt Huber, ist eine unbürokratische Zusammenarbeit aller Beteiligten nötig, um Projekte wie seinen Stall zu realisieren. Huber hat seinen Stall übrigens zu 90% aus Tannenholz gebaut. „Das ist härter“, sagt er.

Es geht auch feiner und flexibler

Das Schlusswort hatte Jakob Opperer, Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft. Das vorgestellte Projekt sei nur eine Initialzündung. Neue regionale Baukonzepte für die Landwirtschaft sollen folgen. Status Quo bei Stallgebäuden seien immer größere Gebäude in Sandwichbauweise. Es gehe aber auch feiner und flexibler, sagt er, und zeigt Vergleichsbeispiele aus Holz. Holzbauten seien leicht erweiterbar und auch für kleine Betriebe geeignet. Seinem Kollegen aus Nordrhein-Westfalen sei bei der Durchfahrt durch Bayern aufgefallen, dass die landwirtschaftlichen Gebäude vielgestaltiger sind als woanders. Opperer sieht das als Kompliment und Ansporn an die bayerische Landwirtschaft.

Immer wichtiger werde zudem die Außenwirkung der Landwirtschaft. Die Menschen wollen zunehmend wissen, was in den Ställen passiert. Offene Ställe aus Holz helfen hier. „Sie erhöhen die Transparenz und das Tierwohl“, sagt Opperer. Kommt ein Stall in die Jahre, sieht man ihm das irgendwann an. „Mit Holz produzieren wir keinen Sondermüll, wenn die Nutzungszeit des Stalls vorbei ist“, sagt Opperer und zum Bild auf eine alte Stalltür aus Holz: „Holz altert in Würde.“

(Rechte am Bild: Marc Kubatta-Große)


Sonntag, 19.04.2015

Deggendorfer Holztage 2015
Forstminister Helmut Brunner zu Besuch am Gemeinschaftstand des Netzwerk Forst und Holz  -  C.A.R.M.E.N. e.V. und proHolz Bayern

Ein Wochenende im Zeichen des Holzes – Deggendorfer Holztage 2015

14.000 Besucher an zwei Messetagen, über 80 Aussteller aus allen Bereichen der Branche Forst und Holz, ein begeisterter Forstminister und reichlich Information und Unterhaltung für Fachleute und die ganze Familie. Das waren die Deggendorfer Holztage 2015, die am 11. und 12. April in und um die Deggendorfer Stadthallen stattfanden.

Schon vor der Eröffnung am Samstagvormittag, standen interessierte Besucher vor den Toren der Deggendorfer Stadthalle und warteten auf Einlass. Am Sonntag zählten die Veranstalter, die Deggendorfer Kultur- und Kongresszentrum GmbH, das Netzwerk Forst und Holz im C.A.R.M.E.N. e.V. und ihre Kooperationspartner, sogar noch mehr Besucher. Insgesamt 14.000 am Holz interessierte Personen aus Nah und Fern hatten bei schönstem Frühlingswetter ihren Weg nach Deggendorf zu den Holztagen gefunden und ließen sich von der Vielfalt des nachwachsenden Rohstoffs begeistern.

Gut besucht waren die Deggendorfer Holztage besonders am Sonntag.

Einen ausführlichen Messerundgang absolvierte auch Staatsminister Helmut Brunner, der in Begleitung von Netzwerk-Geschäftsführer Alexander Schulze, dem stellvertretenden Deggendorfer Landrat Peter Erl, Deggendorfs zweitem Bürgermeister Günther Pammer und Staatssekretäre Bernd Siebler sowie weiteren Vertretern aus Politik und Verwaltung, das Gespräch mit den Ausstellern an ihren Ständen suchte. Der Minister betonte wie wichtig es sei, den nachwachsenden Rohstoff Holz in der Region zu hochwertigen Produkten weiterzuverarbeiten, zudem sprach er sich gegen die Stilllegung von weiteren Waldflächen aus. „Schützen und Nützen durch nachhaltige Forstwirtschaft. Das ist der richtige Weg!“, so der Minister. Und auch der stellvertretende Landrat Peter Erl lobte das Holz als vielfältig einsetzbaren Baustoff.

Staatminister Helmut Brunner und Netzwerk-Geschäftsführer Alexander Schulze am Stand des Kunsttischlers Josef Stallinger.

An den über 80 Messeständen bekamen die Besucher die ganze Palette der modernen Holzverwendung zu sehen und konnten sich von Experten zum Thema Waldbewirtschaftung, Heizen sowie Bauen und Leben mit Holz beraten lassen. Aber auch seltenere, alte sowie ganz neue, Anwendungsmöglichkeiten des nachwachsenden Rohstoffs gab es zu entdecken. So fanden sich Brillen, ausgefallene Lampen und Drechselkunst, ebenso wie Skulpturen, Postkarten, Schindeln und Pfeil und Bogen, selbstverständlich alles aus Holz. Neben den Betrieben waren auch zahlreiche Institutionen vor Ort und informierten die Besucher rund um die Themen Forst und Holz. Am Gemeinschaftsstand des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Deggendorf, der Bayerischen Staatsforsten und des Waldbesitzervereinigung Deggendorf konnten die Entstehung und die Ernte nachwachsenden Rohstoffs Holz erforscht werden. Die Initiative proHolz Bayern stellte ihre neue Broschüre „Gute Idee: Bauen mit Holz“ vor. Besonders an die jungen Besucher richtete sich das Angebot der Staatlichen Berufsschule Regen und der Forstschule Pisek in Tschechien, welche die Ausbildungsmöglichkeiten in der Branche präsentierten. Auf großes Interesse stieß auch die Ausstellung zum Bayerischen Holzbaupreis 2014, der den modernen Holzbau in allen Facetten zeigte.

Rückepferd Bubi, im Hintergrund der Holzpavillon von Benedikt Köck.

Im Außenbereich führten Alois Stieglbauer und sein Kaltblutpferd Bubi vor, wie geerntete Stämme ganz besonders schonend aus dem Wald geholt werden können. In einem transportablen Musterhaus der Firma Teredo aus Massivholz konnte man die für einen Holzbau typische gute Luft schnuppern. Benedikt Köck präsentierte seinen innovativen Holzpavillon aus 180 Stäben aus Eschenholz. Dieser ist mit wenigen Handgriffen blitzschnell aufgefaltet und bietet Platz für 50 bis 60 Personen. Und auch die Besucher selbst konnten Hand anlegen, sich zum Beispiel am Schärfen von Werkzeug und Sägen versuchen und die Grundbegriffe des Alphornspiels erlernen. Für die kleinen Besucher gab es eine vom Kreisjugendring Deggendorf organisierte Betreuung mit Holzspielzeug.

Neben den Besuchern zeigten sich auch die Organisatoren und Aussteller vom Verlauf der Messe angetan: „Ich bin sehr zufrieden mit der Anzahl der Besucher und vor allem auch mit dem hohen Anteil an konkret am Thema Holz Interessierten“, so Daniel Suttner von der Firma Holzbau Suttner in Haselbach. „Wir hatten gehofft, die Zahlen von 2011 und 2013 zu toppen, aber mit so vielen Besuchern und einer solchen Begeisterung für das Thema Holz haben wir nicht gerechnet“, so die Veranstalter. Die nächsten Deggendorfer Holztage sind für 2017 bereits in Planung.

(Rechte am Bild: Deggendorfer Kultur- und Kongresszentrum GmbH | Netzwerk Forst und Holz im C.A.R.M.E.N. e.V.)


Donnerstag, 27.03.2015

schauholz auf der miba 2015

schauholz auf der miba 2015: Branche Forst und Holz fordert: baut mit Holz – betreibt aktiven Klimaschutz!

Vertreter des Clusters Forst und Holz übergeben die neue proHolz Bayern Broschüre „Gute Idee: Bauen mit Holz“ an Mdl Tanja Schorer-Dreml und den Chef im Baureferat Ingolstadt, Alexander Ring

Auf dem Fachabend „Holz bewegt … die Zukunft des Bauens“ am 26.03.2015 auf der Mittelbayerischen Ausstellung in Ingolstadt, zu dem das AELF Ingolstadt, die FBG Eichstätt und die WBV Altmannstein sowie die Zimmererinnung Ingolstadt zusammen mit proHolz Bayern eingeladen hatten, fordert die anwesende Branche Forst und Holz die Vertreter der Kommunen und Politik auf: Baut mit Holz, denn mit jedem verbauten Kubikmeter Holz wird eine Tonne CO2 dauerhaft gebunden.

Prof. Dr. Hubert Röder, Wissenschaftszentrum Straubing, lieferte in seinem Vortrag Zahlen und Fakten für die Klimaschutzeffekte von Forst und Holz in Bayern: Bereits jetzt werden die gesamten CO2-Ausstöße aus dem Verkehr in Bayern durch die Bindung in unseren Wäldern, vor allem aber durch den Holzbau inklusive Substitution anderer Materialien aufgefangen. Prof. Röder hierzu plakativ: „Mit einer intelligenten und steigenden Holzverwendung könnten wir bis zum Jahr 2050 in Bayern bei weiter sinkenden Emissionen klimaneutral werden. Alle Ausstöße aus Verkehr, Heizungen, Industrie wären damit neutralisiert.“ Voraussetzung dafür ist jedoch die aktive Bewirtschaftung unserer Wälder. Gerade im Kleinprivatwald wird häufig weniger geerntet als nachhaltig nachwächst. Der zweite Vortragende des Abends, Wolfgang Huss vom Fachgebiet Holzbau der TU München, erläuterte die weltweiten Chancen und Potenziale im Holzbau. Holz wird zunehmend im urbanen Bereich, im Hochhausbereich und für Bauwerke mit großer Spannweite verwendet. „Durch Innovationen und Forschung bringen wir den gesamten Cluster Holz nach vorne. Holz ist der Baustoff der Zukunft!“, so Huss.

