HOLZBAU KOMPAKT – Fortsetzung der Veranstaltungsreihe

Holzbau Kompakt ist eine Veranstaltungsreihe für Bauingenieure, Architekten, Holzbauer, Studierende, des Bauingenieurwesens und der Architektur, die vom Netzwerk Holzbau im Wirtschaftsraum Augsburg zusammen mit proHolz Bayern, der Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks, der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau und der Bayerischen Architektenkammer organisiert wird.

Holzbau Kompakt. Aus der Praxis. Für die Praxis.

Die Vortragsreihe Holzbau Kompakt ist inzwischen ein fest etabliertes Konzept des Netzwerks Holzbau im Wirtschaftsraum Augsburg, das dort seit 2011 veranstaltet wird. Architekten, Bauingenieure und Studierende erhalten hierbei an mehreren Veranstaltungsabenden einen Einblick in verschiedene Themen rund um den Holzbau.

Dieses erfolgreiche Format überträgt proHolz Bayern auch auf weitere Regionen. Im April 2016 organisierte proHolz Bayern erstmalig gemeinsam mit dem Holzforum Allgäu die Veranstaltungsreihe Holzbau Kompakt in der Hochschule Kempten. Im März und April 2017 fand die Fortsetzung im Grünen Zentrum Immenstadt statt. Nun findet die Veranstaltung erstmals außerhalb Schwabens statt. Im Oktober und November 2017 gastiert Holzbau Kompakt an der Hochschule in Nürnberg.

Ziel der Kooperationspartner ist es, die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und die hohe Leistungsfähigkeit des Baustoffs Holz in der Region bekannter zu machen. Hochkarätige Experten informieren die Teilnehmer zum aktuellen Stand von Baulösungen, Bauphysik und fachlichen Neuerungen nach dem Motto: „aus der Praxis für die Praxis“.

Praxisnah und kompakt gestalteten die Referenten die Seminarabende und unterstreichen ihr Fachwissen mit aktuellen Beispielen.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Holzbau Kompakt und zum Netzwerk Holzbau Augsburg.

© Foto: Wolfgang Geyer


Holzbau Kompakt 2017 in Nürnberg

Donnerstag, 12.10.2017

Brandschutz und Holzbau - kein Widerspruch!

Dr.-Ing. Michael Merk

Technische Universität München,
Ingenieurbüro FIRE&TIMBER .ing, München

Vita

Dr. Merk beendete sein Studium 2001 an der TU Graz. Danach arbeitete er für ein Holzbausoftware-Unternehmen und ein Ingenieurbüro, bevor er 2004 an den Lehrstuhl für Holzbau und Baukonstruktion der TU München wechselte. Seit 2010 ist er dort Mitglied der technischen Betriebsleitung des MPA BAU, Leiter der Prüfstelle Holzbau sowie der Überwachungsstelle für hochfeuer-hemmende Bauteile. 2015 promovierte er zum Thema Brandschutz mehrgeschossiger Gebäude in Holzbauweise. Seit 2009 betreibt er in Nebentätigkeit ein eigenes Ingenieurbüro für Brandschutz.

Kurzinfo zum Vortrag

Das Thema des mehrgeschossigen Bauens mit Holz erfährt sowohl im Bereich des Neubaus als auch beim Bauen im Bestand rasant an Bedeutung. Dies gründet auf den heutigen Bestrebungen des nachhaltigen Bauens mit der Nachfrage nach Konstruktionen aus biogenen Baustoffen im Wohnungsbau, aber auch in repräsentativen Veranstaltungs-, Zweck- und Industriebauten, wo gestalterische und bauphysikalische Aspekte zunehmend Einzug erhalten. Jedoch setzt die Planung und Ausführung solcher Gebäude erhebliches Fachwissen aller Beteiligten voraus und der vorbeugende Brandschutz stellt häufig ein großes Hemmnis dar. Im Vortrag wird neben einer kurzen Wiederholung zu den brandschutztechnischen Grundlagen auf die spezifischen Problemstellungen eingegangen, wie z.B. auf die Verwendung brennbarer Dämmstoffe, brandschutztechnisch wirksamer Bekleidungen oder die Ausführung brandsicherer Installationsführungen. Es werden hierzu vorhandene Lösungsmöglichkeiten aus der Wissenschaft und Praxis gezeigt.