An diesem Abend war neben der mobilen Ausstellung schauholz, die bis zum 29.03.2015 auf der Mittelbayerischen Ausstellung  steht und über die Vorzüge von Holz als Bau- und Werkstoff und das gestalterische Potenzial des modernen Holzbaus informiert, zum ersten Mal die Wanderausstellung zum Holzbaupreis Bayern 2014 (www.landesbeiratholz-bayern.de) zu sehen. Die mit dem Holzbaupreis ausgezeichneten Holzbauten – vom Haus der Berge bis zum modernen  Ziegenstall – wurden auf 16 Ausstellungstafeln dargestellt und stießen auf reges Interesse bei den rund 50 Teilnehmern, Vertreter der Branche Forst und Holz, der Kommunen und Architekten. Gut angekommen ist ebenfalls die neue Broschüre von proHolz Bayern „Gute Idee: Bauen mit Holz“, die im Rahmen der Kampagne „Holz bewegt…“ (www.holz-bewegt.de) den Branchenvertretern präsentiert wurde. Die  Broschüre über die Klimaschutzeffekte der Forst- und Holzwirtschaft erklärt, warum Bauen mit Holz eine gute Idee ist und liefert Argumente für eine gesteigerte Holznutzung: Jeder von uns kann durch das Bauen, Dämmen und Sanieren mit Holz einen Beitrag dazu leisten, dass Bayern in absehbarer Zeit klimaneutral wird. 

(Rechte am Bild: proHolz Bayern)


Freitag, 23.01.2015

Lange Nacht der Architektur 2015

Lange Nacht der Architektur 2015

Der Holzbau ist in der Stadt angekommen. Auch in München gibt es einige Objekte. Während der Langen Nacht der Architektur wurden dazu drei Vorzeigeobjekte präsentiert.

Holzbau-Passivhaus Schwabing

Foto: © Simon Katzer Fotodesign

Objektbezeichnung:

Ein Holzbau im Herzen der Metropole 

Baujahr:

2014

Bauort:

München-Schwabing

Architekt:

zillerplus Architekten und Stadtplaner 

Bauherr:

GBW Gruppe 

Beschreibung:

Innovationen sind nicht immer dort zu finden, wo sie zu erwarten wären – in den Medien, auf Messen oder in den Köpfen visionärer Denker. Manchmal sind sie bereits mitten unter uns, im täglichen Leben, angekommen. Genauer: in der Rheinstraße, in Münchens beliebtem Stadtteil Schwabing. 

Materialität:

Das erste innerstädtische Passivholzhaus Deutschlands – eine Innovation mit Emotion.
Holz als Werkstoff kommt mit diesem Projekt der GBW Gruppe zurück in die Stadt – einer
der ursprünglichsten Baustoffe findet in einer deutschen Metropole wieder spektakuläre Verwendung. Hinter dieser Innovationsbereitschaft steht ein durchdachtes Konzept: Schon in der Planungsphase waren sich Bauherr und Architekt einig, dass nur die Verwendung von heimischen Hölzern in Frage kommt und eine Solarthermie- anlage auf dem Dach des Hauses das ökologische Konzept abrunden soll. 

 


Michaeli-Gymnasium, Schulerweiterung mit System

Foto: © SCHANKULA Architekten 

Objektbezeichnung:

Michaeli-Gymnasium, Schulerweiterung mit System 

Baujahr:

Fertigstellung 2013 

 Bauort:

München

Architekt:

SCHANKULA Architekten 

Bauherr:

Landeshauptstadt München 

Beschreibung:

Eine eigens entwickelte Holz-Stahl-Hybrid- Konstruktion erlaubte, den Rohbau für die dringend benötigte Schulmensa innerhalb von drei Tagen zu errichten. Vier Monate später konnten die Schüler bereits dort essen. In einem zweiten Schritt wurden zehn Klassenzimmer gebaut, sodass ein alter, maroder Pavillon nach dem Umzug der Schüler abgerissen werden konnte und Platz geschaffen wurde für weitere zehn Klassen samt Pausenhalle. 

Materialität:

Tragkonstruktion aus Holzkastendecken auf Stahlstützen, Wände Brettsperrholz, vorgefertigte Fassadenelemente aus Furnierschichtholz 

 


Ein „richtiges“ Haus für Kinder

Foto: © Matthias Kestel

Objektbezeichnung:

Kinderkrippe Himmelschlüsselstraße 

Baujahr:

04/2014

Architekt:

Stieglmeier Architekten 

Bauherr:

LH München, Referat Bildung und Sport 

Baukosten:

2,6 Mio. Euro (Gesamtkosten) 

Beschreibung:

Die dreigruppige Kinderkrippe ist durch ihre archaische Form mit Satteldach für Kinder als „Haus“ erkennbar und erlebbar. Seit September 2014 beherbergt die Hybridkonstruktion aus Holzsystembau bei der Gebäudehülle und Massivbau aus Stahlbeton bei den tragenden Decken und Wänden die erste Gruppe in der Eingewöhnungsphase. 

Materialität:

Fassade als offene, grau lasierte Holzschalung aus Lärche mit drei unterschiedlichen Profilstärken, Einbauten im Innenausbau aus Dreischichtplatte in Weißtanne. 

 


Donnerstag, 22.01.2015

Holzbaupreis Bayern 2014 - Preisverleihung

Holzbaupreis Bayern 2014 - Preisverleihung

Preise für herausragende Holzbauten

Bauen mit Holz liegt dank grenzenloser Möglichkeiten voll im Trend: Fünf besonders gelungene Objekte hat Forstminister Helmut Brunner in München jetzt mit dem Bayerischen Holzbaupreis ausgezeichnet: Jeweils 3 000 € Siegerprämie gab es für die Modernisierung des 150 Jahre alten „Haus des Briefträgers“ in Vorderfirmiansreut (Lkr. Freyung-Grafenau), den Ausstellungspavillon der Schnitzschule in Oberammergau (Lkr. Garmisch-Partenkirchen) sowie das Informations- und Bildungszentrum „Haus der Berge“ in Berchtesgaden. Mit Sonderpreisen von je 500 Euro wurden für eine kreative Neuinterpretation traditioneller Nutzbauten ein Ziegenstall in Seubersdorf (Lkr. Neumarkt i. d. OPf.) und ein Hühnerhaus in Kneiting (Lkr. Regensburg) ausgezeichnet. Sechs weitere der insgesamt 248 eingereichten Projekte erhielten eine Anerkennung.

Der Holzbaupreis ist ein Gemeinschaftsprojekt des Forstministeriums mit dem Landesbeirat Holz Bayern e.V. und proHolz Bayern. Er wird seit 1978 alle vier Jahre verliehen, heuer zum neunten Mal. Eine Dokumentation aller elf prämierten Bauwerke mit Bildern und detaillierten Beschreibungen findet sich im Internet unter www.landesbeiratholz-bayern.de

Wanderausstellung Holzbaupreis Bayern 2014

Zum Holzbaupreis wird gegenwärtig eine Wanderausstellung hergestellt, die von den regionalen Netzwerken „Forst und Holz“ beim Landesbeirat (Kontakt: Alexander Kirst) und proHolz Bayern (Kontakt: Ines Heinrich) kostenfrei ausgeliehen werden kann. Weitere Informationen dazu und eine Dokumentation aller prämierten Bauwerke mit Bildern und detaillierten Beschreibungen findet sich unter www.landesbeiratholz-bayern.de


Montag, 19.01.2015 bis Samstag, 24.01.2015

Messe – BAU 2015

BAU 2015 – Holz bewegt die Zukunft des Bauens

Gemeinsam mit dem BDA-Bayern und TUM.wood präsentiert sich proHolz Bayern vom 19. bis 24. Januar auf der Messe BAU 2015. Unter dem Motto Bauen mit Holz ist aktiver Klimaschutz geht es während der Leitmesse für  Architektur in München um die Verwendung des nachhaltigen Bau- und Werkstoffes Holz als Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende. Holz ist ressourcenschonend, energieeffizient und klimaschonend – und damit der Baustoff des 21. Jahrhunderts.

Download: Broschüre "BAU 2015"

Bauen mit Holz ist aktiver Klimaschutz

Der Klimawandel und die Erkenntnis, dass wir nachhaltig wirtschaften müssen, führen zunehmend auch im Bauwesen zu einem neuen Denken. So stieg im Wohnungsbau die sogenannte „Holzbauquote“ – der Anteil der Holzgebäude bei Wohn- und Nichtwohngebäuden – zwischen 2002 und 2013 von 15% auf über 20%. In den Städten und Gemeinden entsteht so ein „zweiter Wald“, der dafür sorgt, dass der vom „ersten Wald“ gebundene Kohlenstoff für weitere Jahrzehnte oder gar Jahrhundert gebunden bleibt. Denn Holzgebäude sind die perfekten CO2-Speicher. Ein Kubikmeter Holz bindet fast eine Tonne CO2. Das verbessert die CO2-Bilanz und bremst damit den Klimawandel. Zusätzlich schafft jeder stofflich genutzte Baum Platz für neue Bäume im Wald und vermehrt den Kohlenstoffspeicher. Nachhaltig bewirtschaftete Wälder tragen so auch zur Abschwächung des Klimawandels bei.

Fotos: © Robert Götzfried


2011 bis 2014

Meilensteine der letzten Jahre

Montag, 14.07.2014

„Holz bewegt ...“ die INTERFORST 2014

„Holz bewegt ...“ die INTERFORST 2014

Die bisher unterschätzten Klimaschutzeffekte der Forst- und Holzwirtschaft stehen im Mittelpunkt des Messeauftritts von proHolz Bayern auf der Messe INTERFORST 2014.

proHolz Bayern tritt erstmalig mit den wichtigsten Vertretern der Bayerischen Forstwirtschaft – dem Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF), den Bayerischen Staatsforsten AöR und dem Bayerischen Waldbesitzerverband e. V. – in Halle B5, Stand 121 auf. Das ist für das Marketingbündnis der Forst- und Holzwirtschaft in Bayern ein wichtiges Signal nach außen. „Die Interforst ist eine gute Gelegenheit, die ganze Branche Forst und Holz in Deutschland von der Wichtigkeit und Schlagfähigkeit eines Branchenbündnisses proHolz zu überzeugen“, so der Geschäftsführer Dr. Jürgen Bauer.

Startschuss für die Kampagne „Holz bewegt …“

Der 120 m2 große Gemeinschaftsstand beim Waldcafé und bei der Grünen Couch symbolisiert einen Mischwald und setzt ein Zeichen Richtung Waldumbau hin zu klimastabilen Wälder. Dazu legen wir an unserem Stand den Akzent auf das Thema CO2 und präsentieren unsere Kampagne „Holz bewegt...“ Gerade Waldbesitzer und Holzbauunternehmer sind die Klimaschützer Nummer eins. 

Das Kampagnenmotto „Holz bewegt ...“ steht für Wandel, Innovation und Dynamik. Das Wort „bewegt“ symbolisiert die aktive Verbindung zwischen dem nachhaltigen Rohstoff Holz und den Herausforderungen unserer Gesellschaft in allen Facetten: von der Ressourceneffizienz, über Generationen übergreifendes Wirtschaften, biologische Artenvielfalt und Klimaschutz. Holz ist der Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Durch gezielte Verwendung von Holz können wir die großen gesellschaftspolitischen Herausforderungen der Zukunft lösen. Ein QR-Code auf den Plakaten führt auf die Kampagnen-Website www.holz-bewegt.de.

schauholz auf der Interforst

Mit schauholz am Messeeingang schlagen wir die Brücke zur regionalen Verwendung von Holz als Beitrag zum Klimaschutz“, erklärt Dr. Ines Heinrich, zuständig für die Marketing-Kommunikation bei proHolz Bayern. Die mobile Ausstellung schauholz informiert während der Messe über den nachwachsenden Rohstoff Holz als Bau- und Werkstoff des 21. Jahrhunderts. schauholz fasst die für die Forst- und Holzwirtschaft richtungsweisende Ausstellung „Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft" 2011/2012 in der Pinakothek der Moderne in München zusammen. Die Ausstellung ist Mittwoch bis Samstag von 9.00 bis 18.00 Uhr und Sonntag von 9.00 bis 16.00 Uhr frei zugänglich. Fachbetreuer stehen für Fragen zur Verfügung.

Fotos: © Maik Kern


Montag, 02.07.2014

Holz bewegt … den Frankenwald

Holz bewegt … den Frankenwald

proHolz Bayern mit der Holzbox auf dem Waldbesitzertag in Schwarzenbach a. Wald

Trotz Regenwetters war der dritte „Franken-WALDtag“ in Verbindung mit dem „Regionalen Waldbesitzertag“ der Bayerischen Forstverwaltung in Schwarzenbach am Wald am 29. Juni 2014 gut besucht. Vor Ort war auch proHolz Bayern mit der mobilen Holzbox, die an die neue Kampagne „Holz bewegt“ angepasst worden ist, um auf die Klimaschutzeffekte der Forst- und Holzwirtschaft aufmerksam zu machen.

Beim Rundgang über das Festgelände mit dem Schirmherrn Dr. Hans-Peter Friedrich und den Ehrengästen – darunter auch der Landrat Dr. Oliver Bär Unter – wurde die Holzbox von proHolz Bayern besichtigt und die Kampagne „Holz bewegt“ vorgestellt.

Eröffnet wurden die Veranstaltung im Frankenwald in Schwarzenbach mit einer Festrede des Schirmherrn Dr. Hans-Peter Friedrich. Der Bundestagsabgeordnete wies auf den Wert des Waldes als Wirtschaftsfaktor hin und betonte die gesellschaftspolitische Bedeutung der Waldbewirtschaftung jedes einzelnen Waldbesitzers. "Wer heute eine Brachfläche aufforstet, der weiß, dass den Ertrag andere nach ihm ernten werden." Wald- und Forstwirtschaft seien ein Symbol für etwas, was eine Gesellschaft dringend braucht, nämlich Verantwortung zu übernehmen über die eigene Existenz hinaus. Verantwortung übernehmen heißt aber auch, so Dr. Friedrich mit Blick auf Carl von Carlowitz, „ein System so zu nutzen und zu wirtschaften, dass es sich immer wieder regenerieren kann. Die Waldbesitzer beweisen seit Jahrzehnten und Jahrhunderten, dass Ökologie und Ökonomie zusammenpassen, und dass man sie zusammenbringen kann, wenn man sich darum bemüht.“ Mit Blick auf die aktuelle Diskussion sagt er: „Die Lösung ist nicht stilllegen, sondern bewirtschaften“. 

Josef Spann, Vorsitzender des Bayerischen Waldbesitzerverbandes, Dr. Hans-Peter Friedrich Schirmherr der Veranstaltung und Dr. Ines Heinrich, proHolz Bayern

Holz bewegt … unser Klima, Generationen und unsere ländlichen Räume
Die Holzbox zeigt die drei Kampagnen-Plakate „Holz bewegt … unser Klima, Generationen und ländliche Räume“. Dahinter steht die Botschaft, dass die Forst- und Holzwirtschaft in Sachen Klimaschutz etwas bewegen kann. Der Erfolg und die Tradition der Privatwaldbewirtschaftung in Bayern belegen dies: Viele Wälder in Bayern sind über Generationen in Familienhand und werden seit Jahren vorbildlich bewirtschaftet und leisten so einen Beitrag zum Klimaschutz. 190.000 Arbeitsplätze in der Forst-, Holz- und Papierwirtschaft in Bayern sorgen zudem für Bewegung in den ländlichen Räumen.

Die Holzbox ist ein begehbarer Holzwürfel, der die über Holz, Holzbau und Holzverwendung als CO2-Senke und somit als Klimaschützer informiert. Der neugestaltete Multimediabereich gibt über Filme Informationen zu den Themen Holzverwendung, C02-Bindung.

Die nächsten Stationen der Holzbox: 14.09. im Handthal/Unterfranken und 28.09. in Kaufbeuren/Allgäu.


Freitag, 16.05.2014 bis Samstag, 24.05.2014

proHolz-Pavillon auf der Architekturwoche A6

Dicht säen – Den Wald nach München holen

Während A6 steht der proHolz-Pavillon am Sendlinger Tor und holt den Wald in die Münchner Innenstadt. Unter dem Motto „dicht säen“ informiert der Pavillon über die Chancen einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung für unsere Städte.

Im proHolz-Pavillon treffen Holzerzeugung und Holzverwendung aufeinander und spiegeln den Gedanken der Nachhaltigkeit. Im Mittelpunkt steht der nachwachsende Rohstoff Holz und der Zusammenhang zwischen Waldpflege, Holzverwendung und der heimischen Wirtschaftskraft. Denn auf säen folgt bekanntlich ernten und damit geht es um bewirtschaften.

Der proHolz-Pavillon ist mehr als ein Informationspavillon über Forst und Holz. Von außen besticht er durch eine schlichte Außenverkleidung: helle Lamellen auf dunklem Grund schirmen den Innenraum gegen den Lärm der Stadt ab. Drinnen findet man die Gerüche und die Stille des Waldes. Man steht buchstäblich im Wald. Der Pavillon ist damit ein idealer Ort, um dem Trubel der Stadt zu entfliehen und einzutauchen in die Atmosphäre des Waldes. Der Spiegelwald bietet Ruhe und Platz zum Atmen.

Der proHolz-Pavillon wurde in interdisziplinären Teams aus Bauingenieur- und Architekturstudenten im Sommersemester 2012 an der Technischen Universität München unter der Leitung von Prof. Florian Nagler und  Prof. Stefan Winter entworfen. Umgesetzt wurde das Projekt von Zimmererlehrlingen der Berufsschule I Traunstein mit Unterstützung der Zimmerer-Innung Traunstein-Berchtesgadener Land. Offiziell eingeweiht wurde er 2012 auf dem Zentral-Landwirtschaftsfest in München.