Foto: © Michael Merk

Donnerstag, 19.10.2017

Schallschutz im Holzbau

Dipl.-Ing. Gerhard Hilz

Müller-BBM GmbH, Planegg bei München

Vita

Gerhard Hilz studierte Elektrotechnik/ Kybernetik an der TU München. Nach Tätigkeiten für die Automobilindustrie und in einem Sachverständigenbüro ist er seit über 20 Jahren bei der Müller-BBM GmbH als Beratender Ingenieur für den Schallschutz im Hochbau tätig. Als Leiter der Güteprüfstelle befasste er sich auch mit Forschung und Produktentwicklung. Seine Erfahrung bringt er in unterschiedlichen Normenausschüssen des DIN u. a. als stellvertretender Obmann des Ausschusses DIN 4109 als auch in den Sachverständigenausschuss des DIBt ein.

Kurzinfo zum Vortrag

Die Holzbauquote im Wohnungsbau hat sich insbesondere im letzten Jahrzehnt rapide erhöht. Der Vortrag will den derzeitigen Stand für die unterschiedlichen Bauweisen Ständer-, Hyprid- und Massivholzbauweise aus schalltechnischer Sicht darstellen. Nach einer allgemeinen Einführung in die Akustik (physikalisch und empfindungstechnisch) wird auf das physikalische Verhalten der einzelnen Bauteile eingegangen. Auf Basis von zukünftigen Mindestanforderungen werden die Grenzen des Holzbaus für einen höheren Schallschutz aufgezeigt. Die zukünftigen Rechenmethoden werden erläutert. Anhand von Beispielen werden Prognosen zur Schall-Längsdämmung von Holzdachstühlen und für den Schallschutz in Reihenhäusern vorgestellt. Regelkonstruktionen für Holzbalkendecken werden anhand der Beispiele aus dem neuen Bauteilkatalog diskutiert. Praxisbeispiele für die unterschiedlichen Holzbauweisen runden den Vortrag ab.

Foto: © Gerhard Hilz

Donnerstag, 09.11.2017

Urbaner Holzbau

Univ. Prof. Tom Kaden BDA

Kaden + Langer GmbH, Berlin

Vita

Tom Kaden studierte von 1982 bis 1985 an der FH für angewandte Kunst in Schneeberg und von 1986 bis 1991 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, wo er als Diplom Designer abschloss. Ab 1993 beschäftigte er sich als Mitgesellschafter bei der Gesellschaft Architektur Ingenieurwesen mbH in Berlin zum ersten Mal mit dem Thema Holzbau. 2004 plante er mit dem "EH Kaden in Brandenburg" sein erstes Holzhaus. 2006 folgte der Auftrag Projekt e_3, dieses Projekt war der Einstieg in des mehrgeschossige (GK 5) Bauen mit dem Werkstoff Holz. e3 erhielt 2008 den Ingenieurbaupreis, 2009 den BDA-Preis, den Detail-Preis, den Deutschen Holzbaupreis und die Auszeichnung Effizienzhaus, Energieeffizienz und gute Architektur DENA. Seit 2009 ist Tom Kaden Mitglied beim Bund Deutscher Architekten BDA. Aktuell führt er das Architekturbüro Kaden + Langer GmbH in Berlin mit 35 festangestellten Mitarbeitern. Im September 2017 folgte die Berufung als Universitätsprofessor an das Institut für Architekturtechnologie der TU Graz.

Kurzinfo zum Vortrag

Seit der Fertigstellung des Projekts e_3 im Mai 2008 in Berlin hat sich im Bereich des urbanen mehrgeschossigen Holzbaus viel getan: Gebaut werden mittlerweile bis zu 14-geschossige Holzkonstruktionen und geplant werden über 25-geschossige Gebäude mit einem signifikanten Holzanteil in der Primärkonstruktion.

Solche „Leuchttürme“ sind wichtig für die allgemeine Entwicklung des urbanen Holzbaus. Sie zeigen die mittlerweile vorhandene Leistungsfähigkeit der Architekten, Tragwerksplaner, Brandschutzingenieure und Holzbaufirmen. Die eigentliche Zukunft liegt jedoch eher in der „Fläche“, also der 4- bis 8-geschossigen Konstruktionen.