Fotos: © Matthias Renert


Freitag, 16.05.2014 bis Samstag, 24.05.2014

Architekturwoche A6 „dicht säen“

Sechste Architekturwoche A6 „dicht säen“

Aus rohen Baumstämmen, hochmodernen Buchenfurnierschichtholzträgern und roten Schaltafeln, wurde ein fantastisches Holzbauwerk mitten im Herzen von München geschaffen, das seinesgleichen sucht.

Der Entwurf für das temporäre Dach geht auf einen studentischen Wettbewerb an der Technischen Universität München am Lehrstuhl von Prof. Florian Nagler zurück und wurde von Studenten der TUM in Zusammenarbeit mit Zimmerern im Park der Herzog-Wilhelm-Straße, die sich vom Sendlinger Tor bis fast zum Karlsplatz parallel zum Altstadtring erstreckt, aufgebaut.

Hier schlägt das Herz der Architekturwoche München. Alle Veranstaltungen finden hier statt: Unter einem langen, temporären Dach wird eine Woche lang diskutiert, zugehört, gelesen, gegessen und getrunken, Musik gemacht. Dies ist die originale Kinoversion, die zur Eröffnung am 16. Mai 2014 im Filmtheater am Sendlinger Tor gezeigt wurde. 

Bautafel | Weitere Informationen zum A6-Pavillon

Eröffnung

Die A6 startete mit der Preisverleihung und Einweihung des roten Daches. Der BDA Landesvorsitzende Karlheinz Beer, überreichte Stefan Imhof und Rolf-Stefan Enzel den ersten Preis für ihren Entwurf „Begegnung unter rotem Dach“.
„Die Schönheit und die Kraft des Raumes, seine Weite und seine Offenheit haben die Jury überzeugt. Damit verkörpert der Entwurf auf elegante Art und Weise das zentrale Thema der A6: Wie gelingt es zu verdichten, ohne einzuengen?“ so das Fazit der Jury. Besonderer Dank ging an Max Zitzelsberger und Stefan Bannert vom Lehrstuhl Prof. Florian Nagler, die maßgeblich an der Umsetzung und Realisierung des Daches beteiligt waren.

Roter Teppich für die 6. Architekturwoche Bayern: Das traditionsreiche Kino am Sendlinger Tor bot den Rahmen für die festliche Eröffnung der A6. Zukunftsforscher, Architekten und Stadtplaner fragen nach der idealen Dichte städtischen Lebens.

Fotos: © Lena Böhm & Matthias Renert


Freitag, 16.05.2014

Forstminister Helmut Brunner beim Auftakt der A6 in München

Forstminister Helmut Brunner beim Auftakt der A6 in München

Zum Auftakt der 6. Architekturwoche in München hat Forstminister Helmut Brunner Architekten und Bauherren dazu aufgerufen, bei privaten und öffentlichen Projekten noch stärker auf Holz zu setzen. „Holz ist der Bau- und Werkstoff der Zukunft“, sagte der Minister am Sendlinger Tor in der Münchner Innenstadt, wo bis 24. Mai ein begehbarer Waldpavillon des Werbebündnisses „proHolz Bayern“ über nachhaltige Forstwirtschaft und umweltfreundliches Bauen informiert. „Wir wollen die Stadtbevölkerung auf die vielen Vorzüge des ständig nachwachsenden Baustoffs aus unseren Wäldern aufmerksam machen, so Brunner. Holz habe hervorragende technische und raumklimatische Eigenschaften und zudem eine unschlagbare Ökobilanz. Wer ein Holzhaus baut, leiste damit auch einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Nach Aussage des Ministers erkennen Architekten und Bauherren zunehmend das große Potenzial, das im Holz steckt: So hat sich der Anteil an Ein- und Zweifamilienhäusern in Holzbauweise in den vergangenen 20 Jahren auf 17 Prozent mehr als verdoppelt. Inzwischen sind sogar große Büro- und Verwaltungsgebäude oder mehrgeschossige Wohnhäuser aus Holz problemlos möglich. Und dafür, dass der Rohstoff nicht ausgeht, sorgt der riesige, jährlich nachwachsende Holzvorrat von über einer Milliarde Kubikmetern in den bayerischen Wäldern. Brunner: „Ein Haus aus Holz wächst rechnerisch in 40 Sekunden wieder nach“.

Forstminister Helmut Brunner
Forstminister Helmut Brunner besichtigt den proHolz-Pavillon
Auftakt der A6 in München
Der Staatsminister informiert sich beim BDA-Vorsitzenden Karlheinz Beer über die Bauweise der offenen Säulenhalle im Park (A6 Steg).
Auftakt der A6 in München
Alexander Kirst (Vorsitzender proHolz Bayern), Dr. Ines Heinrich (proHolz Bayern), Anne Steinberger (Geschäftsführerin BDA), Karlheinz Beer (Vorsitzender BDA) und Forstminister Helmut Brunner.

Fotos: © Baumgart


Donnerstag, 08.05.2014

Aktionstage Holz in Grafenau

Ausstellung „schauholz“ und Vortrag „Faszination Holzarchitektur“ auf den Aktionstagen Holz in Grafenau

Während der Aktionstage Holz in Grafenau informierte die mobile Ausstellung „schauholz“ mitten auf dem Stadtplatz über das Potenzial von Holz als Bau- und Werkmaterial des 21. Jahrhunderts und die ökologischen wie ökonomischen Aspekte des nachwachsenden Rohstoffs. Rund 450 Besucher besichtigten schauholz während der vier Ausstellungstage. Allein am letzten Tag waren es 200 Besucher. Die vielfältigen Begleitveranstaltungen rund um das Thema Holz kamen ebenfalls sehr gut an.

schauholz - Grafenauer Marktplatz
schauholz auf dem Grafenauer Marktplatz

Die Aktionstage Holz in Grafenau demonstrierten wie man die Stärken der Region, trotz des demographischen Wandels, lebenswert erhalten kann. Der nachwachsende Rohstoff Holz und seine nachhaltige Vermarktung in der Wertstoffkette der Region können hier der richtige Weg in die Zukunft sein. Mit der Wanderausstellung "schauholz" und einem vielfältigen Informations- und Aktionsprogramm rund um den Werkstoff Holz war die Veranstaltung eine ideale Plattform, um die Bevölkerung auf die große Bedeutung und Leistungsfähigkeit des vielseitigen Rohstoffes Holz aufmerksam zu machen.

Aktionstagen Holz in Grafenau
Forstminister Helmut Brunner mit der Bundestagsabgeordneten Rita Hagl-Kehl bei der Eröffnung der Aktionstage Holz in einem Leerstand in einem Leerstand
Aktionstagen Holz in Grafenau
Max Niedermeier Bürgermeister der Stadt Grafenau auf der Eröffnungsveranstaltung

Bereits die Auftaktveranstaltung am Mittwochabend in einem Leerstand am Grafenauer Marktplatz, bei der Forstminister Helmut Brunner ein Grußwort sprach, lockte rund 90 Gäste aus der Region nach Grafenau. Unter ihnen waren u.a. der Architekt Josef Stöger aus Schönberg, die Bundestagsabgeordnete Rita Hagl-Kehl und Vertreter der gesamten Forst- und Holzbranche und benachbarter Kommunen.

Der Vortag am Eröffnungsabend von Architekt Martin Kühfuß von der TU München, der zusammen mit Professor Hermann Kaufmann die Ausstellung schauholz konzipiert hat, begeisterte. Martin Kühfuß erläutert die Entstehung der Ausstellung schauholz und stellte faszinierende innovative Holzbauten aus aller Welt vor.

Am Samstag beim Architektentag von TANO waren ca. 40-50 Personen zu den Fachvorträgen und der Podiumsdiskussion anwesend. Auch die Bürger interessierten sich am gestrigen Sonntag zahlreich für die Beratung der Fachleute – Energieberater des Landkreises und Holzbauunternehmer des Netzwerkes Forst & Holz – im Rathaus.

(Rechte am Bild: Matthias Renert)


Montag, 17.02.2014

proHolz Bayern unterstützt als BDA-Partner die A6

A6 – Sechste Architekturwoche Bayern „dicht säen“

16. bis 24. Mai 2014
Aschaffenburg, Augsburg, Erlangen, Fürth, Kempten, München, Nürnberg

Seit Anfang diesen Jahres ist proHolz Bayern Partner des Bundes Deutscher Architekten (BDA) Bayern und unterstützt zusammen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaften und Forsten (StMELF) als Sponsor die 6. Architekturwoche (A6) in München. Die A6 in Bayern knüpft vom 16. bis 24. Mai 2014 mit Vorträgen, Diskussionen, Führungen und Kunstaktionen unter dem Motto „dicht säen“ an das archaische Bild des Bauern an, der auf dem Feld die Saat für die nächste Ernte ausstreut. In Aschaffenburg, Augsburg, Erlangen, Fürth, Kempten, München, Nürnberg und Regensburg wird „Dichte“ in vielfältigen Veranstaltungen als Lebensform des Miteinanders greifbar.

Begegnung unter rotem Dach
Beim Studentenwettbewerb für die A6 gewinnt eine Säulenhalle aus Baumstämmen

Wie das räumliche „Münchner Herz“ der A6 aussehen wird, wurde in einem Studentenwettbewerb unter Leitung von Prof. Florian Nagler (TUM) am 4. Februar 2014 entschieden: Eine offene Säulenhalle aus Baumstämmen im Park zwischen Sendlinger Tor und Stachus soll zum kommunikativen Zentrum werden.
Eine Jury – bestehend aus Vertretern des BDA Bayern, der TUM, der Lokalbaukommission, der Süddeutschen Zeitung und den Sponsoren StMELF und proHolz Bayern – vergab den 1. Preis an Stefan Imhof und Rolf-Stefan Enzel, die den Steg räumlich und überdacht interpretiert haben. Auf unbehandelten Baumstämmen aus heimischen Wäldern liegt ein großes Dach. So entsteht eine offene „Halle“, die den langen Park von der Joseph-Spital-Straße bis zum Sendlinger Tor Platz als Ort definiert. Die Unterseite der Dachfläche ist rot und wird abends zusätzlich angestrahlt, sodass das Bild eines roten Himmels entsteht.

Neben dem Ziel einer wiederbelebenden architektonischen Kraft gab es weitere Vorgaben für den Wettbewerb: Als Material sollte heimisches, wiederverwendbares Holz zum Einsatz kommen. Das Bauprojekt soll eine Bar und einen Veranstaltungsbereich enthalten, einfach zu realisieren sein und ein begrenztes Budget nicht überschreiten. „Die Schönheit und die Kraft des Raumes, seine Weite und seine Offenheit für alle haben die Jury überzeugt. Damit verkörpert der Entwurf auf elegante Art und Weise das zentrale Thema der A6: Wie gelingt es zu verdichten, ohne einzuengen?“, so das Fazit der Jury.

„Wir unterstützen dieses Projekt, weil wir fest davon überzeugt sind, dass Holz der ideale Werk- und Baustoff des 21. Jahrhunderts ist. Unser Ziel ist es, dadurch die Studenten an den Umgang mit dem Material Holz heranzuführen und dafür zu begeistern“, erklärt proHolz Bayern als Hauptsponsor. proHolz Bayern ist ein Aktionsbündnis der bayerischen Forst- und Holzwirtschaft, das auf dem Fundament der Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern angesiedelt ist.

Projekt „Zentrum der A6“
BDA, vertreten durch: Karlheinz Beer (Landesvorsitzender)
Sprecher im BDA: Robert Rechenauer, Prof. Lydia Haack (Stellv. Landesvorsitzende) Projektgruppe München: Robert Rechenauer, Rainer Hofmann, Christoph von Oefele, Karin Schmid, Ina Laux Kooperationspartner: Bayerische Architektenkammer, Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr Sponsoren des Wettbewerbs: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, proHolz Bayern Organisation und Umsetzung: Büro Baumeister, München Ansprechpartner BDA: Anne Steinberger, Maria Schönthier

Webseite: www.architekturwoche.org

Jury:
Siegfried Voelkl, StMELF (Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten); Dr. Ines Heinrich (proHolz Bayern); Prof. Florian Nagler, Max Zitzelsberger, Stefan Bannert (TU München); Katja Strohhäker und Joachim Eiermann (Lokalbaukommission); Alfred Dürr Süddeutsche Zeitung); Prof. Lydia Haack (Stellv. Landesvorsitzende), Rainer Hofmann und Christoph von Oefele (A6 Arbeitsgruppe des BDA Bayern)

A6 Zentrum: Rotes Dach
A6 Zentrum: Rotes Dach
Perspektive - Rotes Dach
Perspektive - Rotes Dach

(Fotomontage: S. Imhof / R. Enzel)


Mittwoch, 22.10.2013

Tag der Forst- und Holzwirtschaft im Bayerischen Landtag: Holz bewegt …

Cluster Forst und Holz im Austausch mit der Politik

Unter dem Motto „Holz bewegt ländliche Räume“ haben wir am 22. Oktober 2014 am Bayerischen Landtag die Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft in Bayern gemeinsam mit Branchenvertretern und Abgeordneten aller Fraktionen diskutiert.

Nach einem Stehempfang eröffnete die Landtagsabgeordnete Angelika Schorer, Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, den Parlamentarischen Abend. Anschließend führte Prof. Dr. Reinhard Mosandl von der Technischen Universität München mit einem Impulsvortrag in die Thematik ein. In der folgenden Podiumsdiskussion ging es um die Bedeutung der heimischen Forst-und Holzwirtschaft für den ländlichen Raum sowie für Klimaschutz und Arbeitsplätze.

Unser Tipp: Lesen Sie auch den Online-Artikel auf der Internetseite vom Bayerischen Landtag

Fotos: © Bayerischer Landtag


Montag, 07.10.2013

proHolz-Pavillon in Augsburg

proHolz-Pavillon auf dem Rathausplatz in Augsburg

Den Wald in die Stadt holen Waldpavillon auf Rathausplatz eröffnet

Augsburg (07.10.2013) – Unter dem Motto „300 Jahre Nachhaltigkeit – Wege in die Zukunft“ hat das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Augsburg mit dem Aktionsbündnis proHolz Bayern den „magischen Waldpavillon“ auf dem Rathausplatz in Augsburg feierlich eröffnet. Unter den Augen zahlreicher Ehrengäste aus der schwäbischen Forst- und Holzbranche durchschnitt die bayerische Waldprinzessin Stefanie Wecker das rote Band und gab den Weg frei für die ersten neugierigen Besucher. Trotz nassem und kühlem Wetter nutzten am ersten Wochenende bereits über 800 Besucher den Pavillon für einen Waldspaziergang mitten in der Augsburger Innenstadt. Noch bis zum 12. Oktober informieren täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr Forstexperten des Landwirtschaftsamtes, der städtischen Forstverwaltung und des staatlichen Forstbetriebs Zusmarshausen im Waldpavillon über Themen rund um den Wald und die heimische Forstwirtschaft. Am 12.Oktober erläutert zusätzlich ein Holzbauexperte die Vorzüge der Holzverwendung.

Ein Zeichen für Nachhaltigkeit setzen – Den Wald vielfältig nutzen
„Gerade für die alte Handels- und Industriestadt Augsburg war die Ressource Holz aus den umgebenden Wäldern schon immer eine der wichtigsten Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen“, betonte Wolfgang Sailer, Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Augsburg in seiner Begrüßungsrede. Mit dem modernen Bauen und Heizen mit Holz gewinnt die Forst- und Holzwirtschaft aktuell erneut an Aufmerksamkeit. Der Waldpavillon bietet eine hervorragende Gelegenheit die besondere Rolle der heimischen Forst- und Holzwirtschaft den Bürgern zu vermitteln. Im Pavillon treffen Holzerzeugung und Holzverwendung aufeinander und spiegeln den Gedanken der Nachhaltigkeit. „Wenn wir das Holz aus dem Wald nutzen, bleibt der Wald lebendig, vielfältig und gepflegt. Nur was geerntet und genutzt wird, kann auch wieder nachwachsen. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang“, erklärt der Vorsitzende von proHolz Bayern, Alexander Kirst in seiner Eröffnungsrede. Durch die jungen Bäume wird auch wieder CO2 gespeichert, das dann z.B. in einem Holzhaus oder Möbelstück über Jahrzehnte gespeichert bleibt.

Mehr als ein Informationspavillon - den Wald in die Stadt holen
Der Waldpavillon ist mehr als nur eine Informationsstation über Forst und Holz. Im Innenraum ist der Besucher gegen den Lärm der Stadt abgeschirmt. Er findet die Gerüche und die Stille des Waldes. Der Pavillon ist damit ein idealer Ort, um dem Trubel der Stadt zu entfliehen und einzutauchen in die Atmosphäre des Waldes. Er bietet mitten in der Stadt Ruhe und Platz zum Atmen. Die Botschaft des Pavillons an die Besucherinnen und Besucher lautet dabei: Der als Erholungsraum wahrgenommene Wald ist für sehr viele Menschen Lebensgrundlage und Verpflichtung. Sie pflegen die Wälder und bewirtschaften sie nachhaltig. Nur so bleibt der Wald über Generationen erhalten. Diese Erkenntnis soll mit dem Waldpavillon bewusst gemacht und gleichzeitig aufmerksam auf diejenigen gemacht werden, denen Bayerns Wälder seit Generationen anvertraut sind: Den Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern, Försterinnen und Förstern.

Ausstellung Bauen mit Holz in Bayerisch-Schwaben
Modernisierungsprojekt Grüntenstraße - Exponat und Informationen zum Bauprozess
Ausstellung Bauen mit Holz in Bayerisch-Schwaben
schauholz vor dem Architekturmuseum in Augsburg

(Bilder: Regio Augsburg Wirtschaft GmbH)


Mittwoch, 25.09.3013

Zukunftsentwürfe

proHolz Bayern Forum 2013

Zukunftsentwürfe – Nachhaltige Lösungen für neue Herausforderungen

Anlässlich des 300sten Jubiläums des Prinzips der Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft blickt proHolz Bayern mit der Veranstaltung Zukunftsentwürfe - Nachhaltige Lösungen für neue Herausforderungen am 25.09.2013 im Oskar von Miller Forum gemeinsam mit rund 120 geladenen Gästen aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Umwelt in die Zukunft:

Es geht um konkrete Zukunftsperspektiven rund um das Thema Holz und seine nachhaltige Nutzung.