Der aktuelle Holzbau ist neben seinen altbekannten Komponenten „nachwachsend“ und „kohlenstoffbindend“ insofern eine neue Form des Bauens, als dass er mit den traditionellen europäischen und asiatischen Holzkonstruktionen nur noch wenig zu tun hat. Wir reden heute sowohl was den Stab und die Stütze (z.B. BSH, KVH, Furnierschichtholz) als auch was die Wand (z.B. Tafel, Massivholz, CLT, Furnierschichtholz etc.) und die Decke (z.B. Brettstapel, CLT, HBV) anbelangt von  industriell gefertigten Halb-oder Fertigprodukten, die auf der Baustelle nur noch montiert werden müssen, aufgrund ihrer ausgeprägten Präfabrikation kurze Bauzeiten ermöglichen und zudem im Vergleich mit den herkömmlichen Materialien Ziegel oder Stahlbeton mindestens 5 % weniger Konstruktionsfläche und insofern mehr Nutzfläche generieren. 

Foto: © Kaden + Langer GmbH

Donnerstag, 16.11.2017

Wie moderne Holzenergie dem Holzbau zu 100 Prozent Klimaneutralität verhilft!“

Diplom Forstwirt Martin Bentele

Grünes Zentrum Immenstadt

Vita

Seit März 2017 hat Herr Diplom-Forstwirt Martin Bentele den Vorsitz im Kuratorium proHolz Bayern übernommen und ist seit Juli 2017 Geschäftsführer beim Deutschen Energieholz- und pelletsverband e.V. (DEPV). Seit 2008 ist er ebenfalls Geschäftsführer der Deutsche Pelletinstitut GmbH (DEPI) sowie seit 2012 Vorstandsmitglied im Bundesverband Erneuerbare Energien e.V. (BEE). Als langjähriger Geschäftsführer der Forstkammer Baden-Württemberg (1997 bis 2007) ist er ein erfahrener Verbandskenner mit Spezialwissen in der Forst- und Holzbranche. Vorher übte Bentele Tätigkeiten als parlamentarischer Berater der CDU-Landtagsfraktion unter dem Fraktionsvorsitzenden Günther H. Oettinger und in der Pressestelle des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen
Raum Baden- Württemberg unter Minister Gerhard Weiser aus.

Kurzinfo zum Vortrag

Der Holzbau wird hervorragend durch Holzenergie ergänzt. Um dies zu verdeutlichen, werden folgende Vorzüge der modernen Holzenergie präsentiert:

Sie verfügt über nahezu universelle Einsatzmöglichkeiten, im Neubau wie auch im Bestand, sowie von der kleinen Feuerung im Einfamilienhaus über kommunale Gebäude oder Netze bis zum großen Wohnungsbau und auch zur Prozesswärmegewinnung. Dabei sind hochwertige, zertifizierte Holzbrennstoffe wie auch innovative Feuerungstechnik bundesweit breit verfügbar. Sie gewährleisten ein hervorragendes Emissionsverhalten, eine sehr hohe Effizienz, eine maximale und wirtschaftliche CO2-Einsparung und letztlich einen hohen Komfort für den Betreiber.

Foto: © Martin Bentele

Donnerstag, 23.11.2017

Lebenszyklusbezogene Planung und ökologische Bewertung von Gebäuden

Dipl.-Ing. Holger König

ECOS im europäischen Normenausschuss CEN TC 350

Vita

Dipl. Ing. Holger König ist Architekt, Handwerker und Fachautor. Nach seinem Studium an der TU München folgten mehrere Jahre selbstständiger Tätigkeit in der Bauplanung und Stadtsanierung. 1983 Gründung eines Schreinerkollektivs und einer Naturbaustoffhandlung, 1997 -2000 Vorstand der Ökoplus AG. 2001 Gründung der LEGEP Software GmbH und Softwareentwicklung für integrale  Planung. Seit 2005 akkreditiert für ECOS im europ. Normenausschuß CEN TC 350 „Lebenszyklusplanung von Gebäuden“, beratende Mitarbeit in vielen Projekten im In-und Ausland zu Lebenszykluskosten, Ökobilanz und Risikostoffe.

Foto: © Holger König


Forum Bauhütte 2017 in Würzburg

Mittwoch, 25.10.2017

Einiges aus Holz

Prof. Florian Nagler

Florian Nagler Architekten, München
Technische Universität München

Foto: © Florian Nagler

Einiges aus Holz

Fränkische Rohrwerke Hörsaal
18:15 Uhr

Auswahl an Holzbauprojekten

Mittwoch, 08.11.2017

Das moderne, sich selbst auflösende Holzflachdach

Dipl.- Ing. BDB Richard Adriaans

Richard Adriaans Ingenieurbüro, Herford

Foto: © Richard Adriaans

Kurzinfo zum Vortrag

Früher waren Holz-Flachdächer meistens 2-schalige, belüftete Konstruktionen sog. Kaltdächer.