Die dafür umweltrelevanten Trends und Strömungen werden durch Vorträge der Architekten Muck Petzet und Yves Schihin sowie Professor Cordt Zollfrank aus den Blickwinkeln neue Ressourcen, neues Leben und neues Design beleuchtet und diskutiert. Eva Maria Herrmann, Architektin und freie Journalistin, führt fachkompetent durch den Abend.

„Mit dieser Mischung aus Fachvorträgen und lebendigem Dialog wollen wir Denkansätze für künftige Entscheidungen ausloten“, erklärt Alexander Kirst, der Vorsitzende von proHolz Bayern. „Energieeffizienz und Klimaschutz werden in Zukunft immer mehr unser Handeln bestimmen. Das ist Grund genug, sich heute schon mit Lösungen zu beschäftigen, die wirklich naturverträglich sind und nicht etwa Verzicht oder Einschnitt beim Wohlstand bedeuten.“

proHolz Bayern will Denkanstöße geben und sucht den offenen sachlich geführten Dialog, wenn es um Forstwirtschaft und Holznutzung geht. Dazu reiht sich das proHolz Bayern Forum ein in eine Vielzahl von überregionalen und regionalen Veranstaltungen der Forst- und Holzwirtschaft 
in Bayern.

 

 

Die Referenten Yves Schihin (links) und Cordt Zollfrank (rechts)
Neues Struktur- und Funktionsdesign mit Holz von Cordt Zollfrank
Neues Leben von Yves Schihin

Fotos: © Robert Götzfried


Donnerstag, 20.06.2013

proHolz unterwegs in ganz Bayern

Im Jahr der Nachhaltigkeit beteiligt sich das Marketingbündnis proHolz Bayern bayernweit an zahlreichen Veranstaltungen. Dabei stehen die Erfolgsgeschichte der Nachhaltigkeit und das Potenzial des nachwachsenden Rohstoffes Holz im Mittelpunkt. Denn gerade bei den anstehenden großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimawandel und Energiewende kommt der Forst- und Holzwirtschaft eine Schlüsselrolle zu.

Mit verschiedenen Aktionen in Stadt und Land wurden deshalb gezielt Politik, Multiplikatoren und Entscheider aber auch die Öffentlichkeit in Bayern angesprochen. So war „schauholz“ in Bamberg und am Münchner Flughafen zu bewundern, der „proHolz Pavillon“ verzauberte vor dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg und die neu gestaltete „Holzbox“ feierte am Regionalen Waldbesitzer Tag in Mühldorf Premiere.

„schauholz“ in Bamberg und am Münchner Flughafen

300 Jahre Nachhaltigkeit: schauholz in Bamberg (Foto: Herr Thürl)
300 Jahre Nachhaltigkeit: schauholz in Bamberg (Foto: Herr Thürl)

Vom 22. Mai bis zum 4. Juni war der prämierte Ausstellungscontainer „schauholz“ auf dem Schönleinplatz in Bamberg. „schauholz“ ist das mobile Miniaturformat der Ausstellung „Bauen mit Holz – Wege in die Zukunft“, die letztes Jahr in der Pinakothek der Moderne in München zu sehen war. Im Inneren des begehbaren Schiffscontainers finden sich auf einer Seite grafisch dargestellte Argumente für eine nachhaltige Forstwirtschaft und Holzverwendung. Die andere Seite zeigt beispielhaft eine Reihe von Holzbauprojekten. Im hinteren Teil des Ausstellungsraumes steht das Modell eines modernen Holzbaus in einem Schaukasten. Abgerundet wird die Ausstellung durch neun hölzerne Hocker, welche die Baumartenverteilung in Bayern widerspiegeln

Während der regionalen Woche der Nachhaltigkeit in Bamberg fanden zahlreiche Veranstaltungen der Forst- und Holzwirtschaft statt. Neben einer Startveranstaltung gab es anlässlich der Sitzung des Beirates des oberfränkischen Clusters „Wald Forst Holz“ am 28. Mai ein Rundgang durch schauholz mit interessierten Kommunalpolitikern und Fachleuten. Am 31. Mai begrüßte die Forstwirtschaftlichen Vereinigung Oberfranken anlässlich ihres 40 jährigen Jubiläums Staatsminister Helmut Brunner in der Ausstellung.

schauholz am Airport München beim „Tag der Luftfahrt“ (Foto: proHolz Bayern)
schauholz am Airport München beim „Tag der Luftfahrt“ (Foto: proHolz Bayern)

Am 8. und 9. Juni wurde „schauholz“ am Münchner Flughafen zum „Tag der Luftfahrt“ einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. So konnten sich die Besucher neben Flugzeugen, Hubschraubern und Technik über Nachhaltigkeit und die Rolle der Forst- und Holzwirtschaft im globalen Kreislauf informieren. Doch wie passte dieser Gegensatz von energieintensiven Maschinen und Nachhaltigkeit zusammen? Die Antwort gab es von proHolz Bayern. Den positiven Effekt von Holz und Holzbau auf das Klima verdeutlicht am Stand von proHolz Bayern neben der mobilen Ausstellung „schauholz“ ein Würfel aus einem Kubikmeter Holz. Dieser Holzwürfel bindet eine Tonne CO2 und ist die Menge Holz, die in jeder Sekunde in Bayerns Wäldern nachwächst.

Die Botschaft lautet: Wir brauchen Wald in Zeiten des Klimawandels. Nachhaltige Holznutzung bremst den Anstieg von CO2 in der Atmosphäre und so den Treibhauseffekt. Passend dazu wurden von proHolz Bayern kleine Bäumchen verschenkt. Jeder Baum und jedes Produkt aus und mit Holz ist gelebter Klimaschutz. Denn CO2 wird erst wieder frei, wenn das Holz verrottet oder verbrannt wird.

schauholz am Flughafen München

proHolz Bayern bringt den Wald nach Nürnberg

Stadt braucht Wald – 300 Jahre Nachhaltigkeit: proHolz-Pavillon in Nürnberg (Foto: Ralf Keller)
Stadt braucht Wald – 300 Jahre Nachhaltigkeit: proHolz-Pavillon in Nürnberg (Foto: Ralf Keller)

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Stadt braucht Wald – 300 Jahre forstliche Nachhaltigkeit“ brachte proHolz Bayern den Wald in die Nürnberger Innenstadt. Vom 28. Mai bis zum 9. Juni sorgte der proHolz Pavillon für die Begrünung des Platzes vor dem Germanischen Nationalmuseum. Von außen ziehen die hellen Holzlamellen und das ansprechende Design die neugierigen Blicke der Passanten an. Innen verzaubert der magische Wald, der durch die Wirkung der verspiegelten Wände entsteht, mit dem Duft und der Stille des Waldes die Besucher.

Highlight in Nürnberg war die Eröffnung der „Bayrischen Woche des Waldes“ am 1. Juni. Bei diesem Anlass besuchte der Staatsminister Helmut Brunner den Pavillon. Prof. Dr. Gerd Wegener vom Cluster Forst und Holz in Bayern fasste die Aktion nach dem Ministerbesuch mit folgenden Worten zusammen: „Der städtische Besucher kann den Wald in der Stadt erleben. Und das in einem innovativen in Holz gebauten Pavillon. Damit können wir in unsere Botschaft transportieren: Bauen mit Holz ist aktiver Klimaschutz. Und das Holz kommt aus unseren regionalen bewirtschafteten Wäldern“.

 

Magischer Waldpavillon in Nürnberg

Premiere für die neue Holzbox auf dem regionalen Waldbesitzertag in Mühldorf a. Inn

Holzbox auf den Regionalen Waldbesitzertagen in Oberbayern 2013 (Foto: proHolz Bayern)
Holzbox auf den Regionalen Waldbesitzertagen in Oberbayern 2013 (Foto: proHolz Bayern)

Rund 6000 Besucher folgten der Einladung des Amtes für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Töging am Inn, um bei strahlendem Sonnenschein auf dem regionalen Waldbesitzertag in Mühldorf a. Inn am 9. Juni mehr über die Themenfelder Waldbewirtschaftung und Holzverwendung zu erfahren. proHolz Bayern präsentierte dort zum ersten Mal die neu gestaltete Holzbox der Öffentlichkeit. Die Besucher zeigten sich beeindruckt. Die manuell gehobelte rustikale Fassade macht die Holzbox zu einem Blickfang: Im Holz ist die Struktur von Baumrinde erkennbar, Baumstämme ragen in die Höhe und Äste queren die Fassade. So entsteht ein Wald und die Fassade wirkt durch die natürliche Vergrauung lebendig. Im Inneren sind mittels multimedialer Technik Einblicke in Holz möglich, die überraschen und begeistern. An den Wänden sind Furniere heimischer Hölzer aufgezogen, die sich per Knopfdruck von hinten durchstrahlen lassen und so einen ungewohnten Einblick in die Struktur der Hölzer gegeben. Auf diese Weise bietet sich dem Betrachter die Möglichkeit, Holz in einem anderen Licht zu sehen, sich Anregungen zu holen oder sich einfach nur an der Schönheit der Natur zu erfreuen.

Im Jahr der Nachhaltigkeit 2013 hat das Marketingbündnis proHolz Bayern noch viel vor: Im Kalender von mit finden sIe die nächsten Aktionen und Veranstaltungen: www.proholz-bayern.de


Sonntag, 12.05.2013

Richtfest SCHAUING München

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30 Raumobjekte aus Holz sind zu SCHAUING, einem temporären Dorf aus Holz, an der Schaustelle vor der Pinakothek der Moderne geworden. Seit dem 12. Mai 2013 belebt und bereichert SCHAUING offiziell die Münchner Stadtlandschaft. Mit einem traditionellen Richtfest an der SCHAUSTELLE wurden die sogenannten Schaulinge feierlich eingeweiht.

Der temporäre Charakter der SCHAUSTELLE, ein Provisorium der Pinakothek der Moderne zur Überbrückung der Sanierungsarbeiten, ist Ausgangspunkt für eine besondere Holz-Aktion in München: SCHAUING. Hierbei handelt es sich um eine temporäre Ansiedlung von 30 Raumobjekten aus Holz, die sogenannten SCHAULINGE, die nach verschiedenen Funktionstypen entwickelt wurden.

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SCHAUING ist das erste öffentliche Projekt an der SCHAUSTELLE der Pinakothek der Moderne. Initiiert und begleitet wird dieses Studienprojekt vom Fachgebiet Holzbau, Prof. Hermann Kaufmann, und dem Lehrstuhl für Architektonisches Gestalten, Prof. Uta Graff. 180 Studenten der TU München arbeiten vom 7. Mai bis zum 10. Mai 2013 mit Holzlatten, Holzbretter und Balken sowie einfachen Werkzeugen. Sie hämmern, sägen und bauen direkt neben der SCHAUSSTELLE.

So erstellt sich die SCHAUSTELLE getreu ihrem Motto also langsam selbst. Die Studenten erfahren bei dieser Arbeit einerseits den Umgang mit Holz als Konstruktionsmaterial, andererseits den Weg von der Idee in ersten Skizzen bis zur Umsetzung und räumlichen Wirkung im Maßstab 1:1 in kürzester Zeit. Mit diesem Projekt soll die junge Architektenschaft an den Umgang mit dem Material Holz herangeführt und dafür begeistern werden.

Richtfest an der Schaustelle – Prof. Hermann Kaufmann und Prof. Uta Graff, beide TU München, Dr. des Hilde Strobl, TU München Architekturmuseum Pinakothek der Moderne, Alexander Kirst, Vorsitzender von proHolz Bayern, und Corinne Rose, TU München Architekturmuseum Pinakothek der Moderne, eröffnen SCHAUING (von rechts)

Auf dem Richtfest am 12. Mai 2013 werden die SCHAULINGE zur temporären Nutzung freigegeben. Die Einweihungsreden von Prof. Uta Graff und Prof. Hermann Kaufmann, beide von der TU München, Dr. Hilde Strobl und Corinne Rose vom Architekturmuseum Pinakothek der Moderne und Alexander Kirst, Vorsitzender von proHolz Bayern, werden stimmungsvoll umrahmt durch Alphornbläser und Ziehharmonikaspieler. Beim anschließenden Rundgang überzeugen sich die Besucher von den Holzkunstwerken und nutzen die Gelegenheit, mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen.

Bis zum 15. September 2013 können die Holzhütten von Bürgern und Künstlern, die vorab aufgerufen wurden sich mit kreativen und ausgefallenen Projektideen dafür zu bewerben, genutzt werden. Die SCHAULINGE sollen z.B. als Ruhekoje, Kiosk oder Bühne verwendet werden. Für die meisten der gezeigten Holzobjekte gibt es bereits mehrere Interessenten. So manches Werk soll sogar länger als über den Ausstellungszeitraum hinaus eingesetzt werden. Einige der Werke könnten auf Dauer in der Stadt bleiben.

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Gefördert wurde dieses Projekt u.a. von der Stiftung des Bayerischen Zimmerer- und Holzbaugewerbes »Donat Müller« und proHolz Bayern, die die finanziellen Mittel für die Beschaffung des Baumaterials lieferten. Für die Sponsoren ist das öffentliche Interesse an der SCHAUSTELLE als besondere Übergangslösung in der Museumslandschaft Münchens eine gute Gelegenheit, junge Leute für das Thema Bauen mit Holz und den nachwachsenden Rohstoff Holz zu interessieren.

SCHAUSTELLE | Pinakothek der Moderne | bis 15. September 2013
Ecke Türkenstraße/Gabelsbergerstraße | München
www.schaustelle-pdm.de

Richtfest an der SCHAUSTELLE: 30 Raumprojekte aus Holz feierlich eingeweiht

SCHAUING - Schaulinge werden aufgestellt


Montag, 01.10.2012

Herbstaktionen: Pavillon – Waldbesitzertage - neuer Webauftritt

„Wald und Holz in Stadt und Land“ unter dieses Motto stellt proHolz Bayern seine Herbstaktionen  im Jahr 2012. Überregionaler Meilenstein ist der proHolz Bayern-Pavillon auf dem 125. Zentralen Landwirtschafsfest (ZLF) in München. Regionale Schwerpunkte setzt proHolz Bayern auf den Waldbesitzertagen. Überregional wird das neue Erscheinungsbild der Initiative im neuen proHolz Bayern-Webauftritt sichtbar.

Ein magischer Wald

Der "magische Wald" entsteht im Auge des Betrachters - erzeugt von wenigen Bäumen in dem komplett verspiegelten Innenraum des Pavillions aus Holz. Nach einem Entwurf von Studenten der TU München fertigen Lehrlingen der Berufsschule Traunstein bei Holzbau Lechner in Tittmoning den proHolz Bayern-Pavillon.

Der proHolz Bayern-Pavillon wird 2013 anlässlich des Jubiläums „300 Jahre Nachhaltigkeit“ an prominenten Stellen in Bayern zu sehen sein. Mit seiner emotionalen und optischen Strahlkraft setzt er eindrucksvoll gelebte Nachhaltigkeit in Szene.

“Man kommt von draußen, von den vielen Menschen und dem Lärm und findet hier etwas, was man nicht erwartet hat. Hier ist Ruhe, Platz zum Atmen. Das ist wirklich ein magisches, tief beeindruckendes Gefühl. Auch die Luft ist anders als draußen. Viel reicher und kühler. Ein riesiger Wald versteckt in dieser Schatzkiste“, fasst ein Besucher die Atmosphäre im Spiegelwald zusammen.

Wald wird durch Nutzung vielfältiger

In dem Bauwerk treffen Holzverwendung und Holzerzeugung aufeinander: Eine Holzkonstruktion umschließt einen Wald. „Der proHolz Bayern-Pavillon steht für Gedeihfähigkeit und ein gedeihliches Miteinander. Durch die intelligente Verknüpfung aller beteiligten Kräfte wird Holz der Motor für die Entwicklung der nachhaltigen Wirtschaft der kurzen Wege“, meint Alexander Kirst, Vorsitzender von proHolz Bayern, und fügt hinzu: „Wenn wir das Holz aus dem Wald nutzen, bleibt der Wald lebendig, vielfältig und gepflegt.“

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner sieht in dem Thema Wald und Holz ein Zukunftsthema, das vermehrt an Bedeutung gewinnen wird: Auf dem Richtfest stellt er fest: „Die Bevölkerung, schätzt den Wald nicht nur wegen seiner Schutz- und Erholungsfunktion, sondern auch, weil der Rohstoff Holz so vielfältig verwendet werden kann. Regionale Produkte treten wieder in den Vordergrund. Und der Wald wächst ja vor unserer Haustüre.“

Dieses Bewusstsein sollen die Texte auf den Spiegelscheiben wecken. Deutliche Aussage ist, dass der oft nur als Erholungsraum wahrgenommene Wald Lebensgrundlage für die bayerischen Landwirte und Waldbesitzer ist. Und, dass Wald gepflegt und nachhaltig bewirtschaftet werden muss, damit er über Generationen erhalten bleibt. Diese Erkenntnis zu generieren, aufmerksam zu machen auf diejenigen, denen Bayerns Wälder seit Generationen anvertraut sind, ist ein Kernpunkt der Aktion. “Wir wollen dem Wald Gesicht geben, ihn mit all seinen Aufgaben für die Gesellschaft zeigen”, sagt Alexander Kirst. “Ich denke, das ist uns mit diesem beeindruckenden Pavillon auch gelungen.”

Außendarstellung und Webauftritt

Auf dem ZLF wird das weiterentwickelte Erscheinungsbild von proHolz Bayern präsentiert: Neben neuem Logo und Internetauftritt repräsentieren zwei Broschüren die Intention von proHolz Bayern; eine dritte ist derzeit in Bearbeitung.

"Mit dem neuen Erscheinungsbild wollen wir den Wert der Arbeit, den die Akteure der Forst- und Holzwirtschaft leisten, zum Ausdruck bringen. Natürlich erwarten wir uns damit eine höhere Aufmerksamkeit“, gibt Alexander Kirst zu verstehen und fügt hinzu: „Holz ist eine gute Lösung. Das müssen wir nach vorne bringen, was wiederum die Wahl der Mittel bestimmt.“

proHolz Bayern zeigt mit seinem neuen Erscheinungsbild, dass es möglich ist, sowohl in überregionalen Dimensionen zu denken – ohne dabei regionale Akzente zu vernachlässigen. Besondere Highlights sind schon jetzt die Einbindung der Holzbaudatenbank des INFORMATIONSDIENST HOLZ und der neu etablierte Videokanal von proHolz Bayern auf Youtube. Als nächstes wird der „interne Bereich“ von proHolz Bayern an den Start gehen, der dann ganz im Zeichen der Beitragszahler steht.