Im Zuge immer dickerer Dämmschichten, die einschalige Konstruktionen immer voluminöser machen, rückten Holzdächer in den Focus, die ja erhebliche Hohlräume aufwiesen. Und was im Steildach wunderbar funktioniert hatte, konnte auf das Flachdach nicht einfach übertragen werden, weil die Flachdachabdichtungen nicht diffusionsoffen sind. Daraus wurde geschlossen man müsse entweder innen so diffusionsdicht sein, dass kein Tauwasser an der kritischen Stelle ausfällt (dicht-dicht-Konstruktionen) oder innen so intelligent Diffusion bremsen, dass nur wenig eindiffundieren aber viel ausdiffundieren kann (Dächer nach den 7 goldenen Regeln).

Foto: © Richard Adriaans

Mittwoch, 15.11.2017

Schneller Bauen

Helmut Dietrich

Dietrich-Untertrifaller Architekten

Foto: © Helmut Dietrich

Schneller Bauen

Fränkische Rohrwerke Hörsaal
18:15 Uhr

Mittwoch, 22.11.2017

Brandschutz und Holzbau - kein Widerspruch!

Dr.-Ing. Michael Merk

Technische Universität München,
Ingenieurbüro FIRE&TIMBER .ing, München

Foto: © Dr. Michael Merk

Kurzinfo zum Vortrag

Das Thema des mehrgeschossigen Bauens mit Holz erfährt sowohl im Bereich des Neubaus als auch beim Bauen im Bestand rasant an Bedeutung. Dies gründet auf den heutigen Bestrebungen des nachhaltigen Bauens mit der Nachfrage nach Konstruktionen aus biogenen Baustoffen im Wohnungsbau, aber auch in repräsentativen Veranstaltungs-, Zweck- und Industriebauten, wo gestalterische und bauphysikalische Aspekte zunehmend Einzug erhalten. Jedoch setzt die Planung und Ausführung solcher Gebäude erhebliches Fachwissen aller Beteiligten voraus und der vorbeugende Brandschutz stellt häufig ein großes Hemmnis dar. Im Vortrag wird neben einer kurzen Wiederholung zu den brand- schutztechnischen Grundlagen auf die spezi schen Problemstellungen, wie z.B. auf die Verwendung brennbarer Dämmstoffe, brandschutztechnisch wirksamer Bekleidungen oder die Ausführung brandsicherer Installationsführungen eingegangen. Es werden hierzu vorhandene Lösungsmöglichkeiten aus der Wissenschaft und Praxis gezeigt.

Foto: © Michael Merk

Mittwoch, 29.11.2017

Kennt nur Gewinner: Weiterbauen in Holz

Florian Lichtblau

Lichtblau Architekten, München

Foto: © Florian Lichtblau

Kennt nur Gewinner: Weiterbauen in Holz

Fränkische Rohrwerke Hörsaal
18:15 Uhr

Foto: © Michael Merk

Mittwoch, 06.12.2017

Schallschutz im Holzbau

Dipl.-Ing. Gerhard Hilz

Müller-BBM GmbH, Planegg bei München

Foto: © Gerhard Hilz

Kurzinfo zum Vortrag

Die Holzbauquote im Wohnungsbau hat sich insbesondere im letzten Jahrzehnt rapide erhöht. Der Vortrag will den derzeitigen Stand für die unterschiedlichen Bauweisen Ständer-, Hyprid- und Massivholzbauweise aus schalltechnischer Sicht darstellen. Nach einer allgemeinen Einführung in die Akustik (physikalisch und empfindungstechnisch) wird auf das physikalische Verhalten der einzelnen Bauteile eingegangen. Auf Basis von zukünftigen Mindestanforderungen werden die Grenzen des Holzbaus für einen höheren Schallschutz aufgezeigt. Die zukünftigen Rechenmethoden werden erläutert. Anhand von Beispielen werden Prognosen zur Schall-Längsdämmung von Holzdachstühlen und für den Schallschutz in Reihenhäusern vorgestellt. Regelkonstruktionen für Holzbalkendecken werden anhand der Beispiele aus dem neuen Bauteilkatalog diskutiert. Praxisbeispiele für die unterschiedlichen Holzbauweisen runden den Vortrag ab.