Die Zeit ist reif. „Das Jahr der Biodiversität, das Internationale Jahr der Wälder, 300 Jahre Nachhaltigkeit – was muss noch passieren, bis bundesweit Bewegung in die Branche kommt“, fragt sich Alexander Kirst und gibt zu bedenken: „Wer jetzt nicht sät, der braucht sich später nicht wundern, wenn er keine Früchte ernten kann.“

Sein Appell richtet sich an alle Organisationen „Forst und Holz“ in den anderen Bundesländern. „proHolz Bayern wird seinen Beitrag für den INFORMATIONSDIENST HOLZ und weitere gemeinsame Projekte der Öffentlichkeitsarbeit leisten“, bekennt Alexander Kirst. „Ich erwarte aber auch, dass unsere Kolleginnen und Kollegen in den anderen Bundesländern über Meetings, Protokolle, Satzungen und Flyer hinauskommen und zügig Geld auf den Tisch legen.“ Seiner Ansicht nach sind die dafür notwendigen Strukturen vorhanden.

Spezial „Landwirtschaft – Bauen in regionalen Kreisläufen“

Pünktlich zum ZLF fertiggestellt, wird am 25. September im proHolz Bayern-Pavillon von Architekt Jochen Simon (Bay. Landesanstalt für Landwirtschaft. LfL) die neue Broschüre „Landwirtschaft – Bauen in regionalen Kreisläufen“ vorgestellt. Sie zielt darauf ab, den Wert und die Möglichkeiten des eigenen Holzes zu erkennen und stärker zu nutzen. Entstanden ist die Broschüre im Rahmen eines INTERREG-Projekts, das auch von der Cluster-Initiative Forst und Holz betreut wird.

Waldbesitzertage

Miltenberg, Amberg und Augsburg sind die Stationen der regionalen Waldbesitzertage. proHolz Bayern ist auf diesen Veranstaltungen wieder mit dem begehbaren Holzwürfel präsent. Besucher gönnen sich darin eine kleine Auszeit vom Trubel der Veranstaltungen und werden verzaubert von einer Multivisionsshow über Holz, Holzbauten und Holzerzeugnisse. Für die Kinder stehen derweil unterschiedlichste Holzwürfel und -quader bereit als Anregung für kreatives Bauen.

Clusterinitiative koordiniert proHolz Bayern

Die Clusterinitiative Forst und Holz in Bayern koordiniert das Aktionsbündnis proHolz Bayern. Der Clustersprecher Prof. Dr. Wegener stellt erfreut fest, dass das Bündnis schon im ersten Jahr reichlich Früchte trägt: „proHolz Bayern hat den Vertrauensvorschuss der Einzahler umgesetzt, um das Image unserer Branche Forst und Holz mit Aktionen und Informationen weiter voranzubringen. Die Aktivitäten finden im ganzen Land statt. Clusterinitiative, Verbände und die regionalen Initiativen wirken dabei effektiv und gemeinsam und erreichen eine wichtige Wirkung.“

Weitere Informationen:

Pressemeldungen


Montag, 16.07.2012

„pro Holz Bayern”- Architekturwettbewerb zum Zentralen Landwirtschaftsfest (ZLF)

Münchner TU-Studenten entwickeln das Design für einen repräsentativen Messestand

„Dieser Wettbewerb hat viele Sieger“, sagen übereinstimmend Alexander Kirst, Vorsitzender von proHolz Bayern und Prof. Florian Nagler, Fakultät für Architektur an der TU München. Der proHolz Bayern-Messestand für das ZLF ist ein Symbol für das Zusammenwirken verschiedenster Berufsgruppen im Holzbau. Exemplarisch wird an diesem Gebäude nachvollzogen, wie Innovationen vom Planer über die Realisierung durch das Handwerk bis hin zum fertigen Gebäude umgesetzt werden. Das Projekt von proHolz Bayern mit der Technischen Universität München (TUM), verknüpft verschiedene Berufsgruppen mit unterschiedlichen Gewerken. Die Aussage, die dahinter steht, lautet: „Nachhaltigkeit kann gelebt werden.“

Nachhaltig soll auch dieser Messestand genutzt werden, denn er wird nach Beendigung des ZLF Anfang Oktober 2012 als Ausstellungspavillon in einem Walderlebniszentrum auf Dauer genutzt werden.

Der Wettbewerb

In einem Studentenwettbewerb an der TUM unter der Leitung von Prof. Florian Nagler, erarbeiten Studierende Konzepte für einen wetterfesten Messestand. „Studenten sind kreativ. Diese Kreativität wollten wir nutzen, um einen Messestand zu realisieren, der den ZLF-Besuchern vor Augen führt, was der Baustoff Holz alles kann“, sagt Alexander Kirst. Er setzt im gesamten Projekt auf die Jugend. So sollen primär auch Lehrlinge in der Zimmerer-Ausbildung die Planungen umsetzen. „Es ist wichtig, dass unser Nachwuchs frühzeitig lernt interdisziplinär zusammenzuarbeiten. Durch dieses Projekt erleben die Studierenden in den Fächern Architektur und Bauingenieurswesen den Praxisbezug.“ betont Prof. Nagler.

Acht Teams, zusammengestellt aus je einem Architekturstudenten und drei Bauingenieuren, haben sich des Themas angenommen und höchst unterschiedliche Lösungen gefunden.

Die Sieger

Den ersten Preis gewinnt das TU-München-Team mit dem Architektur-Studenten Bogdan Pascalau und den drei Bauingenieur-Studenten Niclas Rausch, Michael Schneider und Frederic Sojka. „Die Idee für unseren Pavillon bekamen wir bei dem Gedanken an einen Baum der im Wald steht. Wir fragten uns, wie wir diese Idee des Waldes in unseren Pavillon projizieren könnten,“ betont Bogdan Pascalau. Das Konzept sieht vor, mittels Verspiegelung einzelner Bäume künstlich einen Wald zu erzeugen. Der Innenraum unterstreicht somit die proHolz Bayern-Botschaft „pro Waldpflege“, während die Außenhülle des Pavillons für „pro Holzverwendung“ steht.

Dieser Messestand wird nun für den Auftritt von proHolz Bayern auf dem ZLF gebaut.

Der zweite Preis

Der zweite Preis geht an das Team von Architektur-Studentin Jasmin Ostermeier mit den Bauingenieur-Studenten Sofie Eberle, Andreas Jacobi und Nils Schumacher. „Tradition – Innovation – Information – Kommunikation“ ist das Motto dieser Studenten. „Diese vier Schlagwörter die den Baustoff Holz und proHolz Bayern als Organisation wiederspiegeln sind die Grundlage für die Form unseres Pavillons“, so Ostermeier. Die Rahmen in traditioneller Hausform umschließen eine orthogonale Form im Inneren, die proHolz Bayern und seine zwei Kernthemen – Waldpflege und Holzverwendung – präsentieren soll.

Weitere Anerkennungen

Eine Anerkennung erhalten Yasmin Rahmanzadeh (Architektur) und Alexander Grella, Georg Kast sowie Benedikt Wachter (Bauingenieurwesen) für ihren „introvertierten Raum“, der sich nicht vor seiner Umgebung verschließt. Diese Offenheit wird in der Wandebene durch die verwendete Strickbauweise und im Dach durch eine transluzente
Membran erzeugt. Bäume, die im Inneren angepflanzt werden, wachsen durch die Decke und werden über das Dach bewässert.

Eine weitere Anerkennung erhält der angehende Architekt Christopher Martin mit seinem Team im Bauingenieurwesen: Korbinian Pötzl, Katharina Ronge und Timm Hanöffner. In deren Entwurf soll der Besucher sehen, riechen und anfassen, während er sich durch ein Raster von massiven, unbehandelten Holzstützen bewegt, deren Größe variiert wodurch ihre Zwischenräume sich verengen und aufweiten. Im Inneren lichten
sich die Stützen zu einem Raum und geben den Blick auf die Konstruktion frei. Hier präsentiert sich proHolz Bayern als Schnittstelle zwischen Produzent und Verbraucher als auch zwischen Werkstoff und Verarbeitung.

Das Video zur Preisverleihung auf YouTube:

Die Pläne aller beteiligten Teams im Überblick:


Montag, 06.02.2012

Ausstellung "Bauen mit Holz" in der Pinakothek der Moderne, München

Als nachwachsender Rohstoff ist Holz ein ›Multitalent‹ zwischen Natur und Technik: Es ist materialisierte Solarenergie, Kohlendioxidspeicher sowie universeller Bau- und Werkstoff. In der begleitenden wissenschaftlichen Publikation werden die ökologische Bedeutung, das technologische Potenzial und die neue Ästhetik des vertrauten Baustoffs von neun renommierten Fachautoren analysiert. 50 ausgewählte internationale Beispiele veranschaulichen die neuen digitalen Fertigungsmethoden und die architektonische Vielfalt moderner Holzkonstruktionen vom Niedrigenergiehaus über weit gespannte Tragwerke bis zum Hochhausbau.

Die Ausstellung wurde von proHolz Bayern maßgeblich finanziell unterstützt.